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Werkstattgespräch
„Dantons Tod“ – Theater hautnah erleben

Sind Menschen, nach Worten von Büchner, nichts als Puppen, die von unbekannter Gewalt am Draht gezogen werden? Diese und anderen Fragen beantworten Schauspieler und Regieteam.
Sind Menschen, nach Worten von Büchner, nichts als Puppen, die von unbekannter Gewalt am Draht gezogen werden? Diese und anderen Fragen beantworten Schauspieler und Regieteam. FOTO: Martin Kaufhold
Merzig. Werkstattgespräch am Donnerstag in der Villa Fuch verrät, was Zuschauer bei Büchner-Drama erwartet. Von Tina Leistenschneider

Gleichheit, Freiheit und Brüderlichkeit prägten die Französische Revolution und sind tief in Georg Büchners „Dantons Tod“ verwurzelt. In einer Spielzeit, in der die Grundwerte gefährdet scheinen, ist eine Beschäftigung mit Georg Büchners Drama von 1835 nahezu notwendig. Dantons Frage „Was ist das, was in uns lügt, hurt, stiehlt und mordet“ brennt nicht nur zur Zeit der Schreckensherrschaft der Jakobiner auf Antwort. Sind Menschen, nach Worten von Büchner, nichts als Puppen, die von unbekannter Gewalt am Draht gezogen werden? Wie ist es möglich, das Privatleben mit einem gesellschaftlich engagierten und politischen Handeln zu verbinden? Warum kommen Reformbewegungen ins Stocken oder verlaufen sich im Sand?


Diese Fragen stellten sich das Regieteam und das Ensemble des Saarländischen Staatstheaters, in dem das Drama „Dantons Tod“ am Samstag, 17. März, Premiere feiert.

In einem Werkstattgespräch mit dem Regisseur Christoph Mehler und dem Chefdramaturg des Saarländischen Staatstheaters, Horst Busch, bietet sich am kommenden Donnerstag, 1. März, um 19 Uhr in der Villa Fuchs die Gelegenheit, diesen Prozess der Entwicklung aus der Nähe zu erfahren. Nach einer Einführung von Horst Busch in die Überlegungen zum Stück und zur Inszenierung in Saarbrücken beantworten der Dramaturg und Regisseur die Fragen, was die Macher bewegte, dieses Stück auf die Bühne zu bringen, und was die Zuschauer erwarten können.



Wer schon immer einmal wissen wollte, wie Regisseur und Ensemble eigentlich zusammen arbeiten und welche Atmosphäre bei der Entstehung eines Theaterstücks wohl herrscht, hat am Mittwoch, den 7. März, um 18.30 Uhr im Saarländischen Staatstheater beim Besuch einer Probe die Möglichkeit dazu. Horst Busch begleitet die Probe und wird das Gesehene erläutern. Darüber hinaus findet am Dienstag, 6. März, um 19.30 Uhr, eine Einführungsveranstaltung zum Stück mit Rainer Hudemann und dem Regieteam unter dem Titel „Büchner und die Französische Revolution“ im Mittelfoyer des Großen Hauses statt.

Der Besuch der Veranstaltungen ist kostenlos. Eine Anmeldung für das
Werkstattgespräch ist nicht erforderlich. Der Besuch der Probe muss unter Tel. (0 68 1) 3 09 20 angemeldet werden.