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Das letzte Stück geht es im Rückwärtsgang

Gegen 0.30 Uhr erreicht der Konvoi mit den Windrad-Rotoren die Grenze zwischen den Landkreisen Merzig-Wadern und St. Wendel bei Buweiler. Jetzt geht es etwas zügiger voran, wiewohl Drechsel immer wieder per Funk Informationen an seinen Begleiter weitergibt: "Jetzt kommt eine kleine Verschwenkung." "Rechts das Vorfahrtschild siehst du ja. Sollte aber kein Problem darstellen." "Pkw von rechts. Der hält aber an." Dann, in Dagstuhl, das nächste Nadelöhr: Am Kreisel mitten im Ort muss der 60 Meter lange Transport nach rechts abbiegen in Richtung Nunkirchen . Dabei gilt es darauf zu achten, dass das Rotorblatt auf dem Aufleger nicht die Überdachung eines Autohauses unmittelbar am Kreisverkehr streift. Es geht zwar eng zu, aber Drechsel und Meermann meistern auch dieses Manöver. "Er weiß immer genau, was er tut. Das ist schon ein Profi", lobt Fahrer Drechsel seinen Begleiter. Als festes Team sind sie meistens unterwegs, erzählt er, was nicht selbstverständlich ist bei solchen Transporten. Meist verbringen sie die ganze Woche zusammen auf den Straßen Europas, nur das Wochenende gehöre dann den Familien. "Das Auto ist unter der Woche meine Wohnung. Und meine Begleiter sind meine Familie", sagt Drechsel. Ab dem Freitagabend, wenn er nach Königswalde ins Erzgebirge zurückkehrt, steht die "echte" Familie für Drechsel im Mittelpunkt. Insbesondere seine beiden Kinder, der 18-jährige Sohn und die 16-jährige Tochter. "Der Große weiß schon, wohin es für ihn gehen soll. Der macht jetzt eine Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker." Und das Mädchen? "Nun ja, sie ist noch in der Pubertät. Da muss man ihr Zeit lassen. Aber sie hat auch schon eine Idee, was sie später machen will." Zwischenzeitlich hat der Konvoi Nunkirchen erreicht, kam dabei vergleichsweise zügig voran. In der Ortsmitte kommt wieder jener Satz aus dem Funkgerät, den Hubert Drechsel in dieser Nacht so oft zu hören bekommt: "Langsam, Hubert." Mit knappen Worten verständigen sich Drechsel und sein Begleiter Manni Meermann, die Vertrautheit zwischen beiden blitzt in kurzen, scherzhaften Bemerkungen auf. So wie jetzt: "Wie immer", entgegnet Drechsel auf Meermanns Hinweis. "Du vorne, ich hinten", kommt es zurück. Als der Kreisel erfolgreich passiert ist, lässt Drechsel ein knappes "Ein Traum!" folgen. Und dort, wie überall auf der Strecke, werden die Schwertransporte erwartet: Schaulustige scheuen nicht die späte Stunde und die Kälte der Nacht, stehen am Straßenrand, um die riesigen Gefährte aus nächster Nähe zu sehen. Handykameras blitzen auf, um Erinnerungsfotos festzuhalten. Der Konvoi ist ein kleines Spektakel für die Menschen in der Region. Für all das haben die Fahrer und ihre Begleiter wenig Augen. Ruhig und konzentriert bringen sie ihre Fracht voran - wenn es sein muss, eben im Schrittempo. "Jeder Transport ist wie der erste", sagt Manfred Drechsel. Gerade bei den Rotorblättern sei es sehr wichtig, dass diese während der Fahrt nicht beschädigt werden. "Die sind aus Karbon oder Glasfaser-Verbundstoffen gemacht. Selbst die kleinste Macke könnte später im Betrieb fatale Folgen haben." Wenn die drei Rotoren nicht exakt austariert werden und gleichmäßig laufen, sondern es Unwuchten gibt, kann das bei den gewaltigen Kräften, die der Wind in fast 200 Metern Höhe ausübt, schwerwiegende Konsequenzen haben. Darum sei es für die Fahrer jedes Mal "eine Frage der Ehre", ihre riesige Fracht heil ans Ziel zu bringen, unterstreicht Drechsel. "Wenn hier was schief läuft, geht es um richtig viel Geld." Diese Mission nähert sich gegen 2 Uhr in der Frühe ihrem komplexesten Teil: Der Konvoi hat zwischenzeitlich den Lücknerwald durchquert, hat die Beckinger Ortsteile Oppen und Reimsbach passiert. Vor Erbringen nun werden die Windrad-Transporter an der so genannten Hargarter Kehre nach rechts abbiegen in Richtung Hargarten - und dann die Strecke bis nach Honzrath komplett im Rückwärtsgang zurücklegen. "Sonst kommen wir in Honzrath an der Kreuzung in Richtung Merchingen nicht um die Kurve", erläutert Hubert Drechsel. Noch schnell ein Schluck aus dem Getränkebecher, noch ein Zug an seiner Zigarette, dann geht es los: In sanftem Bogen steuert er sein Riesengefährt an der Einmündung der Hargarter Kehre nach rechts. "Wie eine Gazelle!", lobt Manni Meermann über Funk. Dann legt auch der Transportbegleiter den Rückwärtsgang ein und macht sich auf in Richtung Honzrath. Er steuert auf der Rückwärtsfahrt wie gewohnt die Hinterachse des Auflegers durch die Hauptstraße von Erbringen. Merkwürdigerweise haben die zuständigen Behörden dort, anders als in Oppen und Reimsbach, keine absoluten Halteverbote in den Nachtstunden für die Zeit der Transporte verhängt. Und so kommt Meermann und Drechsel das ein oder andere geparkte Fahrzeug in die Quere. Das war allerdings, ungeachtet des Halteverbots, auch schon in Reimsbach der Fall gewesen. "Pkw rechts", mahnt Manni über Funk. Drechsel hat das Hindernis im Rückspiegel schon erblickt und mit entsprechenden Lenkmanövern reagiert. Knapp eine halbe Stunde dauert die Rückwärtsfahrt bis zur Ortsmitte von Honzrath. Hier steht nun die letzte Engstelle bevor: Es gilt, nach links in die Merchinger Straße einzubiegen. Bedrohlich nahe rückt das hintere Ende des Rotorblattes bei diesem Manöver an eine Hauswand heran. Aber zum Schluss bleibt eine gute Handbreit Platz für den Linksschwenk. Die letzte Etappe der langen Reise beginnt für die Windrad-Flügel: Für den recht steilen Anstieg hinauf auf die Anhöhe bei Merchingen braucht Hubert Drechsel die ganzen 510 Pferdestärken seiner Zugmaschine, wobei er stets auch die Windungen der engen Landstraße im Auge behalten muss. Kurz vor dem Plateau, auf dem die Windräder errichtet werden sollen, wurde für die Schwertransporte ein Wendeplatz angelegt. Denn hier macht die Straße eine Kehre um fast 180 Grad - unmöglich für ein solch langes Gefährt passierbar. Darum legen die Rotoren das letzte Stück ihres Weges wieder im Rückwärtsgang zurück - bei einer Straßensteigung von gut 17 Prozent. "Hier stehenbleiben ist nicht", weiß Hubert Drechsel. "Wenn die Straße nass ist, kommst du dann schon nicht mehr weiter." Manfred Meermann ist aus seinem Kleinbus ausgestiegen und lotst mit Funkgerät und tragbarer Fernbedienung, die aussieht wie die eines Fernsehers, den Riesen-Transport den Berg hinauf. Noch eine letzte Rechtskurve - geschafft. Die Einfahrt zum Windpark ist erreicht. Drechsel und Meermann biegen nach links ein und setzen ihren Transport so weit wie möglich nach vorne. Damit schaffen sie Platz für die nachfolgenden Kollegen. Hubert Drechsel lässt es sich dann nicht nehmen, das zweite Rotor-Gespann vom Wendeplatz aus den Berg hinauf zu navigieren. Zufriedenheit auch bei Daniel Barth, dem Geschäftsführer der Stadtwerke Merzig , einem der Betreiber des Windparks Merchingen II. Zusammen mit einigen Mitarbeitern ist Barth in dieser Nacht ebenfalls im Konvoi mitgefahren. "Das haben wir uns nicht nehmen lassen", sagt der Stadtwerke-Chef, der zu erkennen gibt, dass ihn die logistische Meisterleistung der Transporteure nachhaltig beeindruckt hat. Mittlerweile ist es halb vier in der Nacht. Am Nachmittag des heranbrechenden Freitages werden die Windrad-Flügel von den Auflegern angeladen und zur Montage auf dem Windpark-Areal gelagert. Für die Männer, die diese gigantischen Bauteile bis hierher gebracht haben, geht der Arbeitstag, der sich bei ihnen vorrangig in der Nacht abspielt, zu Ende. Bald werden sie sich in ihren Fahrzeugen zur Ruhe legen, nach dem Entladen kehren sie nach Hause zurück. Drei Tage später steht noch eine Lieferung für den Merchinger Windpark an: Ein anderer Transport-Trupp wird die letzten noch fehlenden Turmteile zur Baustelle bringen. Diese sind schon am Donnerstagabend auf dem Rastplatz bei Sötern abgestellt worden. Für Hubert Drechsel, Manfred Meermann und ihre Mitstreiter in dieser Nacht ist der Transport-Auftrag ins Saarland indes beendet. Und wie geht es für sie weiter? Manfred Meermann verrät es, kurz bevor er mit seinem Bus in der Dunkelheit verschwindet: "Nächste Woche laden wir Windrad-Teile in Aurich und bringen sie nach Österreich." Wieder vorrangig in der Nacht, wieder an manchen Stellen im Schritttempo, wieder mit voller Konzentration. Christian Beckinger

Gegen 0.30 Uhr erreicht der Konvoi mit den Windrad-Rotoren die Grenze zwischen den Landkreisen Merzig-Wadern und St. Wendel bei Buweiler. Jetzt geht es etwas zügiger voran, wiewohl Drechsel immer wieder per Funk Informationen an seinen Begleiter weitergibt: "Jetzt kommt eine kleine Verschwenkung." "Rechts das Vorfahrtschild siehst du ja. Sollte aber kein Problem darstellen." "Pkw von rechts. Der hält aber an." Dann, in Dagstuhl, das nächste Nadelöhr: Am Kreisel mitten im Ort muss der 60 Meter lange Transport nach rechts abbiegen in Richtung Nunkirchen . Dabei gilt es darauf zu achten, dass das Rotorblatt auf dem Aufleger nicht die Überdachung eines Autohauses unmittelbar am Kreisverkehr streift. Es geht zwar eng zu, aber Drechsel und Meermann meistern auch dieses Manöver. "Er weiß immer genau, was er tut. Das ist schon ein Profi", lobt Fahrer Drechsel seinen Begleiter. Als festes Team sind sie meistens unterwegs, erzählt er, was nicht selbstverständlich ist bei solchen Transporten. Meist verbringen sie die ganze Woche zusammen auf den Straßen Europas, nur das Wochenende gehöre dann den Familien. "Das Auto ist unter der Woche meine Wohnung. Und meine Begleiter sind meine Familie", sagt Drechsel. Ab dem Freitagabend, wenn er nach Königswalde ins Erzgebirge zurückkehrt, steht die "echte" Familie für Drechsel im Mittelpunkt. Insbesondere seine beiden Kinder, der 18-jährige Sohn und die 16-jährige Tochter. "Der Große weiß schon, wohin es für ihn gehen soll. Der macht jetzt eine Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker." Und das Mädchen? "Nun ja, sie ist noch in der Pubertät. Da muss man ihr Zeit lassen. Aber sie hat auch schon eine Idee, was sie später machen will."

Zwischenzeitlich hat der Konvoi Nunkirchen erreicht, kam dabei vergleichsweise zügig voran. In der Ortsmitte kommt wieder jener Satz aus dem Funkgerät, den Hubert Drechsel in dieser Nacht so oft zu hören bekommt: "Langsam, Hubert." Mit knappen Worten verständigen sich Drechsel und sein Begleiter Manni Meermann, die Vertrautheit zwischen beiden blitzt in kurzen, scherzhaften Bemerkungen auf. So wie jetzt: "Wie immer", entgegnet Drechsel auf Meermanns Hinweis. "Du vorne, ich hinten", kommt es zurück. Als der Kreisel erfolgreich passiert ist, lässt Drechsel ein knappes "Ein Traum!" folgen. Und dort, wie überall auf der Strecke, werden die Schwertransporte erwartet: Schaulustige scheuen nicht die späte Stunde und die Kälte der Nacht, stehen am Straßenrand, um die riesigen Gefährte aus nächster Nähe zu sehen. Handykameras blitzen auf, um Erinnerungsfotos festzuhalten. Der Konvoi ist ein kleines Spektakel für die Menschen in der Region.

Für all das haben die Fahrer und ihre Begleiter wenig Augen. Ruhig und konzentriert bringen sie ihre Fracht voran - wenn es sein muss, eben im Schrittempo. "Jeder Transport ist wie der erste", sagt Manfred Drechsel. Gerade bei den Rotorblättern sei es sehr wichtig, dass diese während der Fahrt nicht beschädigt werden. "Die sind aus Karbon oder Glasfaser-Verbundstoffen gemacht. Selbst die kleinste Macke könnte später im Betrieb fatale Folgen haben." Wenn die drei Rotoren nicht exakt austariert werden und gleichmäßig laufen, sondern es Unwuchten gibt, kann das bei den gewaltigen Kräften, die der Wind in fast 200 Metern Höhe ausübt, schwerwiegende Konsequenzen haben. Darum sei es für die Fahrer jedes Mal "eine Frage der Ehre", ihre riesige Fracht heil ans Ziel zu bringen, unterstreicht Drechsel. "Wenn hier was schief läuft, geht es um richtig viel Geld."

Diese Mission nähert sich gegen 2 Uhr in der Frühe ihrem komplexesten Teil: Der Konvoi hat zwischenzeitlich den Lücknerwald durchquert, hat die Beckinger Ortsteile Oppen und Reimsbach passiert. Vor Erbringen nun werden die Windrad-Transporter an der so genannten Hargarter Kehre nach rechts abbiegen in Richtung Hargarten - und dann die Strecke bis nach Honzrath komplett im Rückwärtsgang zurücklegen. "Sonst kommen wir in Honzrath an der Kreuzung in Richtung Merchingen nicht um die Kurve", erläutert Hubert Drechsel. Noch schnell ein Schluck aus dem Getränkebecher, noch ein Zug an seiner Zigarette, dann geht es los: In sanftem Bogen steuert er sein Riesengefährt an der Einmündung der Hargarter Kehre nach rechts. "Wie eine Gazelle!", lobt Manni Meermann über Funk. Dann legt auch der Transportbegleiter den Rückwärtsgang ein und macht sich auf in Richtung Honzrath. Er steuert auf der Rückwärtsfahrt wie gewohnt die Hinterachse des Auflegers durch die Hauptstraße von Erbringen. Merkwürdigerweise haben die zuständigen Behörden dort, anders als in Oppen und Reimsbach, keine absoluten Halteverbote in den Nachtstunden für die Zeit der Transporte verhängt. Und so kommt Meermann und Drechsel das ein oder andere geparkte Fahrzeug in die Quere. Das war allerdings, ungeachtet des Halteverbots, auch schon in Reimsbach der Fall gewesen.

"Pkw rechts", mahnt Manni über Funk. Drechsel hat das Hindernis im Rückspiegel schon erblickt und mit entsprechenden Lenkmanövern reagiert. Knapp eine halbe Stunde dauert die Rückwärtsfahrt bis zur Ortsmitte von Honzrath. Hier steht nun die letzte Engstelle bevor: Es gilt, nach links in die Merchinger Straße einzubiegen. Bedrohlich nahe rückt das hintere Ende des Rotorblattes bei diesem Manöver an eine Hauswand heran. Aber zum Schluss bleibt eine gute Handbreit Platz für den Linksschwenk.

Die letzte Etappe der langen Reise beginnt für die Windrad-Flügel: Für den recht steilen Anstieg hinauf auf die Anhöhe bei Merchingen braucht Hubert Drechsel die ganzen 510 Pferdestärken seiner Zugmaschine, wobei er stets auch die Windungen der engen Landstraße im Auge behalten muss. Kurz vor dem Plateau, auf dem die Windräder errichtet werden sollen, wurde für die Schwertransporte ein Wendeplatz angelegt. Denn hier macht die Straße eine Kehre um fast 180 Grad - unmöglich für ein solch langes Gefährt passierbar. Darum legen die Rotoren das letzte Stück ihres Weges wieder im Rückwärtsgang zurück - bei einer Straßensteigung von gut 17 Prozent. "Hier stehenbleiben ist nicht", weiß Hubert Drechsel. "Wenn die Straße nass ist, kommst du dann schon nicht mehr weiter." Manfred Meermann ist aus seinem Kleinbus ausgestiegen und lotst mit Funkgerät und tragbarer Fernbedienung, die aussieht wie die eines Fernsehers, den Riesen-Transport den Berg hinauf. Noch eine letzte Rechtskurve - geschafft. Die Einfahrt zum Windpark ist erreicht. Drechsel und Meermann biegen nach links ein und setzen ihren Transport so weit wie möglich nach vorne. Damit schaffen sie Platz für die nachfolgenden Kollegen. Hubert Drechsel lässt es sich dann nicht nehmen, das zweite Rotor-Gespann vom Wendeplatz aus den Berg hinauf zu navigieren.

Zufriedenheit auch bei Daniel Barth, dem Geschäftsführer der Stadtwerke Merzig , einem der Betreiber des Windparks Merchingen II. Zusammen mit einigen Mitarbeitern ist Barth in dieser Nacht ebenfalls im Konvoi mitgefahren. "Das haben wir uns nicht nehmen lassen", sagt der Stadtwerke-Chef, der zu erkennen gibt, dass ihn die logistische Meisterleistung der Transporteure nachhaltig beeindruckt hat.

Mittlerweile ist es halb vier in der Nacht. Am Nachmittag des heranbrechenden Freitages werden die Windrad-Flügel von den Auflegern angeladen und zur Montage auf dem Windpark-Areal gelagert. Für die Männer, die diese gigantischen Bauteile bis hierher gebracht haben, geht der Arbeitstag, der sich bei ihnen vorrangig in der Nacht abspielt, zu Ende. Bald werden sie sich in ihren Fahrzeugen zur Ruhe legen, nach dem Entladen kehren sie nach Hause zurück. Drei Tage später steht noch eine Lieferung für den Merchinger Windpark an: Ein anderer Transport-Trupp wird die letzten noch fehlenden Turmteile zur Baustelle bringen. Diese sind schon am Donnerstagabend auf dem Rastplatz bei Sötern abgestellt worden. Für Hubert Drechsel, Manfred Meermann und ihre Mitstreiter in dieser Nacht ist der Transport-Auftrag ins Saarland indes beendet.

Und wie geht es für sie weiter? Manfred Meermann verrät es, kurz bevor er mit seinem Bus in der Dunkelheit verschwindet: "Nächste Woche laden wir Windrad-Teile in Aurich und bringen sie nach Österreich." Wieder vorrangig in der Nacht, wieder an manchen Stellen im Schritttempo, wieder mit voller Konzentration.



Zum Thema:

StichwortDer Windpark Merchingen II besteht aus drei Windkraftanlagen mit einer Gesamthöhe von rund 200 Metern. Hergestellt wurden die Windmühlen von dem dänischen Unternehmen Vestas, die Rotoren sind dabei im Vestas-Werk in Lauchhammer (Oberlausitz) gefertigt worden. Rund 14 Millionen Euro investiert die Betreibergesellschaft Windenergie Merzig GmbH in das Projekt. Ihr gehören neben den Stadtwerken Merzig der Energieversorger VSE, die Bürger-Energie-Genosschenschaft Hochwald sowie der Merziger Windkraft-Projektierer Ökostrom Saar an. Der Windpark soll rund 18 Millionen Kilowattstunden Strom im Jahr erzeugen - das entspricht dem jährlichen Strombedarf von 5000 bis 6000 Durchschnittshaushalten. In dieser Woche sollen die Montagearbeiten an den Windrädern anlaufen. cbe