Der erste Auftritt des neuen Rudels

Der erste Auftritt des neuen Rudels

Früher als sonst, aber mit gewohnt erlesener Qualität geht der Ernst-Thiel-Cup des HSV Merzig-Hilbringen am Wochenende in die dritte Runde. Handball-Zweitligist HG Saarlouis wird im Thielspark sein neues Team präsentieren. Die HSV-Truppe hat allenfalls Außenseiterchancen.

Nur noch wenige Tage, dann gibt es in Merzig wieder Handballsport der Extraklasse zu sehen. Beim 3. Ernst-Thiel-Cup des HSV Merzig-Hilbringen gehen am kommenden Wochenende sechs überregional agierende Top-Teams auf Tore-Jagd und kämpfen um die begehrte Trophäe. Titelverteidiger TSG Friesenheim ist nicht am Start, Favorit auf den Pott daher Zweitligist HG Saarlouis . Dem Oberliga-Team des Ausrichters kommt nur eine Außenseiterrolle zu. "Diese Teilnahme ist für meine Spieler die Belohnung für die harte Trainingsarbeit der letzten Wochen. Wir treffen auf ein erlesenes Starterfeld und haben nichts zu verlieren", sagt Marcus Simowski, den Personalsorgen plagen.

Bei der ersten Heimvorstellung nach Ende der Ära Peter Laux, Mathias Bochem und Co. werden dem HSV-Trainer die Rückraumspieler Christian Jung und Norbert Petö aus privaten Gründen fehlen. Lars Pfiffer befindet sich nach seiner Schulterverletzung noch in der Aufbauphase, und Kreisläufer Julius Rost schmerzt die Patellasehne. "Wir haben in der Vorbereitung bislang kaum mit dem Ball und fast nur Grundlagen trainiert. Das Turnier kommt für uns einen Tick zu früh", sagt Simowski.

Gespannt sein darf man auf das veränderte Bundesliga-Team der HG Saarlouis mit Neu-Trainer Heine Jensen, dem früheren Frauen-Nationaltrainer. Die Neuzugänge Yann Polydore, Martin Murawski, Ibai Meoki-Etxebeste und Jerome Müller werden sich den saarländischen Handballfans beim Ernst-Thiel-Cup erstmals im HG-Trikot präsentieren. Ein Testspiel gegen Müllers Ex-Klub SV Zweibrücken verlor Simowskis dezimierter Kader zuletzt nur knapp mit 25:30. "Die Abwehr stand schon recht sicher und es waren gute Ansätze erkennbar", stellt Simowski nach dem Duell mit dem Top-Team aus der Dritten Liga Süd erfreut fest.

In der Dritten Liga Nord spielt Eintracht Hildesheim, das beim Ernst-Thiel-Cup zum zweiten Mal dabei ist und nach dem Abstieg den sofortigen Wiederaufstieg in die 2. Liga anstrebt. Die TSG Haßloch, Aufsteiger in die Dritte Liga Süd, stellt in Merzig die Mannschaft vor, die das Ziel Klassenverbleib realisieren soll. Im Auftaktspiel haben es die Bären am Samstag ab 13 Uhr mit den Merziger Wölfen zu tun. Erinnerungen an den sensationellen 30:29-Heimsieg des HSV beim Start in die vergangene Saison werden da wach. "Mal schauen, was der neue TSG-Kader so drauf hat", sagt Simowski und grinst.

Ein Wiedersehen gibt es dann auch mit TSG-Neuzugang Daniel Schlingmann, der in der Jugend für die Merziger und zuletzt für den Oberligisten HF Illtal das Tor hütete. Die Illtaler Zebras und der TV Willstätt (Oberliga Württemberg) komplettieren das starke Sechser-Feld, das Spitzenhandball garantiert. "Für uns beginnt erst Phase II der Vorbereitung und die Feinarbeit. Trotzdem werden meine Jungs vor eigenen Fans ihr Bestes geben", verspricht Marcus Simowski.

Zum Thema:

Auf einen Blick Spielplan Ernst-Thiel Cup: Gruppe A: HG Saarlouis (2. Liga), TV 08 Willstätt (Oberliga Württemberg) HF Illtal (Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar).Gruppe B: Eintracht Hildesheim (3. Liga Nord), TSG Haßloch (3. Liga Süd), HSV Merzig-Hilbringen (Oberliga RPS).Samstag: 13 Uhr: HSV Merzig-Hilbringen - TSG Haßloch; 14.15 Uhr: HG Saarlouis - HF Illtal ; 15.30 Uhr: Eintracht Hildesheim - HSV; 16.45: Uhr, HF Illtal - TV 08 Willstätt; 18 Uhr, Eintracht Hildesheim - TSG Haßloch; 19.15 Uhr: HG Saarlouis - TV 08 Willstätt.Sonntag: Halbfinals ab 10.30 Uhr; Spiel um Platz fünf ab 14 Uhr, Spiel um Platz drei ab 15.30 Uhr, Finale ab 17 Uhr. ros