1. Saarland
  2. Merzig-Wadern
  3. Merzig

„Deutschland steht sehr gut da“

„Deutschland steht sehr gut da“

AfD, Flüchtlingskrise oder Innere Sicherheit – im Dialog mit Mitgliedern des CDU-Stadtverbands Merzig erklärte der Bundestagsabgeordnete, wie sich seine Partei in der aktuellen politischen Debatte positioniert.

An hohen Besuch aus der Politik könnte man sich im Kreis Merzig-Wadern langsam gewöhnen. Besuchte erst zu Monatsbeginn Bundespräsident Joachim Gauck Mettlach, zog es am Freitagabend den CDU-Generalsekretär Peter Tauber in die CEB-Akademie nach Hilbringen . Der CDU-Stadtverband hatte den Hessen zum Dialog eingeladen. Rund 80 Teilnehmer wollten von dem 41-Jährigen wissen, wie sich seine Partei in der aktuellen politischen Debatte positioniert.

Als denjenigen, der "das Gesicht der neuen CDU wie kein anderer prägt", hatte Jürgen Auweiler, Vorsitzender der CDU Merzig, den Bundestagsabgeordneten angekündigt und die Rechnung ohne ihn gemacht: "Ich will gar nicht der Neue sein", korrigierte ihn Tauber, denn die CDU sei schon immer gut gewesen. Eine Aussage, die symbolisch für seinen Auftritt stand, dessen Credo lautete: Deutschland steht sehr gut da und muss selbstbewusster damit umgehen. Taubers Argumente: ein hohes Maß der Vollzeitbeschäftigung, die niedrigste Jugendarbeitslosigkeit in Europa, steigendes Wirtschaftswachstum sowie die Tatsache, dass die Regierung seit drei Jahren keine Schulden mehr mache. Auf den Umgang mit der AfD angesprochen, widersprach Tauber dem Vorwurf, die CDU habe die rechtspopulitischen Partei gestärkt, indem sie mehr in die Mitte gerückt sei. Der Großteil der AfD-Wähler komme von der Linken oder aus dem Nichtwähler-Spektrum, so Tauber.

Angesprochen auf die Flüchtlingskrise stellte der Generalsekretär klar, dass das kürzlich abgeschlossene EU-Türkei-Abkommen erfolgreich sei. Er betonte, dass die Krise nur durch europäische Zusammenarbeit gelöst werden könne. Saar-Innenminister Klaus Bouillon sprach er Lob für seine "Container-Aktion" aus, bei der der Minister sein Büro vergangenen Sommer für mehrere Wochen in einen Container in der Landesaufnahmestelle Lebach verlegt hatte.

Die Europabevollmächtigte der Landesregierung, Helma Kuhn-Theis , forderte den Generalsekretär angesichts der anstehenden Bundestagswahlen 2017 dazu auf, das Thema Innere Sicherheit stärker auf die CDU-Agenda zu rücken, "denn wenn Menschen Angst haben, ist das ein ganz schlechter Begleiter für die Parteien", betonte Kuhn-Theis.

Nach der knapp zweistündigen Debatte gab der CDU - Stadtverband noch eine Überraschung bekannt: Bereits nächstes Jahr will er den sportbegeisterten Generalsekretär zu einer Laufveranstaltung erneut in die Kreisstadt holen. Passend dazu überreichte ihm der Vorsitzende Auweiler ein Lauf-Shirt und ein Merzig-Handtuch.