Die Anfänge der Heilig-Abend-Aktion in Merzig

Heilig-Abend-Aktion in Merzig : Am Anfang schlug den Gastgebern viel Abneigung entgegen

1994 hatten Frank Paqué, Rolf Friedsam und Waltraud Riehm die Feier unter dem Motto „Heilig Abend allein, das muss nicht sein“ ins Leben gerufen.

Zum 25. Mal steigt in diesem Jahr die Weihnachtsfeier für Senioren, Alleinstehende, Obdachlose und Jugendliche, die Weihnachten nicht allein feiern wollen, im Evangelischen Gemeindezentrum in Merzig, Am Gaswerk 7. Sie beginnt um 18 Uhr nach dem Gottesdienst in der Friedenskirche, anlässlich des Jubiläums mit einem Sektempfang.

1994 hatten Frank Paqué, Jugendmitarbeiter der Evangelischen Kirche in Merzig, Rolf Friedsam, Pastoralreferent im Dekanat Merzig und zuständig für die Kinder- und Jugendarbeit, und die freie Journalistin Waltraud Riehm die Feier unter dem Motto „Heilig Abend allein, das muss nicht sein“ ins Leben gerufen. Mittlerweile ist Paqué alleine verantwortlich. Er war in all den Jahren dabei.

„Bei dieser Aktion geht es nicht um Arm oder Reich, es geht darum, an Heiligen Abend nicht alleine zu sein“, schreibt Paqué im aktuellen Gemeindebrief. In den ersten Jahren stieß die Veranstaltung eher auf Ablehnung. Bei den ersten Anfragen in Merziger Geschäften, ob sie etwas für die Feier spenden, wurde der Jugendmitarbeiter nach seinen Worten der Geschäfte verwiesen. „Die Unterstützung durch Spender oder Sponsoren war schlecht. Zu Beginn gab es Kasseler und Kartoffelbrei und irgendetwas zu trinken. Eine kleine Andacht zu Weihnachten war aber schon immer dabei.“

Ab dem Jahr 2000 sind laut Paqué die Bäckereien in Merzig auf die Aktion aufmerksam geworden und unterstützen sie seit nunmehr 19 Jahren. Auch die Spendenbereitschaft von Seiten der Geschäftsleute aus Merzig sowie von Privatpersonen hat sich etabliert. „Heute erfreut sich diese Aktion einer großen Anerkennung, sowohl durch Merziger Bürgerinnen und Bürger als auch durch die Politik“, verrät Paqué.

Seit dem Jahr 2000 gibt es nach seiner Darstellung auch einen Fahrdienst, der Menschen aus der weiteren Umgebung abholt und wieder nach Hause bringt. „Professionelle Köche unterstützen die Feier. Ein großes Team hilft beim Schmücken, Einkaufen, Essen richten, Tisch decken und Service. Andere sorgen für das Programm, etwa die Musik.“ Das Spannende ist, sagt Paqué, dass die Helferinnen und Helfer sich nicht untereinander kennen: „Ich weiß heute noch nicht, wer in diesem Jahr hilft oder kommt.“ Und trotzdem seien alle notwendigen Arbeiten erledigt, wenn es losgeht.

Auch in diesem Jahr sind alle herzlich eingeladen. Nur wer abgeholt oder nach Hause gefahren werden will, muss sich anmelden, der Organisation wegen. E-Mail: frank.paque@ekir.de, Telefon (01 51) 54 37 30 41.