Braucht Merzig bald Neubauten für Flüchtlinge?

Braucht Merzig bald Neubauten für Flüchtlinge?

Mindestens 370 Flüchtlinge sollen bis Ende in der Kreisstadt leben. Von dieser Zahl gehen die Verantwortlichen im Rathaus aus. Um den Menschen eine Bleibe bieten zu können, werde über Neubauten nachgedacht.

Die Zahl der Flüchtlinge steigt in Merzig weiter an. Bisher hat die Kreisstadt insgesamt 220 Flüchtlinge aufgenommen. Noch bis Ende dieses Jahres werden mindestens 150 weitere Asylbewerber erwartet. Das teilte der Stadtpressesprecher Thomas Klein auf SZ-Anfrage mit.

Große Hilfsbereitschaft

Derzeit sei Merzig noch gut gewappnet. Städtische Mitarbeiter und viele Ehrenamtliche würden den Flüchtlingen helfen, sich hier zu Hause zu fühlen. "Wir versuchen die Menschen zu integrieren", sagte Klein der SZ.

Die Bereitschaft der Bevölkerung sei sehr groß, sodass viele auch Wohnraum für die Neuankömmlinge zur Verfügung stellen würden, so Klein. Der Bedarf könne aktuell noch gedeckt werden. Man versuche, die Flüchtlinge gleichmäßig in der Kreisstadt zu verteilen. "Das gelingt aber nicht immer", verriet Klein. Im Moment seien in den größeren Stadtteilen mehr Flüchtlinge untergebracht. Die Stadtverwaltung geht jedoch davon aus, dass sich dies in den nächsten Wochen etwas angleichen wird.

Keine Zentren schaffen

Derzeit sind die Flüchtlinge in Einzimmerappartements aber auch in größeren Wohnungen, die für mehrere Personen ausgelegt sind, untergebracht. Doch das könne auch bald anders aussehen. "Der zur Verfügung stehende Wohnraum ist auf Dauer begrenzt, sodass wir über die Errichtung von Neubauten nachdenken", teilte Klein mit. Im gesamten Stadtgebiet wird nach Kleins Angaben noch Wohnraum gesucht und benötigt. Es gebe noch relativ viele Angebote für Wohnungen und Häuser, die nach und nach abgearbeitet werden müssen. Ob, wie und wo Neubauten entstehen, sei noch nicht abschließend geklärt.

Man wolle aber definitiv keine großen Zentren für Flüchtlinge schaffen. "Dies wäre auch kontraproduktiv mit Blick auf eine Integration dieser Menschen", erläuterte Klein.