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Tag der offenen Tür: Der Gesundheitscampus wächst noch weiter

Tag der offenen Tür : Der Gesundheitscampus wächst noch weiter

Beim Tag der offenen Tür zeigte der Merziger Gesundheitscampus die Vielfalt seiner Angebote. Weitere Bauabschnitte sind schon geplant.

Kinder tobten ausgelassen auf der Hüpfburg, Erwachsene folgten dem Wanderführer Klaus Britten bei seiner Gesundheitstour – alle Besucher gaben beim Tag der offenen Tür des SHG-Klinikums am Gesundheitscampus Merzig offensichtlich ihr Bestes.

Nur im Festzelt auf dem Gesundheitscampus ließen einige Sonnenblumen am Fuß des Rednerpults etwas die Köpfe hängen, so dass Bürgermeister Marcus Hoffeld zum Schluss seiner Ansprache einlud, schnell das etwas aufgeheizte Zelt zu verlassen, um im Freien die zahllosen Möglichkeiten zu nutzen, sich über das breit aufgestellte Erfolgsprojekt Gesundheitscampus Merzig zu informieren.

Dass Gesundheit schlichtweg unser höchstes Gut darstellt, unterstrich der Bürgermeister in seiner Rede ausdrücklich: „Unsere Aufgabe ist es daher, eine optimale Gesundheitsversorgung für unsere Bürgerinnen und Bürger sicherzustellen.“ Dies sei letztlich auch der Grund für die Kreisstadt Merzig gewesen, im Jahr 2015 die Initiative zu ergreifen und alle inzwischen rund um das SHG-Klinikum angesiedelten Partner aus den Gesundheits-, Medizin- und Pflegebereichen unter dem Dach des Gesundheitscampus zusammenzubringen. Elegant unterstrich Hoffeld bei dieser Gelegenheit ferner die regionale Bedeutung dieser Idee, indem er auch Bürger aus Wadern begrüßte, die bekanntlich seit kurzem auf ihr eigenes Krankenhaus verzichten müssen.

Bernd Mege, SHG-Geschäftsführer und stellvertretender Campusvorsteher, nahm diesen Gedanken in seiner Rede gleich auf: „Unser Ziel ist es, im Gesundheitscampus alle relevanten Leistungen vorzuhalten, um eine wohnortnahe und hochwertige Gesundheitsversorgung gewährleisten zu können.“

Aber neben aller fachlichen Kompetenz durch qualifizierte Mediziner und Pflegekräfte sei auch die soziale Komponente der Mitarbeiter ein wichtiger Standortfaktor, der erheblich zur Genesung der Patienten beitrage: „Gesundheit ist zwar nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts.“

Am Rand der Veranstaltung umriss Armin Streit, Inhaber der Streit-Gruppe und Campusvorsteher, im Gespräch mit der SZ noch einmal den langen und nicht immer unkomplizierten Weg der früheren Provinzial-Irrenanstalt zum heutigen Gesundheitscampus Merzig. „Schon die alte, gruselige Bezeichnung Provinzial-Irrenanstalt, an die man sich heute nur noch ungern erinnert, dokumentiert den erfolgreichen Wandel zu unserem heutigen Gesundheitsangebot, das die ganze Bandbreite mit allen medizinischen und pflegerischen Aspekten aufbietet und keinem anderen Ziel dient, als erkrankten Menschen zu einem gesunden, erfüllten Leben zu verhelfen.“

Und diesen erfolgreichen Weg wolle man weiter beschreiten, kündigte Streit an: „Wir sind dabei, den Gesundheitscampus um gleich mehrere Bauabschnitte zu erweitern – da tut sich noch einiges!“

Genau davon konnten sich die Besucher dieses Tages der offenen Tür rund um das eigens aufgebaute Festzelt selber überzeugen. Überall hatten die im Gesundheitscampus angesiedelten Partner eigene Informationsstände aufgebaut und mit sachkundigen Ratgebern besetzt. Außerdem vermittelten große Fotowände genauere Einblicke in die Infrastruktur des Gesundheitscampus und darüber hinaus in die neuen Bauabschnitte, die das Angebot schon in nächster Zukunft bereichern sollen.

Auch fehlten weder Spießbraten, Bratwurst oder Eintopf noch Getränke. Und auch die Gäste, denen der Sinn eher nach Kaffee und Kuchen stand, gingen keineswegs leer aus.

Übrigens: Weil die zu Beginn der Veranstaltung angebotene geführte Gesundheitswanderung wirklich ihrem Namen gerecht werden sollte, hatten die Gastgeber es auch nicht versäumt, auf etwa halber Strecke eine Versorgungsstation aufzubauen, um den vielleicht schon ermatteten Wanderern wieder zu frischem Schwung zu verhelfen.

Außerdem hatten die Besucher an diesem Tag noch Gelegenheit, das Psychiatrie-Museum zu erkunden.

SHG-Geschäftsführer Bernd Mege begrüßt die Gäste. Foto: Dieter Ackermann. Foto: Dieter Ackermann
Infos gab es für die Erwachsenen, Spielmöglichkeiten für die Kinder. Foto: Dieter Ackermann. Foto: Dieter Ackermann
Mit Informationsständen und Angeboten von Kuchen bis Wandertour wurden die Besucher auf dem Gesundheitscampus bestens versorgt. Foto: Dieter Ackermann

Und selbst die am Gesundheitscampus ansässige Forensik öffnete ausnahmsweise neugierigen Gästen einen kleinen Teil ihres ansonsten für Auswärtige verschlossenen Bereichs. Selbst hier wurde damit der „Tag der offenen Tür“ seinem Namen voll und ganz gerecht.