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Der Spitzenreiter hat Blut geleckt

Der Spitzenreiter hat Blut geleckt

Die Spitze in der Fußball-Verbandsliga liegt eng beisammen, und der FC Brotdorf ist mitten drin. „Jetzt kommen die Spiele, die zeigen, ob wir oben mithalten können“, sagt Spielertrainer Klaus-Peter Schröder vor dem Heimspiel gegen Spitzenreiter Quierschied.

Mit einem alles andere als gelungenen Auftritt im Rücken geht der FC Brotdorf an diesem Sonntag um 15 Uhr ins Topspiel der Fußball-Verbandsliga. Beim 0:2 beim Kreisrivalen SG Perl-Besch blieb die Elf von Spielertrainer Klaus-Peter Schröder am vergangenen Sonntag so ziemlich alles schuldig. Folge: Vor dem Duell gegen Spitzenreiter Spvgg. Quierschied ist der FCB auf Rang vier abgerutscht: "Perl war einfach eine Enttäuschung", sagt Schröder zur erst zweiten Saisonpleite seines Teams. "Da hat es an allen Ecken und Enden gefehlt. Wir haben ohne Willen und Bereitschaft gespielt, hatten im gesamten Spiel nur drei Torschüsse." Der kommende Gegner zeigte dagegen eine beeindruckende Leistung: Quierschied schickte den bis dato unbesiegten Tabellenführer TuS Herrensohr mal eben mit einer 5:2-Packung auf die Heimreise - und die Gäste haben Blut geleckt: "Wir haben uns über den Sieg und vor allem über die Art und Weise sehr gefreut", sagt Spielertrainer Markus Woll. "Spätestens seit dem Mittwoch-Training ist das Thema aber abgehakt. Nach dem 1:5 vor 14 Tagen in Schwalbach wollen wir jetzt auch auswärts wieder punkten, mit diesem Ziel fahren wir nach Brotdorf ", gibt sich der 30-Jährige selbstbewusst. Dass es beim FCB, der nur einen Zähler hinter Quierschied liegt aber schwer wird, dessen ist sich Woll bewusst: "Wenn man sich die Brotdorfer Heimbilanz anschaut, weiß man, dass wir uns dort ganz schön strecken müssen."

Fünf Spiele, fünf Siege, 19:3 Tore - so lautet die beeindruckende Heimausbeute der Elf vom Seffersbach. Allerdings muss das letzte Spiel dann schnell aus den Köpfen raus - und eine Trotzreaktion her: "Mit so einer Einstellung wie in Perl werden wir gnadenlos untergehen", weiß Schröder. "Ich habe Quierschied gegen Herrensohr gesehen. Das hat Spaß gemacht zuzuschauen. Für uns geht es auch darum, sie defensiv zu fordern.",

Schröder, mit acht Toren Topschütze des FCB, wird aber wohl erneut fehlen - das war jedenfalls der Stand am Donnerstag. "Was meine Adduktorenverletzung angeht, ist noch keine Besserung in Sicht. Beim Sprint und Torschuss habe ich noch Probleme", verrät der 28-Jährige. Dazu sind weitere Spieler angeschlagen. Dennoch betont Schröder: "Im Grunde genommen braucht niemand deprimiert zu sein. Wir haben uns dieses Spitzenspiel verdient."

Das sieht auch Woll nicht anders: "Titelfavorit bleibt Herrensohr. Dahinter sehe ich Schwalbach und uns. Aber Brotdorf zeigt, dass die starke Rückrunde keine Eintagsfliege war", hat sich der FCB den Respekt des Gegners schon mal verdient. Das Topspiel wird zeigen, ob mehr daraus werden kann.