Offizieller Startschuss für den neuen Stadtpark: Der Stadtpark soll noch wohnlicher werden

Offizieller Startschuss für den neuen Stadtpark : Der Stadtpark soll noch wohnlicher werden

Nach umfassenden Planungen ist jetzt in Merzig der Startschuss für das Projekt „Neuer Stadtpark“ gefallen.

Der erste Schritt zur Umsetzung des Saarparks ist getan: Nachdem in den vergangenen Monaten die Detailplanungen abgeschlossen wurden, fiel nun vor wenigen Tagen auch der offizielle Startschuss zur Aufwertung des Merziger Stadtparks. Dabei konnten Bürgermeister Marcus Hoffeld und der Erste Beigeordnete Dieter Ernst zum symbolischen Spatenstich viele Gäste begrüßen, darunter unter anderem Klaus Müller-Zick vom Ministerium für Inneres, Bauen und Sport, die Landtagsabgeordneten Frank Wagner und Martina Holzner, Anne Ebert von der EVK GmbH, Sebastian Bochem vom Büro Bochem.Schmidt Architekten sowie Stefan Jacobs vom Büro Ernst + Partner.

Bürgermeister Hoffeld hob die große Bedeutung der Umgestaltung des Stadtparks hervor, die einen ersten wichtigen Schritt zur Realisierung des Merziger Saarparks einleitet. „Der unmittelbar an die Innenstadt und die Stadthalle angrenzende, stark frequentierte Stadtpark ist ein Ort der Ruhe und Naherholung mit hohem Aufenthalts- und Erholungspotenzial, welcher sich durch eine heterogene Nutzungs- und Grünstruktur mit einem attraktiven Baumbestand auszeichnet. Die Ausstattung ist jedoch teilweise nicht mehr zeitgemäß und erneuerungsbedürftig“, erklärte der Verwaltungschef die Gründe für die Umgestaltung des Stadtparks.

Dennoch wird der Park von seiner bisherigen Struktur weitestgehend erhalten bleiben, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt. So sollen bei der Neugestaltung unter anderem die alten Spielgeräte durch neue, teils barrierefreie Spielgeräte ersetzt werden. Zudem ist im Plan der Stadt eine gesonderte Zone mit Sportgeräten speziell für Senioren vorgesehen. Am östlichen Rand des Parks zum Bahndamm hin soll außerdem ein neuer Abenteuer-Spielbereich angelegt werden, dem sich ein barrierefreies Spielfeld anschließen soll. In Richtung des alten Hallenbades soll ein Themen-Spielbereich „Wasser“ entstehen, direkt angrenzend ein Spielbereich vor allem für Kleinkinder. An zentraler Stelle ist zudem ein „besonderer Spielpunkt“ mit attraktiver Ausgestaltung geplant, wie es aus dem Rathaus heißt.

Entfallen soll lediglich das Kneipp-Becken, als Gründe führt die Stadt Vandalismus- und Verschmutzungsprobleme an. Alle anderen Anlagen werden den Besuchern des Parks auch nach der Umgestaltung noch zur Verfügung stehen, teilt die Stadt mit.

„Das Planungskonzept ist mit den Gartenbau-Experten der Stadtverwaltung abgestimmt worden und passend zu Merzig als „Viez-Region“ wird im nordwestlichen Teil des Parks als regionales Element eine Bepflanzung von Apfelbäumen erfolgen“, erläuterte Hoffeld die weiteren Pläne. Anstelle der aktuell asphaltierten Zufahrt zu den Parkplätzen am Stadthallen-Restaurant ist künftig eine am Gehweg hinter der Bahnunterführung beginnende neue Promenade geplant, welche am kompletten südlichen Rand des Parks verläuft und in die Fußgänger- und Radfahrerunterführung zur Saar hin mündet. Die Promenade soll laut Mitteilung der Stadt einen Belag aus Betonpflaster erhalten und somit wasserdurchlässig gestaltet werden. Zusätzlich soll die Promenade durch einen offenen Zugang über mehrere Stufen zum Stadthallen-Restaurant sowie im weiteren Verlauf mit einer Neupflanzung als Baumallee aufgewertet werden.

Für den Hauptweg durch den Park, die so genannte Diagonale, beginnend beim nördlichen Eingang zum Park vom alten Hallenbad kommend und durch das Areal bis zur südwestlichen Ecke des Parks verlaufend, ist, wie auch für die weiteren bereits bestehenden Wegeverbindungen, eine Erneuerung der Wegeführung durch einen wassergebundenen Belag vorgesehen. „Aufgrund seiner Lage bildet der Stadtpark das Scharnier zur Innenstadt. Gerade deshalb ist die Betonung des Entrées zum Stadtpark von besonderer Bedeutung“, äußerte sich Hoffeld dazu.

Im Eingangsbereich in Höhe der Stadthalle sieht die Stadt zudem Bedarf für eine funktionale und gestalterische Aufwertung. Vor diesem Hintergrund ist unmittelbar vor der Bahnunterführung ein neues „Portalgebäude“ geplant. In diesem Pavillon sollen nach Vorstellung der Stadt neben einer modernen Toilettenanlage mit Baby-Wickelräumen auch Schließfächer für Parkbesucher, eine E-Bike-Ladestation und Fahrrad-Stellplätze zur Verfügung stehen. Die Planung dieses neuen Portalgebäudes erfolgte durch das Merziger Büro Bochem.Schmidt Architekten (BSA).

Abgerundet werden soll die Neugestaltung des Stadtparks durch ein ausgeklügeltes Lichtkonzept des Lichtplanungsbüros Tobias Link aus  Saarbrücken. Wie es in der Mitteilung der Stadt dazu heißt, sollen als besonderes Detail Einzelleuchten in den Bäumen, welche direktstrahlendes Licht erzeugen, das zum Teil die gewachsene Baumstruktur erhellt und ein natürliches Schattenspiel erzeugt, installiert werden. Markante Punkte wie die Saline, die wuchtigen Mammutbäume oder die neue Magistrale sollen gesondert illuminiert werden. Aber auch für die Beleuchtung des Pavillons ist laut Stadt eine besondere Inszenierung vorgesehen. Als Downlights sind entblendete Einguss-Leuchten geplant. In Kombination hierzu sollen lineare Bodeneinbauleuchten eingesetzt werden, die eine gleichmäßige Ausleuchtung der Wandscheiben des Pavillons ermöglichen.

Bürgermeister Hoffeld dankte allen am Vorhaben beteiligten Unternehmen sowie den Mitarbeitern aus der Verwaltung, die dieses Projekt auf den Weg gebracht haben. Darüber hinaus ging sein Dank an das Ministerium für Inneres, Bauen und Sport, das die Maßnahme, die laut Stadt insgesamt rund 1,5 Millionen Euro inklusive Pavillon kosten wird, bezuschusst. Dabei werden im Rahmen der Städtebauförderung „Stadtumbau West“ zwei Drittel der Gesamtkosten bezuschusst. Mit der Planung des Projekts war das Büro Ernst + Partner aus Trier betraut. Die Umsetzung der Maßnahme erfolgt laut Mitteilung der Stadt durch die Firma EVK GmbH aus Neunkirchen.

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