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Brandt-gefährlich: Julian lässt Brotdorf durchatmen

Der Wahlener Nicolas Schmitt (links) fährt hier dem Perler Yannic Sünder in die Parade. Das Derby vor 300 Zuschauern endete mit einem 0:0.Foto: rup
Der Wahlener Nicolas Schmitt (links) fährt hier dem Perler Yannic Sünder in die Parade. Das Derby vor 300 Zuschauern endete mit einem 0:0.Foto: rup FOTO: rup
Merzig-Wadern. Verbandsligist Brotdorf feiert ersten Punktgewinn seit dem Winter. Derby zwischen Wahlen und Perl endet 0:0, Reimsbach verliert. David Benedyczuk

"Wir müssen es als einen Anfang sehen", sagte Klaus-Peter Schröder, der Spielertrainer des Fußball-Verbandsligisten FC Brotdorf, nach dem Heimspiel gegen Aufsteiger SC Reisbach. Auch im fünften Auftritt des Jahres reichte es für das Team vom Seffersbach nicht zum Sieg. Doch mit dem 1:1 am Sonntag vor 200 Zuschauern holte Brotdorf nach vier Niederlagen zumindest den ersten Punkt nach dem Winter.


Dass es dazu kam, nachdem die Gäste erst in der 77. Minute durch Christian Houy in Führung gegangen waren, lag an einem jungen Einwechselspieler: Julian Brandt (19) kam nach dem 0:1 ins Spiel, nur elf Minuten später stach der Joker, als er nach einer Kopfballvorlage von Stephan Jager freie Fahrt hatte und zum späten 1:1 einschob (89.). "So gesehen war es ein gewonnener Punkt", sagte Schröder, dessen Elf vor dem Spiel bei Schlusslicht SSV Pachten am kommenden Sonntag, 15 Uhr, mit 24 Punkten auf dem unsicheren 13. Platz bleibt. Die Gastgeber überzeugten kämpferisch, taten sich offensiv jedoch schwer. Die beste Chance vergab Andrej Rupps vor der Pause (40. Minute).

Viele Chancen hatte auch das Kreisduell des SV Wahlen-Niederlosheim mit der SG Perl-Besch nicht zu bieten - und Tore sollte es vor 300 Zuschauern schon gar nicht geben. "Vor der Pause hatten wir die besseren Chancen. Aufgrund der zweiten Hälfte, in der Perl stärker wurde, geht das 0:0 aber in Ordnung", sagte SVW-Co-Trainer Fabian Gimler, der seine Fußballschuhe wegen eines kaputten Knies mit nur 26 Jahren an den Nagel hängen musste. Wahlens Kapitän David Schommer zielte nach einer Viertelstunde in guter Position links daneben, kurz darauf lupfte Kai Kautenburger rechts am Tor vorbei und ließ dabei den einschussbereiten Spielführer links liegen.

Nach der Pause gab es je eine Rettungstat auf beiden Torlinien, viel mehr passierte nicht. Perl-Besch wahrte damit als Achter sein Neun-Punkte-Polster auf die Abstiegszone. Wahlen ist einen Zähler vor Brotdorf Zwölfter und gleichauf mit Rehlingen-Fremersdorf, wo am Sonntag (15.30 Uhr) ein wichtiges Spiel wartet.

Ein solches hat der 1. FC Reimsbach schon am Samstag (16 Uhr) beim Ligazweiten SG Saarlouis-Beaumarais. Nach der 0:2-Heimpleite gegen den FC Rastpfuhl und nun sieben Punkten Rückstand zum nächsten Gegner dürfte es im Relegations-Rennen Reimsbachs letzte Chance sein.



Gegen Rastpfuhl, mit nun zehn Siegen in elf Spielen das beste Auswärtsteam der Liga, war auch Pech dabei: Zwei Tore von Osman Gök (25.) und Tobias Kochems (75.) wurden wegen Abseits aberkannt. "Zumindest strittig", fand Reimsbachs Trainer Marco Buchheit die Entscheidungen. Die Rote Karte (73.) für den Reimsbacher Kapitän Michael Magard nach eher harmlosem Beinstellen im Mittelfeld war ihm schlicht "unbegreiflich". Christoph Müller hatte Rastpfuhl in Führung gebracht (33.), kurz nach dem Platzverweis für Magard machte Calogero Raia mit dem 2:0 für die Gäste alles klar (77.).