„Das ist schon verdammt hart“

Merzig · Zum Punktgewinn fehlte wieder nur ein Wimpernschlag. Handball-Oberligist HSV Merzig-Hilbringen verlor am Samstag das Heimspiel gegen Saulheim mit 27:28. Bitter: Es war die dritte Ein-Tor-Niederlage in Folge.

 Merzigs Rückraumschütze Tomas Kraucevicius kam gegen die robuste Saulheimer Abwehr mehrfach zum Abschluss und traf vier Mal. Dennoch blieb der Kampfgeist der Wölfe unbelohnt. Foto: Ruppenthal

Merzigs Rückraumschütze Tomas Kraucevicius kam gegen die robuste Saulheimer Abwehr mehrfach zum Abschluss und traf vier Mal. Dennoch blieb der Kampfgeist der Wölfe unbelohnt. Foto: Ruppenthal

Foto: Ruppenthal

Enttäuschte Mienen und hängende Köpfe sah man im Team des Handball-Oberligisten HSV Merzig-Hilbringen am vergangenen Samstag nach der 27:28-Niederlage gegen die SG Saulheim, wohin man nur schaute. Während die Rheinhessen ihren hauchdünnen Auswärtssieg in der Thielspark-Halle ausgelassen feierten, war den Wölfen nach der dritten Ein-Tor-Schlappe in Folge einfach nur zum Heulen zumute. "Klar machen wir auch Fehler, aber wenn man die letzten Resultate anschaut, dann ist das heute schon verdammt hart für uns", bilanzierte Marcus Simowski nach dem Abpfiff und verstand die Handball-Welt nicht mehr.

Dabei fand sein um fünf verletzte Leistungsträger reduzierter Kader nach kurzer Abtastphase gut ins Spiel und lag in der 17. Spielminute mit 9:5 vorn. Neuzugang Lukas Fischer führte bei seinem dritten Einsatz für den HSV in der Mitte geschickt Regie und brachte die Rückraumschützen Norbert Petö und Tomas Kraucevicius immer wieder in aussichtsreiche Wurfposition. Die Wölfe-Abwehr leistete gegen die körperlich robusten Gäste-Angreifer Schwerstarbeit. Den rund 300 Zuschauern gefiel es - es gab Beifallsstürme auf den Rängen. Doch Saulheims Konter kam, und er kam nicht unerwartet. Mit einem 28:26-Heimsieg gegen Titelanwärter Mundenheim hatte die SG in der vierthöchsten deutschen Spielklasse jüngst für Furore gesorgt. Seine Torgefahr stellte der Tabellenachte auch in Merzig unter Beweis, glich nach einem Zwischenspurt zum 10:10 und zur Pause zum 14:14 aus. Alles wieder auf null - hieß es beim Seitenwechsel. Und diesmal legten die Gäste vor: Merzig geriet mit 16:18 in Rückstand, konnte die Partie aber drehen und seinerseits mit 25:24 (52.) in Führung gehen. "Meine Jungs haben nicht aufgegeben und sich wieder in Führung geworfen - mit Hilfe unseres achten Mannes", schwärmte Simowski von der lautstarken Fan-Unterstützung. Doch dann kam es, wie es auch bei den Ein-Tor-Niederlagen gegen Mülheim und Völklingen kam und eigentlich wieder kommen musste: Der ersatzgeschwächte Wölfe-Kader fiel auf 25:27 zurück, weil das Wurfglück und vor allem die Kraft fehlten, um in den wichtigen Schlussminuten dagegenzuhalten. Während Saulheim im gesamten Spiel munter wechselte, ackerten die Leistungsträger des HSV fast komplett durch. Dies kostete die im Handball entscheidenden "Körner", die schließlich zum Erfolg fehlten.

Die Tore für den HSV: Sebastian Klein 9/4, Norbert Petö 5, Tomas Kraucevicius 4, Maurice Duchene 3, Marcel Rudolph 3, Marius Merziger 2, Lukas Fischer 1.

Zum Thema:

Am Rande Die Saarlandliga-Handballer des TuS Brotdorf haben einen 23:20 (13:11)-Sieg beim Aufsteiger und neuen Schlusslicht HSG Ottweiler/Steinbach eingefahren. Ohne sechs Stammspieler mussten die Wombats vor 150 Zuschauern dabei lange kämpfen, bis der Sieg feststand. Immer wieder kämpften sich die Gastgeber nach Rückständen wieder heran, bis zum 20:19 für Brotdorf blieb die Partie offen, erst dann konnten sich die Wombats entscheidend absetzen. In der Tabelle ist der TuS nun mit 10:10 Punkten Neunter, hat nur zwei Minuspunkte mehr als der Dritte SV Zweibrücken II.Die Tore für den TuS: Matthias Böhm 5/2, Tim Kaiser und Ralf Kreibig je 4, Marvin Hoff und Till Bost je 3, Christoph Köhler 2, Michael Oehm und Andreas Habermann je 1. red

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort