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Brotdorf siegt, doch der Traum platzt

Brotdorf siegt, doch der Traum platzt

Titel souverän verteidigt. Die Fußballer des FC Brotdorf haben mit einem 5:0-Sieg gegen Hemmersdorf das Hallenfußball-Turnier des SV Mettlach gewonnen. Das Team der Gastgeber war dagegen früh beim Duschen. Auch ansonsten gab es bei einigen Teams am vergangenen Wochenende lange Gesichter.

Turnier des SV Mettlach

Das ist bitter für Verbandsligist FC Brotdorf : Trotz eines Sieges beim Villeroy & Boch-Cup des SV Mettlach (47 Wertungspunkte) am Sonntag hat der FC keine Chance mehr, sich erstmals in der Vereinsgeschichte fürs Masters zu qualifizieren. Brotdorf besiegte in der Mettlacher Sporthalle im Finale den Ligakonkurrenten FSV Hemmersdorf klar mit 5:0, doch selbst bei einem weiteren Erfolg am letzten Turnierwochenende beim Turnier des SV Wahlen-Niederlosheim kann der FC nicht mehr genügend Punkte holen.

"Richtigen Frust schieben wir jetzt aber nicht", sagte FC-Spielertrainer Klaus-Peter Schröder. "Klar wären wir gerne mal beim Masters dabei gewesen. Aber insgesamt überwiegt die Freude, dass wir eine sehr gute Hallenrunde gespielt haben." Beim klaren Finalerfolg vor 550 Zuschauern traf Andrej Rupps zwei Mal, die weiteren Tore steuerten Christian Eppler, Tom Schreiner und der FSV mit einem Eigentor bei.

Vor dem Finale hatte sich Bezirksligist SG Scheiden-Mitlosheim überraschend Platz drei gesichert. Die SG bezwang im kleinen Finale Verbandsligist Wahlen-Niederlosheim mit 5:3. Nachdem Scheiden mit 1:3 hinten gelegen hatte trafen Nikolas Jäger und Daniel Brust jeweils doppelt für den Bezirksligisten und machten so die Überraschung perfekt. Die Spieler des gastgebenden Saarlandligisten SV Mettlach waren zu diesem Zeitpunkt bereits unter der Dusche. Sie hatten im Viertelfinale mit 4:6 gegen den FSV Hemmersdorf verloren und damit ihre letzte theoretische Masters-Chance verspielt.

Turnier des SV Hülzweiler

Der Final-Fluch des Fußball-Saarlandligisten VfB Dillingen in der Hallenrunde geht weiter. Beim Orthopädie-Altmeyer-Cup des SV Hülzweiler (62 Wertungspunkte) standen die Hüttenstädter am Sonntag zum fünften Mal in diesem Winter im Endspiel eines Masters-Qualifikations-Turniers, zum fünften Mal gab es eine Niederlage. Dillingen zog gegen den Ligakonkurrenten SF Köllerbach mit 2:3 nach Verlängerung den Kürzeren. "Das ist schon brutal, zumal es wieder so knapp war", meinte VfB-Kapitän Jannik Theobald kopfschüttelnd. Matthias Krauß und Hassan Srour hatten den VfB mit ihren Treffern nach einem 0:2-Rückstand in die Extraspielzeit gerettet. Dort gelang dann aber Köllerbachs Winterneuzugang Jerry Laloe der Siegtreffer. Während die Sportfreunde am 27. Geburtstag von Spielertrainer Robin Vogtland feierten, schlichen die Dillinger enttäuscht Richtung Kabinen. "Eine Chance haben wir ja noch, ein Turnier zu gewinnen", gab sich Theobald aber auch gleich wieder kämpferisch. Am Wochenende spielt der VfB beim Turnier des SSV Pachten. Dort muss Dillingen noch punkten - sonst wird es nichts mit der ersten Masters-Teilnahme seit 1997.

Bessere Chancen als Dillingen hat Finalgegner Köllerbach. Die Sportfreunde rückten auf Rang vier der Tabelle vor. Köllerbach hatte unter anderem im Halbfinale Masters-Sieger FV Diefflen mit 3:2 bezwungen. Dillingen hatte sich im zweiten Semi-Finale mit 7:4 nach Verlängerung gegen Verbandsligist SC Reisbach durchgesetzt. Reisbach verlor anschließend auch das Spiel um Platz drei (3:8 gegen Diefflen). Rund 800 Zuschauer kamen zu dem Turnier in der Schwalbacher Jahnsporthalle.

Turnier der DJK Ballweiler-Wecklingen

Yannik Jungfleisch hat dafür gesorgt, dass Saarlandligist SV Bübingen noch ein kleines Fünkchen Hoffnung hat, beim Mastersfinale in der Saarbrücker Saarlandhalle (5. Februar) mit dabei zu sein. Jungfleisch erzielte beim Turnier der DJK Ballweiler-Wecklingen mit einem Zehnmeter den Bübinger 2:1-Siegtreffer im Finale gegen Verbandsligist SV Rohrbach. Durch die 24,50 Punkte, die der SVB bei dem Turnier einheimste, kletterte der Saarlandligist auf Rang 13 der Qualifikations-Wertung. Mit einem Sieg beim Turnier des Lokalrivalen Auersmacher könnten die Blau-Weißen noch auf den Masters-Zug aufspringen. Trainer Martin Peter ist aber skeptisch: "In Auersmacher sind eine Menge Teams mit richtig Qualität dabei. Da wird's verdammt schwer."

Rang drei beim eigenen Turnier sicherte sich Verbandsligist SG Ballweiler-Wecklingen-Wolfersheim durch ein spektakuläres 9:6 im kleinen Finale gegen Ligakonkurrent SG Schiffweiler-Landsweiler. Das Turnier sahen 600 Zuschauer.

Turnier der DJK Bildstock

Mexhid Kadrija von Fußball-Saarlandligist Spvgg. Quierschied strahlte bei der Siegerehrung des Masters-Qualifikationsturniers der DJK Bildstock (57 Wertungspunkte) zufrieden - und das, obwohl sein Team das Endspiel gegen Oberligist FC Hertha Wiesbach mit 1:3 verloren hatte. "Wir wollten unbedingt ins Finale - und das ist uns gelungen", erklärte der 27-Jährige. Quierschied brauchte im Rennen um einen Masters-Qualifikationsplatz bei diesem Turnier dringend noch Punkte. Denn im Gegensatz zur Konkurrenz, die noch zumindest einmal in der Halle kickt, war es für die Sportvereinigung der letzte Hallenauftritt in diesem Winter. "Ich bin optimistisch, dass die 85,25 Punkte, die wir jetzt haben, reichen", sagte Kadrija. Als die Ergebnisse der anderen Turniere aber eintrudelten, wurden die Gesichter der Quierschieder immer länger. Da die Konkurrenz fleißig punktete, muss die Spvgg. nun doch um die Masters-Teilnahme zittern.

Lange Gesichter gab es auch beim SV Auersmacher, der nur Vierter wurde. Nach einer Halbfinal-Pleite gegen Wiesbach (2:3) verlor der SV das Spiel um Platz drei gegen Lebach-Landsweiler mit 2:7. "Was soll ich sagen? Wir sind riesig enttäuscht", gab SVA-Akteur Lucas Hector, Bruder von Nationalspieler Jonas Hector, zu. Um beim Finale dabei zu sein, muss Auersmacher das am Wochenende stattfindende Heimturnier gewinnen - und selbst dann könnte es nicht reichen.

Strahlende Gesichter gab es dagegen bei Wiesbach. Durch den Turniersieg kletterte die Hertha auf Rang drei der Qualifikationstabelle. Das Turnier sahen 600 Zuschauer.

Turnier des TuS Hirstein & SV Furschweiler

Fernando da Silva Carl war der große Pechvogel des SV Hasborn im Finale des Kreispokals der "Unsere Volksbank St. Wendeler Land" in der Namborner Liebenburghalle (34 Wertungspunkte). Da Silva Carl verschoss im Endspiel gegen den Lokal- und Saarlandliga-Rivalen VfL Primstal den entscheidenden Strafstoß im Siebenmeterschießen. Millimeter gaben den Ausschlag, da Silva Carl traf die Latte. So gewann Primstal mit 10:9. "Dass ausgerechnet Fernando verschossen hat, war bitter, er war vorher einer der besten Spieler des Turniers", meinte Hasborns Spielertrainer Mathäus Gornik kopfschüttelnd.

Im Endspiel, das Primstal unbedingt gewinnen musste, um seine Chancen auf die Masters-Qualifikation zu wahren, hatte Hasborn dem Rivalen zuvor einen packenden Kampf geliefert. André Mittermüller hatte den SV mit 1:0 in Führung gebracht. Der VfL drehte danach die Partie und ging durch einen Doppelpack von Tobias Scherer 2:1 in Führung. Nikolas Küss rettete Hasborn dann mit seinem 2:2 ins Siebenmeterschießen. "Der Sieg war extrem wichtig für uns, um unsere Masters-Chancen zu wahren", meinte VfL-Mittelfeldspieler Steffen Haupenthal. Er war beim Erfolg seines Teams allerdings nur Zuschauer. Denn der 24-Jährige zog sich beim Turnier des SV Limbach-Dorf einen Bänderriss zu und fällt acht Wochen aus. Zu dem Turnier kamen 565 Zuschauer.

Turnier von Borussia Neunkirchen

Saarlandligist SC Halberg Brebach hat etwas überraschend den Titel beim Turnier von Borussia Neunkirchen (59 Wertungspunkte) in der Ohlenbachhalle von Wiebelskirchen geholt. Der SC kam im Finale zu einem klaren 4:0-Erfolg über den Ligarivalen TuS Steinbach. Zwei der eigentlichen Siegfavoriten hatten sich zuvor bereits im Spiel um Platz drei gegenübergestanden. Dieses gewann Oberligist SV Röchling Völklingen gegen die gastgebenden Borussen mit 4:3. Neunkirchen war zuvor in der Vorschlussrunde mit 2:3 an Steinbach gescheitert.

Völklingen zog im Semifinale mit 7:8 nach Siebenmeterschießen gegen Brebach den Kürzeren. Und dieses Halbfinal-Aus könnte für Röchling noch ganz bitter werden. Denn die Hüttenstädter, die eigentlich die Masters-Qualifikation schon so gut wie sicher in der Tasche hatten, fielen in der Masters-Tabelle auf Rang sechs zurück. Bereits in der Zwischenrunde war beim Borussen-Turnier übrigens der Führende der Masters-Qualifikationswertung, der SV Saar 05, gescheitert. Zu dem Turnier am Samstag und Sonntag in Wiebelskirchen kamen nur rund 270 Zuschauer.

Turnier des SV Bexbach

 Dillingen bleibt vom Pech verfolgt: Matthias Krauß (rechts) verschoss im Finale des Hülzweiler Turniers gegen Köllerbach kurz vor Spielende einen Strafstoß und vergab so die Chance zum Ausgleich. Es war bereits die fünfte Finalniederlage des VfB. Foto: Ruppenthal
Dillingen bleibt vom Pech verfolgt: Matthias Krauß (rechts) verschoss im Finale des Hülzweiler Turniers gegen Köllerbach kurz vor Spielende einen Strafstoß und vergab so die Chance zum Ausgleich. Es war bereits die fünfte Finalniederlage des VfB. Foto: Ruppenthal Foto: Ruppenthal

Landesliga-Tabellenführer FSV Jägersburg II hat sich den Sieg beim Volksbank-Saarpfalz-Cup des SV Bexbach (23 Wertungspunkte) geschnappt. Die Oberliga-Reserve setzte sich im Endspiel mit 4:1 gegen Bezirksligist SV Altstadt durch. Jägersburg war mit einer Mischung aus Spielern des Oberliga- und des Landesliga-Teams angetreten und hatte sich zuvor durch ein klares 6:0 gegen Ligakonkurrent ASV Kleinottweiler fürs Endspiel qualifiziert. Altstadt hatte sich im zweiten Spiel der Vorschlussrunde mit 1:0 gegen Bezirksligist SV Niederbexbach durchgesetzt. Das Turnier sahen 300 Zuschauer.