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Spende
Dank langem Atem zu guten Erfolgen

Zum Ende des diesjährigen Saarwiesenlaufs konnte die Spendensumme auf 3000 Euro aufgestockt werden.
Zum Ende des diesjährigen Saarwiesenlaufs konnte die Spendensumme auf 3000 Euro aufgestockt werden. FOTO: Peter Adam
Merzig. Der Saarwiesenlauf, den  Sparkasse Merzig-Wadern, CEB und Leichtathletik-Verein Merzig veranstalten, fand zum 15. Mal statt. Von Johanna Ehrlich

() Beim traditionellen Saarwiesenlauf, den die Sparkasse Merzig-Wadern gemeinsam mit der Christlichen Erwachsenenbildung (CEB) und dem Leichtathletik-Verein (LV) Merzig nun zum 15. Mal veranstaltete, ist wieder eine hohe Summe Zustande gekommen. In den letzten Jahren sind insgesamt fast 40 000 Euro an Spenden zusammengekommen. Der „lange Atem aller Beteiligten“ – also bei Organisatoren und Läufern – führe „zu guten Erfolgen“ – nämlich der Hilfe für Bedürftige, das teilte nun die Sparkasse Merzig-Wadern mit.


Den Erlös, den die rund 600 Teilnehmer, der insgesamt 16. Auflage des Saarwiesenlaufes mit ihrer Startgebühr erbracht hatten, stockte die Sparkasse Merzig-Wadern auf 2500 Euro auf. Der Betrag wurde je zur Hälfte den gemeinnützigen Vereinen Bildung für Bolivien „Rabeas Traum“ und Elterninitiative krebskranker Kinder (EIkkK) im Saarland gespendet.

Vor einigen Tagen überreichte Frank Jakobs, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse, mit seinem Vorstandskollegen Wolfgang Fritz den symbolischen Spendenscheck an Rabea Lang (Rabeas Traum) und  Frank Gläser (EIkkK). Im Rahmen der Veranstaltung entschied man sich, auf Vorschlag des CEB-Vorsitzenden Gisbert Eisenbarth und des Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Frank Jakobs, sogar spontan dazu, den Betrag auf 3000 Euro aufzustocken. Jakobs war zufrieden mit der Teilnehmerzahl beim Saarwiesenlauf und brachte auch seine Freude zum Ausdruck, dass neben der sportlichen Herausforderung der helfende Gedanke so im Vordergrund steht. Vor allem die regelmäßigen Informationen die man per E-Mail bekomme beispielsweise aus Bolivien zeigen ihm, dass sowohl die sportlichen als auch die karitativen Anstrengungen einen Sinn haben. Er sagte an Rabea Lang gerichtet: „Schön, dass die Erfolge Ihrer Arbeit zu sehen sind! Seit 2002 sind wir jetzt ununterbrochen mit dabei, und in dieser Zeit haben wir die bemerkenswerte Summe von fast 40 000 Euro an Spendengeldern zusammen bekommen“. An der Fortsetzung der erfolgreichen Zusammenarbeit ließ er keinen Zweifel: „Ich sage zu, dass wir auch auf dem Weg zum 20. Saarwiesenlauf die dahinter stehende Idee unterstützen: nämlich für diejenigen da zu sein, bei denen das Schicksal zugeschlagen hat“.

Auch der Schirmherr, Landtagsabgeordneter Frank Wagner, zeigte sich erfreut über den Lauf: „Gerade als Bildungspolitiker bin ich an der Bildungsarbeit anderer Länder interessiert. Dass man darüber bei einem sportlichen Wettbewerb in unserer Region erfährt, macht auch den besonderen Reiz dieses Laufs aus.“

CEB-Vorsitzender Gisbert Eisenbarth dankte neben allen Helfern auch dem „Wettergott“ und hob die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten hervor: „Der Leichtathletikverein hat uns gelehrt, wie ein Lauf organisiert wird. Die Sparkasse hat Marketing und Power gebracht. Alles zusammen ist eine große Erfolgsgeschichte“. Und trotz großer Konkurrenzveranstaltungen am Veranstaltungstag kamen sehr viele Läufer nach Hilbringen; für die Zukunft sieht es gut aus. Rabea Lang, Gründerin der Schule „Unidad Educativa Monte Christo“ in Sucre, Bolivien, bedankte sich sehr für das nachhaltige Förderengagement aus Deutschland. „Ich bin immer noch froh, glücklich und motiviert und liebe das Land und seine Menschen“, so die engagierte Büschfelderin. Im April 2018 – die Schule wird dann zehn Jahre alt – kann sie bereits auf eine zehnjährige Erfolgsgeschichte zurückblicken. „Trotz vieler Widrigkeiten in Politik und Gesellschaft sind wir stolz darf, von einstmals 60 Schülern, mittlerweile 470 Schülern das Rüstzeug fürs Leben vermitteln zu können“, so Rabea Lang voller Begeisterung. „35 Lehrkräfte sind da, um Wissen, Toleranz und klassenübergreifendes Verständnis zu vermitteln.“



Auch Frank Gläser, Beauftragter der 1982 gegründeten Elterninitiative krebskranker Kinder, dankte allen Beteiligten, die mit ihrem Engagement und den Spenden, Kindern eine Freude machten. Er beschrieb eindringlich die Ausnahmesituation der Kinder und der Eltern, denen man sich ohne Vorbereitung im Falle einer Krebserkrankung stellen müsse. „Einem Kind auch in schweren Stunden ein Lächeln zu verschaffen, ist das größte Geschenk“. Gerade die finanziellen Belastungen im Krankheitsfall sind enorm. Da fehle es an Mitteln zum Kleider- oder Geschenkkauf. „Das Geld kommt somit an die richtige Adresse“, so Gläser abschließend.