Blickfang in der Osterzeit

Für einen gelungenen Blickfang sorgen derzeit am Eisborn in Brotdorf zwei große leuchtende Kerzen sowie ein Osternest. Verantwortlich für die Aktion zeichnete der örtliche Obst- und Gartenbauverein zusammen mit Ortsvorsteher Torsten Rehlinger. Auch einige Sponsoren beteiligten sich.

"Wenn das kein echter Blickfang zur Osterzeit ist", merkt Ortsvorsteher Torsten Rehlinger beim Ortstermin am Ostersamstag direkt am Eisborn an. Mit Freude hat er im Beisein der Anwohner Werner Bies und Gaston Klein die ersten Kerzen als Osterlichter "angezündet".

Für diese echte Überraschung hat der Obst- und Gartenbauverein Brotdorf gesorgt: Dank der Idee und Bemühungen von Klaus Massem und Hans Rehlinger in Zusammenarbeit mit Ortsvorsteher Torsten Rehlinger schritt man schnell zur Tat. Auch waren mit Konrad Bauer von der Firma Dekoba, dem Raiffeisenmarkt Brotdorf und der Gärtnerei Schuster aus Besseringen einige Sponsoren gefunden, so dass die Aktion durchgeführt werden konnte, ohne die Stadtkasse zu belasten.

Gruß an die Brotdorfer

Am alten Brunnen in der Straße "Am Eisborn" (Ecke Bach- und Klinkerstraße) und auf dem Parkplatz unterhalb der Kirche an der Hausbacher Straße/Brühlstraße sorgen jeweils zwei überdimensionale leuchtende Kerzen und ein Osternest nicht nur für einen gelungenen Blickfang, sondern auch für die Ostergrüße an die Brotdorfer Bürger und ihre Gäste.

Hintergrund: Während der Parkplatz unterhalb der Kirche neueren Datums ist, handelt es sich beim Eisborn um einen geschichtsträchtigen Brotdorfer Ort. Der "Eisborn" (aus dem Indo-Germanischen: "ais" für schnell fließen und "born" für Quelle) wurde bereits im 16. Jahrhundert als Viehtränke erbaut und 1953 umgestaltet. Auch in jüngster Zeit erfuhr der Brunnen eine Sanierung, insbesondere durch das Engagement des Obst- und Gartenbauvereins mit ihrem Vorsitzenden Klaus Massem, so dass heute das Wasser wieder kräftig sprudelt.

Wesentlich bestimmend für die Entstehung des heutigen Merziger Stadtteils Brotdorf waren die vorhandenen Quellen. Diese gewährleisteten über Jahrhunderte hinweg die Wasserversorgung des Ortes. Zunächst bestand der "Bour" nur aus einem über der Quelle errichteten Holztrog mit einem einfachen Ablauf. Später erhielt der Brunnen eine steinerne Fassung und wurde umzäunt.

Neben der Trinkwasser-Versorgung der Menschen im Dorf diente der gemeinschaftliche Brunnen auch als Viehtränke und zum Wäschewaschen. An diesem wichtigen Ort trafen sich täglich die Bewohner, sie konnten hier plaudern und Neuigkeiten austauschen.