HSV Merzig-Hilbringen: Das Wölfe-Rudel ist heiß auf Tore

HSV Merzig-Hilbringen : Das Wölfe-Rudel ist heiß auf Tore

Neue Spielklasse, neues Team, neues Glück? Der HSV Merzig-Hilbringen startet an diesem Sonntag in die Handball-Saarlandliga. Auftaktgegner des Wölfe-Rudels in der Thielspark-Halle ist der SV Zweibrücken II.

Es war ein harter Schlag in die Magengrube, doch der herbe Dämpfer ist mittlerweile verdaut. Nach dem Abstieg aus der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar und einer schweißtreibenden Vorbereitung gehen die Handballer des HSV Merzig-Hilbringen künftig in der Saarlandliga an den Start – und betreten dabei völliges Neuland.

Gegner im Auftaktspiel an diesem Sonntag, 3. September, um 18 Uhr in der Merziger Thielspark-Halle ist der SV Zweibrücken II.

Keine leichte Aufgabe, denn das Team aus der Rosenstadt gilt als eingespielt und könnte mit Talenten aus der A-Jugend-Bundesliga- und der Oberliga-Mannschaft des Vereins ergänzt werden. Eine echte Wundertüte eben, doch die Gastgeber haben ihrerseits auch eine Überraschung in petto.

Das frische Ass im Ärmel der neu formierten HSV-Truppe um Trainer Michael Göbel heißt Dino Zvekic und hat ein Gardemaß von stattlichen 2,03 Metern. Der 24 Jahre alte Bosnier wechselte vom luxemburgischen Erstligisten Schifflange nach Merzig, wo er für die „erste Welle“ auf der Königsposition für Tore sorgen soll. „Dino muss sich natürlich noch akklimatisieren. Der Junge ist aber menschlich wie sportlich eine Bereicherung“, schwärmt Göbel vom neuen Kanonier im linken Rückraum.

Die Stimmung im Team sei gut. Gemeinsam sei es Spielern, Betreuern, Vorstand und Trainer gelungen, für eine positive Aufbruchstimmung zu sorgen. Dies sei nach dem Abstieg und dem durch großen Spieler-Aderlass notwendig gewordenen Neuanfang das vorrangige Ziel gewesen, sagt Michael Göbel.

„Jetzt sind die jungen Spieler heiß aufs erste Match und froh, dass es endlich losgeht“, beschreibt der neue Teamchef die positive Spannung vor dem Pflichtspiel-Debüt.

Als kleine Standortbestimmung dienten dem Nachfolger von Marcus Simowski einige Testspiele gegen Teams aus der Rheinlandliga (vergleichbar mit der Saarlandliga). „Wir haben alle Duelle klar gewonnen und gesehen, wo wir ungefähr stehen. Wir dürfen diese Ergebnisse aber nicht überbewerten“, sagt Michael Göbel und betont: „Es liegt noch sehr viel Arbeit vor uns.“

Zum Stamm der sechs verbliebenden Oberliga-Cracks stießen Talente aus der eigenen Jugend und zwei Torwart-Routiniers aus der „zweiten Welle“. Einer dieser Oldies ist der neu gewählte HSV-Vorsitzende Dirk Ströker.

„Wir haben alle verfügbaren Spieler mit Saarlandliga-Niveau genommen, in einen Topf geschmissen und ordentlich umgerührt“, lacht der 36-Jährige, der vom aktuellen Leistungsstand positiv überrascht ist: „Zwischen dem ersten und dem zweiten Anzug gibt es zwar noch Unterschiede, aber es dauert eben, bis die jungen Spieler an das höhere Niveau herangeführt worden sind.“

Das neue Wölfe-Rudel ist also gut aufgestellt und konkurrenzfähig. Die Jagd nach den ersten Saarlandliga-Punkten kann beginnen.

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