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Caritasverband startet Präventionsprojekt für Kinder von suchtbelasteten Eltern

Neues Präventions-Programm des Caritasverband Saar-Hochwald : „Wiesel“ hilft Kindern und Jugendlichen, wenn Eltern ein Suchtproblem haben

Der Caritasverband Saar-Hochwald startet mit einem Präventionsprojekt für Kinder von suchtbelasteten Eltern.

Der Caritasverband Saar-Hochwald hat vor kurzem ein Präventionsprojekt für Kinder und Jugendliche von suchtbelasteten Eltern anlaufen lassen. Das Projekt „Wiesel“ ist laut Mitteilung des Verbandes vor wenigen Wochen in den Landkreisen Merzig-Wadern und Saarlouis gestartet

Das Hilfsangebot richtet sich an Kinder und Jugendliche, bei denen ein oder auch beide Elternteile von Substanzmittelmissbrauch oder missbräuchlichem Konsum betroffen sind.

„Kinder aus suchtkranken Familien waren lange Zeit die ‚vergessenen Helden’. Sie versuchen sehr früh in einem ‚süchtigen System’ zu leben, zu funktionieren und das Thema nach außen zu verschweigen“, heißt es in einer Mitteilung des Caritasverbandes.

Darüber hinaus würden sie mit Alkohol-, Drogen- und Medikamentenmissbrauch und Glücksspielspielsucht im familiären Umfeld konfrontiert. Das Projekt Wiesel widmet sich der vorbeugenden Aufgabe, Kinder und Jugendliche zu stärken, zu fördern und zu helfen sich weiter zu entwickeln.

Dabei nehmen die Eltern nach Darstellung der Caritas eine wichtige Rolle im angestrebten Veränderungsprozess ein. „Wir freuen uns sehr, mit diesem Projekt die Präventionsarbeit im Bereich Suchterkrankungen in den Landkreisen Merzig-Wadern und Saarlouis ausbauen zu können“, erklärt Sara Kuhn, Bereichsleitung Beratung und Einrichtungen des Caritasverbandes Saar-Hochwald.

Das Angebot wird von Michelle Hein, zuvor bereits in der psychosozialen Beratung eingesetzt, sowie von Kerstin Hoffmann, bisher in der Migrationsberatung tätig, umgesetzt. Die Angebote von anderen Diensten des Caritasverbandes, wie beispielsweise die therapeutische Schülerhilfe oder die sozialpädagogische Familienhilfe, können hinzugezogen werden.

„Erst seit etwa zehn Jahren wird diese Behandlungsbedürftigkeit und das spezielle Angebot in die Beratung miteinbezogen“, teilt die Caritas weiter mit. Kindern und Jugendlichen, die lange in prekären Lebenssituationen leben und häufig lang andauernde Mangelerfahrungen sowohl im emotionalen Bereich als auch im Bereich des Verhaltens erlebt haben, sollen so entlastet werden. Auch Schulen oder die sozialpädagogische Familienhilfe können wichtige Hilfestellungen sein.

Die psychosoziale Beratungsstelle des Caritasverbandes Saar-Hochwald, mit den Beratungsstellen in Saarlouis, Merzig, Dillingen und Lebach, blickt nach eigener Darstellung auf eine lange Tradition in der Beratung und Behandlung von Personen mit Suchterkrankungen und deren Angehörigen zurück.

Dazu zählen auch Kinder und Jugendliche, die oftmals mit einbezogen werden und im Projekt Wiesel nun ihr eigenes Angebot an zwei Standorten erhalten.

Die Beratungsstellen in Merzig und Saarlouis kooperieren mit den Präventionsstellen der Landkreise Merzig-Wadern und Saarlouis.

Kontakt und weitere Informationen: Psychosoziale Beratungsstelle des Caritasverbandes Saar-Hochwald, in Merzig: Bahnhofstraße 47, 66663 Merzig, Tel. (0 68 61) 93 97 50, Mail: beratungszentrum@caritas-merzig.de; in Saarlouis: Lisdorfer Straße 13, 66740 Saarlouis, Tel. (0 68 31) 9 39 90, Mail: info@caritas-saar-hochwald.de