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Corona beeinflusste Geschäftsentwicklung der Sparkasse im ersten Quartal

Merzig : Starkes Jahr 2019 schafft guten Eigenkapital-Puffer

Wie verlief das erste Quartal 2020 für die Sparkasse?

Wie hat sich die Corona-Krise in der Geschäftsentwicklung der Sparkasse Merzig-Wadern niedergeschlagen? Dazu gab der Vorstandschef des Geld­instituts, Frank Jakobs, Auskunft. Betrachtet man das erste Quartal des Jahres 2020, so wirkte sich die im März bei uns angekommene Pandemie noch nicht dramatisch auf die gute Entwicklung der Sparkasse aus, die sich am Jahresende 2019 manifestiert hatte. So wuchs die Bilanzsumme zwischen dem 31. Dezember und dem 31. März um 17,36 Millionen oder 0,9 Prozent auf 1,918 Milliarden Euro an.

Das Kreditvolumen stieg um 19,6 Millionen Euro (plus 1,3 Prozent) auf 1,577 Milliarden Euro an – damit lag die Sparkasse im Grünen Kreis knapp unterm Durchschnitt der saarländischen Sparkassen. Zum Jahresende hatte die Sparkasse eine Zunahme an Kundenkrediten von 3,6 Prozent für das vergangene Jahr verzeichnet, was Vorstandschef Jakobs als „kräftiges Kreditgeschäft“ bewertete. Spürbar wurde die Corona-Situation in der deutlichen Zunahme der Kredit-Zusagen, die sich im ersten Quartal 2020 um 22,3 Prozent erhöhten. Wesentlich drastischer war diese Zunahme in der gesamten saarländischen Sparkassen-Organisation: Im Landesschnitt verzeichneten die Sparkassen über 40 Prozent mehr Kreditzusagen. Der Großteil dieser Darlehenszusagen bezog sich dabei auf öffentliche Haushalte, also die Kommunen – diese stiegen drastisch von 122 000 Euro im ersten Quartal 2019 auf fast 22,9 Millionen Euro zwischen Januar und März 2020. Weitaus weniger Darlehen wurden indes an Firmenkunden vergeben, im ersten Quartal 2020 waren das etwa 47,5 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Die Kundeneinlagen gingen leicht zurück, um 0,2 Prozent oder etwa drei Millionen Euro gegenüber Ende 2019 auf jetzt 1,473 Milliarden Euro. Allerdings war die Sparkasse auf diesem Terrain 2019 sehr erfolgreich gewesen, hatte bei den Kundeneinlagen ein Plus von 7,7 Prozent verbucht. Jakobs sprach angesichts dieses Ergebnisses von „starken Wachstumszahlen“, die ein Vertrauensbeweis der Sparkassenkunden seien.

Die Sparkasse konnte wegen des starken Ergebnisses 2019 ihr Eigenkapital um 4,2 Prozent oder knapp neun Millionen Euro auf mehr als 219 Millionen Euro aufstocken. Damit sieht sich Vorstandschef Jakobs gewappnet, die Herausforderungen und Turbulenzen durch die Pandemie zu bestehen: „Wir haben aufgrund einer jahrelang erfolgreichen Geschäftspolitik eine gute wirtschaftliche Eigenkapitalbasis geschaffen, die uns trotz Corona zuversichtlich in die Zukunft blicken lässt.“