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Handball: Der frühere Alpha-Wolf kommt ins alte Revier zurück

Handball : Der frühere Alpha-Wolf kommt ins alte Revier zurück

In der Handball-Saarlandliga empfängt Merzig-Hilbringen die HG Saarlouis II mit Ex-Kapitän Sven Klein, Brotdorf erwartet Diefflen.

Vor knapp zwei Wochen waren sie noch Rivalen. Am kommenden Spieltag der Handball-Saarlandliga verteidigen der HSV Merzig-Hilbringen und der TuS Brotdorf nun den saarländischen Handball-Norden in ihren Heimspiel-Bastionen gegen Angriffe aus dem „Wilden Westen“.

Der HC Dillingen-Diefflen will am Samstag um 19.30 Uhr die Brotdorfer Seffersbachhalle stürmen. Der Vizemeister plant dabei, den Erfolg aus dem Vorjahr zu wiederholen. „Das wird ein Spiel mit Derby-Charakter. Ausgang wieder offen“, sagt HC-Trainer Patrick Grabenstätter und erinnert sich an den hauchdünnen 32:31-Sieg seiner Mannschaft im Dezember 2016.

Der TuS Brotdorf wurde damals noch von Thomas Schmitt trainiert. Nachfolger Markus Zeimet will versuchen, Revanche zu nehmen und nach der jüngsten 24:29-Heimniederlage gegen Tabellenführer HWE Homburg zu Hause wieder die Nase vorn zu haben. Gern erinnert Zeimet an den Derby-Knaller vor zwei Wochen: In der Merziger Thielspark-Halle lag sein Team schon klar zurück und behielt am Ende mit 31:29 doch noch die Oberhand – nach großem Kampf und vor einer Wahnsinnskulisse. „Mehr als 800 Zuschauer – daran könnte ich mich gewöhnen“, sagt auch HSV-Torwart Dirk Ströker. Er fiebert bereits dem Anpfiff gegen die HG Saarlouis II entgegen. Ganz so prestigeträchtig wie das Duell der einstigen Weggefährten Merzig-Hilbringen und Brotdorf ist das Derby gegen Saarlouis (Sonntag, 18 Uhr) vielleicht nicht, doch für Brisanz ist auch diesmal gesorgt.

Nach dem mageren 24:21-Sieg am vergangenen Spieltag bei Schlusslicht VTZ Saarpfalz II erwartet das Merziger Wolfs-Rudel diesmal sein früheres Alpha-Tier. Nach dem überraschenden Wechsel nach Saarlouis kehrt Torhüter Sven Klein erstmals an die alte Wirkungsstätte zurück. Im neuen Klub gehört der Ex-HSV-Kapitän zum erweiterten Kader der Zweitliga-Mannschaft und fühlt sich wohl. Das kombinierte Training mit erster und zweiter Mannschaft ist hart – und der 29 Jahre alte Schlussmann folglich topfit. Gastgeschenke will er nicht verteilen und stattdessen versuchen, die Tore der alten Kumpels zu verhindern. „Ich habe großen Respekt vor der neu formierten Mannschaft und erwarte ein enges Ding, das erst kurz vor Schluss entschieden wird“, sagt Klein und freut sich auf das Wiedersehen mit den früheren Torwart-Kollegen Matthias Hoffeld und Dirk Ströker. Letzterer wünscht sich volle Ränge wie im Derby, aber ein positiveres Ergebnis: „Diesmal wollen wir punkten und Sven zeigen, dass ein Verbleib im Wölfe-Rudel vielleicht die bessere Wahl gewesen wäre.“