Dem HSV glückt die Revanche

Merzig. Pokal-Sensation geschafft: Die Handballerinnen des HSV Merzig-Hilbringen haben ihr Halbfinal-Spiel der Bank-1-Saar-Handball-Trophy gegen die DJK Marpingen mit 29:28 (15:15) gewonnen und sich damit für das Final-Four-Turnier des Saarlandpokal-Wettbewerbs am Ostermontag qualifiziert

Merzig. Pokal-Sensation geschafft: Die Handballerinnen des HSV Merzig-Hilbringen haben ihr Halbfinal-Spiel der Bank-1-Saar-Handball-Trophy gegen die DJK Marpingen mit 29:28 (15:15) gewonnen und sich damit für das Final-Four-Turnier des Saarlandpokal-Wettbewerbs am Ostermontag qualifiziert.Ein ganzes Jahr mussten die Oberliga-Spielerinnen von Andreas Kiedron auf diesen Moment warten, bis sie sich gegen den favorisierten Regionalligisten für die unglückliche Pokalfinal-Niederlage (18:19) aus dem Vorjahr revanchieren durften. Klar, dass sich die Gastgeberinnen in der Sporthalle des Gymnasiums am Stefansberg nach 60 spannenden Minuten in den Armen lagen, berauscht von purer Freude und Genugtuung. Vor einem Jahr hatten die HSV-Mädels nach einem ausgeglichenen Spiel durch einen umstrittenen Treffer verloren. Mit Schlusspfiff bekam Marpingen vor 700 entsetzten Zuschauern einen umstrittenen Strafwurf zugesprochen, den er zum glücklichen 19:18-Sieg verwandelte.Ganz schlechter Beginn"Super, es hat wirklich geklappt, auch wenn es wieder verdammt eng war", pustete HSV-Kreisläuferin Ariane Ehl nach dem Schlusspfiff tief durch. Stahlharte Nerven brauchten die HSV-Fans allerdings gleich in der Anfangsphase. Als die Gastgeberinnen nach sechs Minuten bereits mit 0:5 hinten lagen, wurde es auf den Rängen totenstill. "Da lief im Angriff einfach gar nichts. Mira Brill im Marpinger Tor hat alle Würfe pariert", sah Ehl den Beginn selbstkritisch. Ohne die verletzten Stammspielerinnen Julia Herbst (Kreuzbandriss), Kapitän Sandra Schmitt (Rückenprobleme) und Amelie Winters (Grippe) fand Merzig erst spät zum gewohnten Tempo-Spiel. In der 23. Minute markierte der Oberligist den 11:11-Ausgleich und ging kurz darauf sogar mit 15:14 in Führung. Pausenstand: 15:15. Die zweite Halbzeit verlief zunächst ausgeglichen, bis die Gäste nach einer Roten Karte und einer Zeitstrafe gegen die Marpinger Bank in doppelter Unterzahl spielen mussten. "Da konnten wir auf drei Tore wegziehen. Davor hatten wir aber auch eine Unterzahlsituation ohne Gegentor überstanden. Das war die entscheidende Phase des Spiels", betonte Ariane Ehl. Drei Minuten vor Schluss führte ihr Team mit 29:26 und versuchte nun, den Sieg über die Zeit zu retten. Im Angriff zeigte die Kiedron-Truppe allerdings kaum noch Tor-Drang, was sich am Ende fast noch rächte. Marpingen stemmte sich gegen die Niederlage, kam noch einmal auf 28:29 heran, konnte sich in der Schlussminute aber keine echte Torchance mehr erspielen. "Wir haben die Partie durch unnötige Fehler noch einmal spannend gemacht. Aber Hauptsache gewonnen, ich bin zufrieden", lautete das Fazit von Trainer Kiedron. Ariane Ehl sah im gewonnenen Pokal-Halbfinale einen gelungenen Start ins neue Jahr. "Wir haben an unsere gute Leistungen in der Runde angeknüpft. So kann es ruhig weitergehen", strahlte die Kreisläuferin des Oberliga-Dritten und Final-Four-Qualifikanten. "Wir haben die Partie durch unnötige Fehler noch einmal spannend gemacht."HSV-Trainer Andreas Kiedron

Auf einen BlickErgebnisse der 3. Hauptrunde der Bank-1-Saar-Trophy der Frauen: HSG Dudweiler II - TBS Saarbrücken 22:23, HSV Merzig/Hilbringen - DJK Marpingen 29:28, SC Alsweiler - FSG Oberthal/Hirstein 20:29, FSG Oberthal-Hirstein II - TuS Neunkirchen 10:40.Qualifiziert für das Finalturnier am Ostermontag, 5. April, sind die Sieger der vier Halbfinal-Partien.red

Mehr von Saarbrücker Zeitung