| 00:00 Uhr

Die Kreisumlage macht auch Merzig schwer zu schaffen

Merzig. Am Donnerstag, 26. März, soll der Merziger Stadtrat den Haushalt verabschieden. Wegen des Defizites von 5,6 Millionen Euro sieht Bürgermeister Marcus Hoffeld die Konsolidierung des Haushaltes als oberstes Ziel. Derzeit läuft die Anhörung der Ortsräte. Philipp Anton

Die Stadt Merzig rechnet in diesem Jahr mit einem Haushaltsdefizit von rund 5,6 Millionen Euro im Ergebnishaushalt. Dies geht aus dem Haushaltsentwurf der Kreisstadt hervor, den Bürgermeister Marcus Hoffeld jetzt im Rahmen eines Pressegesprächs im Rathaus vorgestellt hat. Am Donnerstag, 26. März, soll der Stadtrat das Zahlenwerk verabschieden. Derzeit läuft die Anhörung der Ortsräte, die sich mit dem Etatvorschlag der Verwaltung befassen und aufgefordert sind, Stellungnahmen dazu abzugeben.

Lage ist "nicht ganz rosig"


Dem Entwurf zufolge muss die Stadt in diesem Jahr trotz Gewerbesteuereinnahmen in Höhe von 17,8 Millionen Euro mit einem Verlust von rund 5,6 Millionen Euro rechnen. Für das hohe Defizit gibt es jedoch nach den Ausführungen des Verwaltungschefs verschiedene Gründe: "Wegen der hohen Gewerbesteuereinnahmen aus dem Vorjahr in Höhe von 18,7 Millionen Euro gehen die Schlüssel-Zuweisungen des Landes um drei Millionen zurück", sagte Hoffeld . Gleichzeitig würde die Umlage an den Landkreis aber um zwei Millionen auf nunmehr 16,3 Millionen steigen. Die Kreisumlage erhebt der Landkreis von den ihm angehörenden Kommunen zur Erfüllung seiner Aufgaben.

Auch wenn die Zahlen aber "nicht ganz rosig" sind, müsse die Stadt im Gegensatz zu vielen anderen Kommunen keinen Haushaltssanierungsplan aufstellen, betonte Hoffeld . "Trotzdem müssen äußerste Anstrengungen unternommen werden, um den Haushalt zu konsolidieren", sagte der Bürgermeister. Hierzu habe der Stadtrat im Zusammenspiel mit der Verwaltung eine Arbeitsgruppe installiert, die im Laufe des Jahres entsprechende Vorschläge machen soll.

In die Kitas wird investiert

Der Schwerpunkt der städtischen Investitionen liegt in diesem Jahr im Bereich Kindertagesstätten. Neben der bevorstehenden Eröffnung des Kindercampus Besseringen stehen auch Investitionen in die Grundschulen auf dem Plan der Stadt. Neben Brandschutzmaßnahmen sind dort Verbesserungen der PC-Ausstattung vorgesehen. "Ich denke, das sind sinnvolle Investitionen", erklärte der Bürgermeister. Außerdem werde die Nachmittagsbetreuung in den Freiwilligen Ganztagsschulen Hilbringen und Schwemlingen verbessert.

Ein weiterer Teil der städtischen Investitionen im geplanten Gesamtumfang von 4,2 Millionen Euro fließe in den Endausbau von Straßen in Baugebieten sowie in die Aufwertung der Merziger Fußgängerzone und Stadthalle.

Planungen für Gewerbegebiet

In Fitten und Merchingen will die Stadt zusätzliches Bauland erschließen. Schließlich sind auch für das angestrebte interkommunale Gewerbegebiet "Auf der Haardt" zwischen Besseringen und Mettlach Planungsausgaben vorgesehen: "Damit möchten wir auch diesen Teil der Stadt voranbringen." Ein neues Einsatzfahrzeug soll die Feuerwehr in Schwemlingen bekommen.