| 20:32 Uhr

Särkover
Da staunten sogar die strammen Husaren aus Köln

Die Särkover Sisters gehören schon fest zum Programm und heizten der Menge mit ihren stimmungsvollen Hits ein. Tina Leistenschneider
Die Särkover Sisters gehören schon fest zum Programm und heizten der Menge mit ihren stimmungsvollen Hits ein. Tina Leistenschneider FOTO: Tina Leistenschneider
Hilbringen. „Die Rakete startet in drei…“: Die Zuschauer fangen an zu poltern…, „zwei…“: Das Getöse wird lauter… „eins!“ Der Saal bricht in tosenden Applaus aus und feiert die Tanzeinlage der Kindergarde „Gardeformation“. Von Tina Leistenschneider

Nach der Proklamation durch das Kinderprinzenpaar Lee-Marie I. und Denniz I. sowie des Prinzenpaares Nadja I. und Johannes I. ging die bunte Feier auch schon los.


 Ein strammes Programm hatten sich die Särkover wieder ausgesucht, aber darin hat der Verein mittlerweile Übung: Fünf mal elf Jahre Särkover Narrengilde zelebrieren die Hilbringer Narren in der Session 2017/2018 und zeigten, wie man eine ausgelassene Party schmeißt. Die Kindergarde „Tanzsternchen“ tanzte eingangs zu den Klängen von Disneys Eiskönigin und sorgte wider Erwarten für warme Herzen.

Bei einer Kappensitzung in der Schulturnhalle durften die Worte von Michael Hensgen als Hausmeister nicht fehlen: Er klagte gegen die angehobenen Gebühren der Kindergärten und meinte: „Wer kann sich bei den Preisen schon Kinder leisten?“ Leisten war das richtige Stichwort, denn eine weitere Beschwerde äußerte der bekennende Bierliebhaber in Richtung  Kreisstadt und deren Vorhaben, eine Landesgartenschau ausrichten zu wollen. „Für eine Landesgartenschau ist Geld da und dafür, eine Brücke zu bauen, aber dann schreiben Sie einen Brief an Frau Merkel, dass kein Geld da wäre?“, wunderte sich der Hausmeister.



 Nach feuchtfröhlichen Showeinlagen war Gisela, die Putzfrau, gefragt und tanzte prompt an. In ihrem schrillen Putzkleid mäkelte sie über die Kleiderwahl so mancher Frau und lobte dagegen den Modegeschmack homosexueller Männern: „Ob Männer die besseren Frauen sind?“, fragte sie. „Nur, bis sie krank sind“, antworte Gisela und sprach dabei ganz zeitgenössische Themen wie die Ehe für alle an. „Ein Kind braucht Liebe. Egal, ob von Mann und Frau“, erklärte die resolute Putzkraft und erntete großen Beifall für ihre Büttenrede.

Zwei besondere Gäste der Kölner Husaren hatten sich in Hilbringen eingefunden, um bei den Särkovern noch zu lernen, wie man richtig feiert. Denn wie Sitzungspräsident Daniel Bart mit einem Augenzwinkern verriet, leisten die beiden Entwicklungshilfe für den Kölner Karneval.

 Bei der Gesangseinlage der „Särkover Sisters“ standen sowohl Elferrat als auch das närrische Publikum auf den Stühlen und sangen aus vollem Hals die beliebten Party-Lieder mit. Sinnvolle Ratschläge erteilte der Neunmalkluge, und die Lehrerin Wahnsinn sorgte mit der Schülerin Heller für Lacher. Das Männerballett bewies, dass seine  Tanzeinlage mindestens genauso grazil wie die der Funkenmariechen ist, ehe zum Finale nochmal alle Gruppen einzogen.

Hausmeister Michael Hensgen erzählte  von den neuen Beschlüssen des Stadtrates.
Hausmeister Michael Hensgen erzählte von den neuen Beschlüssen des Stadtrates. FOTO: Tina Leistenschneider
Für diese Übung brauchen Funkenmariechen jahrelanges Training, viel Körperbeherrschung und Disziplin: Anna Lena Horf bewies, dass sich all das auszahlt. Foto: Tina Leistenschneider
Für diese Übung brauchen Funkenmariechen jahrelanges Training, viel Körperbeherrschung und Disziplin: Anna Lena Horf bewies, dass sich all das auszahlt. Foto: Tina Leistenschneider FOTO: Tina Leistenschneider
Mariechen, tanz! Louisa Warken überzeugte mit ihrer Tanzchoreografie und ließ das Publikum staunen. Foto: Tina Leistenschneider
Mariechen, tanz! Louisa Warken überzeugte mit ihrer Tanzchoreografie und ließ das Publikum staunen. Foto: Tina Leistenschneider FOTO: Tina Leistenschneider
Sichtlich erleichtert und erfreut genoss Louisa Warken ihren wohlverdienten Applaus. Foto: Tina Leistenschneider
Sichtlich erleichtert und erfreut genoss Louisa Warken ihren wohlverdienten Applaus. Foto: Tina Leistenschneider FOTO: Tina Leistenschneider