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Die Geschichte der Fotografie durch alle Epochen mitverfolgen

Merzig : Eine Zeitreise zu den Anfängen der Fotografie

Eine Ausstellung im Museum Schloss Fellenberg zeigt ab Sonntag Fotografien aus dem 19. und 20. Jahrhundert.

„Photowelten“ – unter diesem Titel steht die Ausstellung, die von Dienstag, 12. März, bis Donnerstag, 14. April, im Museum Schloss Fellenberg zu sehen ist. Die Ausstellung ist ein Querschnitt durch die Fotosammlung von Maria Wallpott, die in Gänze insgesamt 35 000 Exponate von 2 500 nationalen und internationalen Fotografinnen und Fotografen des 19. und 20. Jahrhunderts umfasst.

Wallpott wurde am 20. Mai 1953 in Merzig als siebtes Kind der Eheleute Fritz und Elisabeth Wallpott geboren. Von April 1960 bis zum März 1964 besuchte sie die Volksschule St. Peter und danach bis zum Abitur im Mai 1972 das Merziger Mädchenrealgymnasium. 1972/73 begann sie ihr Studium in der Fachrichtung Französisch und Erdkunde an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken und setzte dieses Studium in der gleichen Fachrichtung bis zur ersten Staatsprüfung 1978 an der Technischen Universität in Berlin fort. Ihre zweite Staatsprüfung legte sie 1980 ab und war von 1981 bis zu ihrem Tod am Herder-Gymnasium in Berlin-Charlottenburg beschäftigt.

Die Ausstellung in Merzig zeigt Beispiele seltener Zeugnisse der frühen Fotografie ab 1842 ebenso wie kulturhistorisch wertvolle Originale aus der Zeit des deutschen Kaiserreichs, des Ersten und Zweiten Weltkrieges, der Weimarer Republik, der Zeit des Nationalsozialismus, der Nachkriegszeit sowie der 1950er bis 1980er Jahre. Besonders der Ausstellungsschwerpunkt Bildnisfotografie vereint die Werke bekannter Fotografen mit den Porträts berühmter Persönlichkeiten, die vielmals von diesen eigenhändig signiert sind.

Mit ihren Unikatfotografien (Daguerreo­typien, Ambrotypien, Ferrotypien und Pannotypien), Talbotypien und frühen Albuminabzügen enthält diese Ausstellung auch das gesamte Spektrum frühester Fotografieformen. Daneben sind, angefangen von dem „Vorläufer“ der Fotografie, der Silhouette des 18. und 19. Jahrhunderts, über Carte-de-Visite- und Cabinet­aufnahmen bis hin zur Pressefotografie im 20. Jahrhundert fast alle Arten und Formen vertreten, die die Entwicklung dieses Mediums in den letzten 180 Jahren beleuchten.

Zusammengetragen wurde diese Sammlung seit Anfang der 1970er Jahre von den beiden Saarländern Maria Wallpott und Hermann Lehnhoff. Nach dem frühen und plötzlichen Tod von Maria Wallpott am 10. März 1999 endschied ihr Lebensgefährte Lehnhoff spontan, dass die Sammlung ihren Namen tragen soll. Zehn Jahre danach wurde sie als Geschenk dem Landesarchiv des Saarlandes übergeben. Seitdem baut Hermann Lehnhoff die Sammlung für das Landesarchiv weiter aus und zeigt nun im Schloss Fellenberg mit einem Querschnitt durch die Sammlung seiner verstorbenen Lebensgefährtin. Er selbst wird die Ausstellung betreuen und steht während der Öffnungszeiten für Führungen und Fragen zur Verfügung.

Zur Eröffnung am Sonntag, 10. März, um 11 Uhr sprechen Daniela Schlegel-Friedrich, Landrätin des Landkreises Merzig-Wadern und Paul Burgard vom Landesarchiv Saarbrücken. Die musikalische Umrahmung übernimmt das „Katrin Scherers Cluster Quartett“ mit Stefan Schönegg (Kontrabass), Leif Berger (Schlagzeug), Moritz Wesp (Posaune) und Katrin Scherer (Saxophon).

Um Anmeldung zur Vernissage wird gebeten – bis Donnerstag, 7. März, per E-Mail an: info@museum-schloss-
fellenberg.de. Zu sehen ist die Ausstellung ab dann jeweils dienstags bis sonntags in der Zeit von 14 bis 18 Uhr.