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Merzig
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Johnny Cash Roadshow.
Johnny Cash Roadshow. FOTO: Heiko Britz
Kabarett, deutsche Spießbürger, eine sandige Reise um die Welt, afrikanische Rhythmen, original russisches Liedgut und der „Man in Black“ – die Kultopolis GmbH hat ihr Veranstaltungsprogramm in der Merziger Stadthalle für diesen Winter vorgestellt.

Los geht das Programmangebot von Kultopolis mit einer Hommage an Johnny Cash mit der „Johnny Cash Roadshow“ am Samstag, 24. November, um 20 Uhr. Johnny Cash war einer der wichtigsten amerikanischen Liedermacher des 20. Jahrhunderts. Im Laufe seiner knapp 40-jährigen Karriere nahm er über 2500 Lieder auf und landete 14 Nummer-eins-Hits in den US-Country-Charts. Doch Cash, der mit seiner markanten Bassbariton-Stimme vor US-Präsidenten im Weißen Haus und Knastbrüdern im Hochsicherheitsgefängnis sang, war viel mehr: Folk, Gospel, Blues, Rockabilly, Pop, Rock‘n‘Roll.


Sänger Clive John übernimmt an diesem Show-Abend die Rolle des legendären „Man in Black“. Er sieht Johnny Cash zum Verwechseln ähnlich und er bringt auch die richtige Stimme mit. Clive John wird live begleitet von seiner Band sowie Jill Schoonjans als Cashs zweite Ehefrau June Carter. Die Show nimmt die Zuhörer mit auf eine musikalische Reise in die 1950er Jahre und endet 2002. Alle großen Hits von Johnny Cash aus dieser Ära sowie aus seinem letzten Album „Out Among the Stars“ zelebrieren das Leben des Musikers. Bildhaft untermalt wird das Konzert von Fotografien und Illustrationen aus Johnny Cashs Leben.

Kartenpreis: ab 37,70 Euro.



Der Soweto-Gospel-Chor kommt auf seiner Freedom Tour am Samstag, 8. Dezember, um 20 Uhr in die Merziger Stadthalle. Seit fast fünfzehn Jahren bringen die 16 Sänger ursprünglich afrikanische Rhythmen und mitreißende modernen Popsongs sowie - der Jahreszeit angepasst - Gospel-Weihnachtslieder zu Menschen auf der ganzen Welt. Das Motto der Tournee des Chors lautet „Freiheit“ – ein nicht nur in Südafrika aktuelles Thema. Bekannte Freiheitslieder folgen auf traditionelle südafrikanische Stücke. Darunter mischen die Musiker immer wieder Interpretationen von Songs wie James Browns „I feel good“ oder „Hallelujah“ von Leonard Cohen. „Mit jedem Auftritt nehmen wir die Menschen dorthin mit, wo wir herkommen. Wir zeigen ihnen die Schönheit unseres Landes“, sagt der Leiter Chors, Vincent Jiyane. Er will, wie er sagt, gleichzeitig auch an die Proteste von 1976 in Soweto gegen das Apartheid-Regime erinnern, die damals blutig niedergeschlagen wurden. „Wir handeln ganz im Sinne von Nelson Mandela. Wir sollten vergeben, aber nicht vergessen.“

Wie Vincent Jiyane erzählt, war  Mandela auch am Durchbruch des Chors beteiligt gewesen. Der Auftritt bei einem Benefizkonzert unter seiner Schirmherrschaft 2003 erregte durch die Teilnahme bekannter Musiker wie U2, Bob Geldof, Peter Gabriel oder Annie Lennox weltweite Aufmerksamkeit. Seitdem befinden sich die Sänger auf einer musikalischen Weltreise.

Kartenpreis: ab 43 Euro.

Die Original Bolschoi Don Kosaken singen am Mittwoch, 12. Dezember, um 20 Uhr in der Stadthalle. Die Sänger, Tänzer und Musiker der Bolschoi Don Kosaken stehen unter der Leitung von Professor Petja Houdjakov. Der rein aus Opernsängern bestehende Chor garantiert eine stilgetreue Interpretation der alten, russisch-orthodoxen Gesänge und Lieder. Die Darbietung der alten Choräle ist wie die Tradition es verlangt, a capella. Durch die enorme Bandbreite der Stimmen kommt die mystische Vielfalt des sakralen Gesangs besonders gut zur Geltung. Selbstverständlich dürfen auch diebekannten und beliebten Lieder wie „Abendglocke“, „Wolga Wolga“ oder „Kalinka“ nicht fehlen.

Der berühmte Männerchor ist der einzige, der ausschließlich aus Opernsolisten besteht. Nach der Erkrankung des legendären Leiters Serge Jaroff hat Petja Houdjakov Anfang der 1980er Jahre Mitglieder des Don Kosaken Chors übernommen und einen neuen Chor aufgebaut. Um das Ensemble von einigen kleinen, oft amateurhaften Gruppen zu unterscheiden, wurde es bolschoi (russ. ‚groß‘) genannt. Damit ist nicht nur die Größe des Chores gemeint, sondern auch die Stimmen, die Tänzer und die Musiker.

Kartenpreis: ab 25,60 Euro (Sitzplatz).

Ekel Alfred ist zurück in einem „Ein Herz und eine Seele“-Schauspiel am Dienstag, 8. Januar 2019, um 20 Uhr in der Stadthalle. Die ARD-Fernsehserie aus den 70er-Jahren bringt die Kammeroper Köln jetzt als Schauspiel-Inszenierung auf die Bühne. Alfred Tetzlaff ist der stets meckernde, reaktionäre und besserwisserische Haustyrann. Ein Prototyp des deutschen Spießbürgers. Alfred Tetzlaff sagt, wie’s ist: „Die Regierung ist unfähig.“ Seine Frau Else, die „dusselige Kuh“, gehört in die Küche. Und Tochter Rita, die „alberne Gans“, hat mit SPD-Anhänger Michael eine „bolschewistische Hyäne“ als Schwiegersohn ins Haus geholt. Alfred schimpft auf alles und jeden. Die Zitate des Giftzwerges aus Bochum-Wattenscheid sind von elementarer anarchistischer Komik und stammen aus einer Epoche, in der der Begriff der politischen Korrektheit noch nicht erfunden war. Der Autor der  Serie, Wolfgang Menge, hat für das Stück die „Ein Herz und eine Seele“-Folgen „Frühjahrsputz“ und „Silberne Hochzeit“ fürs Theater umgesetzt.

Kartenpreis: ab 29 Euro.

Mit „Ich bin viele“ bringt Klaus Lage sein neues Soloprogramm am Donnerstag, 7. März 2019, um 20 Uhr in der Stadthalle auf die Bühne. Gewohnt geradlinig und ungewohnt pur ist er mit seinen Liedern zur Akustik-Gitarre wieder unterwegs. Lage präsentiert eine Mischung aus seinen Hits und neuen Liedern, persönlichen Geschichten und Anekdoten einer 40-jährigen Laufbahn.

Kartenpreis: ab 30 Euro.

In 80 Bildern um die Welt reisen können Zuschauer bei der Sandmalerei-Show „Queen of Sand“ am Mittwoch, 20. März, um 20 Uhr in der Stadthalle. Die namensgebende „Sandkönigin“ ist Irina Titova. Sie lädt zu einer humorvollen Erdumrundung ein. In ihrer Show reist die Russin gemeinsam mit den Zuschauern frei nach Jules Verne in 80 Bildern um die Welt. Auf dieser Reise erweckt die Königin der Sandkunst Figuren aus Sand zum Leben, und lässt sie Abenteuer bestehen, Wahrzeichen besuchen und Weltwunder bestaunen. Eine von unten beleuchtete  Glasplatte, eine große Leinwand und Sand – das ist alles, was die junge Künstlerin benötigt, um bewegende Geschichten zu erzählen, die jedem ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Für den besonderen Rahmen werden Irina Titovas Sandbilder von der Erzählstimme des Synchronsprechers Joachim Kerzel begleitet. Seine markante, tiefe Stimme verlieh er unter anderem auch Hollywoodgrößen wie Robert de Niro, Anthony Hopkins und Dustin Hoffman.

Kartenpreis: ab 19,90 Euro.

Die Kulturgeschichte der Fortpflanzung erzählt Jürgen Becker in seinem Programm „Volksbegehren“ am Mittwoch, 8. Mai 2019, um 20 Uhr. Was macht sexy? Was lehrt uns die Erotik über uns selbst? Und welche Lebensweisheiten können wir aus ihr gewinnen? Diese und weitere Fragen will Kabarettist Becker beantworten.„Der Austausch von Körperflüssigkeiten zwecks Fortpflanzung hat sich bei 99 Prozent der Tierarten durchgesetzt“, witzelt  er. Geschlechtliche Fortpflanzung finde man sogar bei Obstbäumen, Topfpflanzen, Ziersträuchern und in Blumenrabatten. Becker weiter: „Wir sind Tiere und werden es immer bleiben. So wundern wir uns über das Tierhafte unserer Körper und empfinden sie gelegentlich als peinlich, abstoßend und vulgär. Wir schämen uns ihrer, es sei denn, wir sind im Internet.“ Kann die Religion diese Scham erklären oder erklärt die Scham gar die Religion? „Schon immer hat die Religion das versucht, was wir heute endlich geschafft haben: Wir können Kinder zeugen ohne Zeugungsakt und Sex genießen ohne Kinder zu zeugen.“ Becker will, „einen kabarettistischen Beischlaf mit dem Eros, dem wohl mächtigsten aller Götter“, wagen.

Kartenpreis: ab 24,50 Euro.

Karten im Vorverkauf in Merzig bei Weber Touristik, in der Tourist-Information, in der Stadthalle und in allen bekannten Vorverkaufsstellen, unter der Ticket-Hotline Tel. (0651) 9790770 oder online.

Ekel Alfred
Ekel Alfred FOTO: Ariel Oscar Greith
KlausLage
KlausLage FOTO: Berndhard Osinski
Der Soweto-Gospel-Chor.
Der Soweto-Gospel-Chor. FOTO: Wolf Erdel
Die „Sandkönigin“
Die „Sandkönigin“ FOTO: Christian Göbler
Die Bolschoi Don Kosaken.
Die Bolschoi Don Kosaken. FOTO: BDK
Jürgen Becker
Jürgen Becker FOTO: Simin Kianmehr