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CDU Merzig wünscht weiteren Grenzübergang bei Waldwisse

Christdemokraten im Kreis fordern : Grenze bei Silwingen soll für Pendler geöffnet werden

Kreisverband setzt sich im Sinne der Grenzpendler für zusätzliche Kontrollstation ein.

In einem Schreiben an Saar-Ministerpräsident Tobias Hans und Bundesinnenminister Horst Seehofer hat der Merziger Bürgermeister und CDU-Kreisvorsitzende Marcus Hoffeld darum gebeten, den Grenzübergang für Pendler auch an der Grenze zwischen Silwingen und Waldwisse zu ermöglichen. „Es wäre sinnvoll, wenn auch diese Grenze personalisiert und täglich für Pendler geöffnet werden könnte“, erklärt Hoffeld gegenüber unserer Redaktion. Er begründet seinen Vorstoß mit praktischen Erwägungen: „Zwischen Perl und Überherrn gibt es derzeit keinen offenen Grenzübergang. Das entspricht einer Entfernung von 50 Kilometern.“ Zahlreiche Pendler, die in Frankreich leben und in Merzig und im Landkreis Merzig-Wadern arbeiten, müssten derzeit täglich große Umwege fahren, um zu ihrem Arbeitsplatz beziehungsweise nach Hause zu kommen. „Dies ist insbesondere für systemrelevante Berufe eine große Herausforderung, die zu der Arbeitsbelastung hinzukommt“, findet Hoffeld. Ein weiterer Kontrollpunkt in Silwingen würde den Pendlern das Leben erleichtern, die Umweltbelastungen minimieren und „wäre ein Mehrwert für die angrenzenden Landkreise Merzig-Wadern und Saarlouis“, ergänzt Philip Hoffmann, Vorstandsmitglied des CDU-Kreisverbandes. Hintergrund ist, dass seit der Grenzschließungen nur wenige Grenzübergänge legal passiert werden dürfen. Jeder, der einen anderen Grenzübergang benutzt, unabhängig davon, ob er gesperrt ist oder nicht, reist illegal nach Deutschland ein – eine Ordnungswidrigkeit, die mit einem Bußgeld geahndet werden kann. Das bedeutet einen enormen Umweg bei jeder Fahrt. Aus diesem Grund setzen sich die CDU-Vertreter für einen weiteren Grenzpunkt in Silwingen ein.

Diese Forderung unterstützt laut einer Mitteilung auch die CDU-Fraktion im Kreistag des Landkreises Merzig-Wadern. Zwar seien die temporär beschränkten Grenzübertrittsmöglichkeiten zu Frankreich und Luxemburg im Rahmen der Eindämmung der Corona-Pandemie nach Auffassung der CDU-Fraktion sachgerecht. Es müsse allerdings „gewährleistet sein, dass der tägliche Weg zur Arbeit für Grenzpendler zumutbar ist“.