CDU Merzig setzt auf Amtsinhaber Marcus Hoffeld bei Bürgermeisterwahl

Merzig : Marcus Hoffeld soll es wieder machen

Merziger CDU nominiert Amtsinhaber offiziell als Kandidaten für die Bürgermeisterwahl am 26. Mai.

Auf dem Weg zum Bürgerhaus Ballern knirschte bei frostigen Temperaturen der vereiste Schnee auf den Straßen. Das allerdings focht die Delegierten des CDU-Stadtverbandes Merzig nicht an. Offenbar folgten mehr als erwartet der Einladung, so dass noch weitere Tische in den Saal gebracht werden mussten. Begrüßt wurden alle vom Stadtverbands-Vorsitzenden Jürgen Auweiler, dessen sonores Stimmorgan ebenso für einen zügigen Ablauf dieser von Regularien nur so gespickten Tagesordnung sorgte, wie eine perfekt vorbereitete Kandidatenauswahl für die bevorstehenden Stadtrats- und Kreistagswahlen sowie für den zukünftigen Posten des Bürgermeisters. Wohl auch weil sich eine Fülle von Namen auf den vom CDU-Vorstand vorgeschlagenen Listen fand, erhob sich nicht ein Mal eine Hand, um einen Alternativvorschlag einzubringen. Außerdem sorgte Auweiler für einen zügigen Ablauf, indem er, während die Stimmzähler die abgegebenen Stimmzettel auswerteten, jeweils den nächsten Kandidaten zur Wahl stellte. Und wo es ihm – bei den hinteren Listenplätzen – angebracht erschien, ließ er gleich über mehrere Vorschläge en bloc abstimmen. Die ganze Organisation in Verbindung mit einer offenbar wohl durchdachten Vorbereitung trugen dazu bei, dass die ganze Veranstaltung innerhalb von nur rund zwei Stunden in Harmonie über die Bühne gebracht werden konnte.

Und als zum Schluss Marcus Hoffeld von den CDU-Delegierten einstimmig auf den Schild gehoben wurde, um seine nach Einschätzung seiner Parteifreunde erfolgreiche Arbeit als bisheriger Bürgermeister von Merzig auch in der nächsten Wahlperiode fortsetzen zu können, brandete lang anhaltender Beifall auf. Passend dazu leuchtete der offenbar zuversichtlich vorbereitete Schriftzug auf der Leinwand im Hintergrund auf: „Marcus Hoffeld macht’s – weiter erfolgreich für Merzig!“ Der wiederum bedankte sich für den klaren Vertrauensvorschuss seiner Parteifreunde.

Und ließ auch gleich seine Vorstellungen von den kommenden Aufgaben des neuen Bürgermeisters von Merzig folgen – sofern ihm neben den CDU-Delegierten bei den Wahlen im Mai auch die wahlberechtigten Bürger das politische Mandat dazu erteilen. Nicht ohne Stolz erinnerte Hoffeld daran, dass sich die Stadt seit seiner ersten Wahl im Jahr 2014 durchaus im Aufwind befinde. Man habe in diesen Jahren viele Investoren für Merzig gewinnen können, und auch die gestiegenen Übernachtungszahlen sprächen für eine wachsende Rolle der Kreisstadt im Tourismusgeschäft.

Stichwortartig umriss der Bürgermeister die Themenfelder, auf die er – sollte es mit der Wiederwahl klappen – seinen Fokus richten werde. So habe man in Merzig mit dem Gesundheitscampus die Rahmenbedingungen für den langfristigen Erhalt des Krankenhauses geschaffen. Neben der Gesundheitsvorsorge wolle er sich aber auch in anderen Bereichen wie der Wirtschaft (neues Gewerbegebiet) und dem Tourismus (neues Hotel öffnet schon bald mitten in der Stadt) auf den bisherigen Erfolgen nicht ausruhen.

„Stillstand ist Rückschritt“, mit diesem Schlagwort wolle er außerdem die in der Stadt zum Teil heftig geführte Diskussion um die zukünftige Gestaltung des Regler-Platzes mit einer einvernehmlichen Lösung beenden. Er bleibe dabei, dass es auf diesem Platz keine Bebauung geben werde. Ausdrücklich bedankte Hoffeld sich bei den engagierten Bürgern, die sich mit dem Rathaus bisher in der Sache hart, aber zugleich kompromissbereit gestritten haben.

Außerdem wolle er als neuer Bürgermeister dazu beitragen, dass in Zukunft neben der Kreisstadt insbesondere auch die Ortschaften mehr in den Fokus der Planungen rücken. So sollen den Bürgern dort jeweils attraktive Treffpunkte geschaffen werden. Weitere Ideen präsentierte er unter anderem bei der inneren Sicherheit („Wir brauchen mehr stadtpolizeiliche Kompetenz“) und mit dem Wunsch nach einer Entlastungsstraße sowie einer Bahnverbindung von Merzig nach Luxemburg. Ferner müsse bei der Bildung einiges geschehen: „Kitas und Schulen sollen mehr Nachmittagsbetreuung anbieten. Und für jedes Grundschulkind schwebt mir ein eigenes Schließfach vor.“

Um alle diese Wünsche demnächst umsetzen zu können, brauche die CDU aber ein gutes Wahlergebnis – auch für die Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich, „mit der ich gerne wie bisher erfolgreich zusammenarbeiten möchte“.

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