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Der größte Erfolg ihrer Karriere

Jill Trenz (rechts) lag im Finale um die deutsche Meisterschaft gegen Hannah Schneider sogar zeitweise vorne, doch dann geriet sie in den Haltegriff und musste sich geschlagen geben. Foto: Markus Trenz
Jill Trenz (rechts) lag im Finale um die deutsche Meisterschaft gegen Hannah Schneider sogar zeitweise vorne, doch dann geriet sie in den Haltegriff und musste sich geschlagen geben. Foto: Markus Trenz FOTO: Markus Trenz
Merzig. Jetzt darf sie sogar von der Berufung in die Nationalmannschaft träumen: Judokämpferin Jill Trenz hat bei der deutschen U18-Meisterschaft für Furore gesorgt. Platz zwei war ihr bislang größter persönlicher Erfolg. Auch der TV Merzig kann auf kein besseres Ergebnis in der Historie zurückblicken. red

Jill Trenz vom TV Merzig hat am Sonntag den bislang größten Erfolg ihrer noch jungen Karriere als Spitzenkämpferin gefeiert. Bei den deutschen Einzelmeisterschaften der Altersklasse U18 in der Gewichtsklasse bis 57 Kilogramm in Wanne-Eickel unterlag sie erst im Finale gegen Hannah Schneider vom Judo Club Hennef durch Haltegriff. Bis dahin überzeugte die Gehweilerin, die dieses Jahr zudem für Kim Chi Wiesbaden in der 2. Bundesliga an den Start gehen wird, voll und ganz. Mehrfach brachte sie die Nordrhein-Westfälin vor den Augen der Bundestrainerin Lena Göldi mit tief angesetzten Schulterwürfen in arge Bedrängnis.

Nach rund einer Minute ging Trenz sogar wegen eines regelwidrigen Verhaltens ihrer Gegnerin in Führung, doch dies glich Schneider mit einer Juko-Wertung kurz danach wieder aus. Im weiteren Verlauf versuchte Trenz dann, ihre Gegnerin mit der Kontertechnik auf den Rücken zu werfen, mit der sie bereits im Halbfinale gegen Maike Wittekindt aus Lauenau (Niedersachsen) erfolgreich war. Dieser Halbfinal-Erfolg war vielleicht der emotionalste Moment für Trenz überhaupt. Denn da war ihr eine Medaille sicher. Sie kam von der Matte, umarmte Vater und Trainer und jubelte: "Ist das geil, Finale!"

Dort funktionierte die Kontertechnik allerdings nicht - und Trenz geriet in den besagten Haltegriff. Dennoch ist kein Grund zur Traurigkeit, meint zumindest Trainer Axel Bold. "Jill hat bis zum Finale eine ganz starke Leistung gezeigt. Sie punktete vor allem mit ihrer großen Technikpalette. Jeder Sieg in der Vorrunde wurde mit unterschiedlichen Würfen gewonnen." Somit konnte sie sich auf ihre Gegnerinnen einstellen und brachte dann nur die Techniken, die in diesem Kampf erfolgreich zu sein scheinen. Diese Erfahrung musste auch Xenia Coban (Karlsruhe), immerhin die Drittplatzierte der U18-Meisterschaft 2014, machen.

Nächste Station für Jill Trenz wird jetzt das 24. Internationale Thüringenpokal-Turnier am 21. März in Bad Blankenburg sein. Da dieses Turnier als Sichtungsturnier des Deutschen Judobundes gewertet wird und ebenfalls unter Beobachtung der Nationaltrainerin steht, wird das Ergebnis direkten Einfluss auf die deutsche Rangliste haben. Sollte Jill Trenz auch dort ähnlich auftreten wie am Sonntag, steht die Tür wohl ganz weit offen, in den erweiterten Kreis der Nationalmannschaft zu kommen.

Jill Trenz (links) bei der Siegerehrung.Foto: DJB
Jill Trenz (links) bei der Siegerehrung.Foto: DJB FOTO: DJB