| 20:51 Uhr

Merzig
CDU und SPD waren unsensibel

Diskussion Regler-Platz

Den Ausführungen von Herrn Beckinger in seiner Kolumne (SZ vom 25 August) zur Podiumsdiskussion um die Zukunft des Gustav-Regler-Platzes möchte ich teilweise widersprechen. Dass die Bürger sich lautstark und engagiert Gehör verschaffen mussen, ist leider dem unsensiblen Verhalten von SPD und CDU geschuldet.


Ich war selbst Teil der „johlenden Menge“, die sachlich und kompetent vorgetragene Argumente der BI-Anhänger beklatscht hat, und ich war auch Teil der „respektlosen Wutbürger“, die Herrn Bies vom Bauhof über eine halbe Stunde, ohne ihn zu unterbrechen, zugehört haben, obwohl mit ihm nur zehn Minuten Redezeit vereinbart waren. Ich habe, wie alle, einen älteren Herrn nicht unterbrochen, der ca. eine Minute zum Haus Sonnenwald abgeschweift ist, und ich unterstütze auch die Abschluss-Aussage von Herrn Kast, dass die Neugestaltung des Gustav-Regler-Platzes nur dann konstruktiv vorangetrieben werden kann, wenn die „Idee“ des Gebäudes endlich aus den Köpfen der Verantwortlichen verschwunden ist, auch wenn Herr Kast dabei im Eifer Abstimmung mit Beschluss verwechselt hat.

Gerade diejenigen, die einen respektvollen Umgang fordern, sollten sich davor hüten, Andersdenkende zu diskreditieren, wenn die richtigen Argumente fehlen.



Ulrike Scholtes, Merzig