Leserbrief: Bitte mehr Transparenz

Leserbrief : Bitte mehr Transparenz

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Ich erkenne in der Diskussion um die Umgestaltung des Gustav-Regler-Platzes ein Muster, das man bei vielen Projekten der Stadt in der Vergangenheit erkennen konnte: Über die Zeitung oder das Amtsblatt werden Pläne veröffentlicht, diese sorgen für großen Unmut bei den Bürgern, es regt sich Widerstand, man rudert zurück. Die Verfahren im Vorfeld und auch im weiteren Verlauf sind dabei intransparent und unübersichtlich.

Warum dreht man diesen Ablauf nicht um und gibt zuerst der Bevölkerung die Möglichkeit, sich zu äußern, bevor man Pläne erstellen lässt? Möglichkeiten gäbe es genug: Bürgerversammlungen, Einbezug von sozialen Medien, von mir aus ein klassisches schwarzes Brett mit Infos und daneben ein Briefkasten für Ideen mitten in der Fußgängerzone, usw.

Muss denn dergleiche Fehler immer und immer wieder begangen werden? Statt den Leuten das Gefühl zu geben, ihre Heimat aktiv gestalten zu können, wird man immer wieder vor vollendete Tatsachen gestellt und nur durch Protest kann man daran noch etwas ändern.

Ich wünsche mir mehr Transparenz. Ich möchte wissen, welche Projekte in meiner Stadt anstehen. Und ich möchte die Möglichkeit haben, diese von Anfang an mitgestalten zu können. Ich möchte, dass die von mir gewählten Vertreter im Stadtrat in meinem Sinne Entscheidungen treffen. Aber woher sollen die denn wissen, was mein Sinn ist, wenn sie mir nicht die Möglichkeite geben, mich mitzuteilen? Wo soll Bürgertbeteiligung denn stattfinden, wenn micht auf lokalpolitischer Ebene? Überall wird über steigende Politikverdrossenheit diskutiert. Dabei wäre es so einfach, den Bürgern Mitgestaltungsmöglichkeiten zu geben, und dann, da bin ich sicher, gäbe es auch weniger Verdruss.