Brotdorf zittert, Wahlen jubelt

Verbandsligist FC Brotdorf braucht im Kampf um den Klassenverbleib fremde Hilfe.

"Wir haben es vorher verbockt. Ich bin ehrlich gesagt nicht davon ausgegangen, dass sich heute noch mal was ändert", sagte Klaus-Peter Schröder am Sonntag nach dem letztlich bedeutungslosen 3:0-Sieg des FC Brotdorf im letzten Heimspiel gegen den SV Karlsbrunn. Die Tore von Mohammed Kassim (40. und 66. Minute) sowie Heiko Bohne (74.) verhalfen nicht zu einem Sprung nach vorne. Vor dem Finale in der Fußball-Verbandsliga beim SC Großrosseln ist klar, dass der Vorjahresdritte vom Seffersbach den unsicheren 13. Tabellenplatz behalten wird - und damit wohl bis nach der Saison zittern muss. Ob Brotdorf nun doch noch Verbandsligist bleibt, entscheidet sich anhand der Entwicklung in anderen Ligen. Klar ist: Sollten zwei Mannschaften aus der Saarlandliga absteigen, was wiederum mit der Oberliga zusammenhängt, muss der FCB hoffen, dass der Zweite der Verbandsliga Südwest das Aufstiegsspiel gegen den Zweiten der Verbandsliga Nordost gewinnt. "Ein wenig Hoffnung bleibt noch, es wäre natürlich schön, wenn ich mich mit dem Ligaverbleib verabschieden könnte", sagte Schröder, der vor drei Wochen angekündigt hatte, nach drei Jahren als Spielertrainer aufzuhören.

Die letzte Hoffnung auf Platz zwölf zerstörte am Sonntag ausgerechnet Nico Portz, der Spielertrainer des Kreisrivalen SV Wahlen-Niederlosheim. Er traf in der vierten Minute der Nachspielzeit beim 1. FC Riegelsberg zum 3:2. Nach einem langen Freistoß von Fabian Minas köpfte Achim Müller den Ball zu Portz, der mit seinem 17. Saisontor den Sieg sicherte - und bei weiter fünf Zählern vor Brotdorf den vorzeitigen Ligaverbleib: "Für uns ist das wie eine Meisterschaft. Die Busfahrt nach Hause war schön", verriet Portz.

Eine schöne Heimreise erlebte auch die SG Perl-Besch nach dem 3:2-Coup beim Ligavierten FC Rastpfuhl. Dort feierte A-Jugend-Akteur Markus Schumacher ein Traumdebüt, der 18-Jährige traf fünf Minuten nach der Einwechslung zum Siegtor (87.). Zuvor hatte Daniel Repplinger für die überlegene und nun fünftplatzierte SG zwei Mal egalisiert (51./80.). Jetzt wollen die Moselaner im Heimabschluss mit der zweitplatzierten SG Saarlouis-Beaumarais den nächsten Favoriten ärgern. Der FC Reimsbach verpatzte mit dem 1:3 gegen den FSV Hemmersdorf den letzten Auftritt vor heimischen Fans, wurde vom Gegner in der Tabelle überholt und rutschte auf Platz sieben ab.

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