BI fordert mehr Verkehrssicherheit auf Umleitung am Pellinger Tunnel

Umleitung : Gesperrter Pellinger Tunnel – Bürgerinitiative fordert mehr Verkehrssicherheit

Auch am Wochenende sorgte die Vollsperrung des Tunnels Pellinger Berg an der A 8 wieder für Verkehrsbehinderungen auf der Umleitungsstrecke, der Landstraße 170.

So behinderte beispielsweise am Samstag ein defekter Lastwagen bei Wehingen den Verkehrsfluss und verursachte einen längeren Stau.

Angesichts der Situation auf der Umleitungsstrecke macht sich die Bürgerinitiative (BI), die sich 2009 aus Protest gegen eine komplette Sperrung des Autobahntunnels gegründet hatte, für mehr Verkehrssicherheit auf der L 170 stark. Diese führt unter anderem durch die Ortschaften Wellingen, Wehingen, Tünsdorf, Büschdorf und Eft-Hellendorf. Überall in diesen Ortschaften müssten an normalen Werktagen Kinder frühmorgens die Straße überqueren, um zu ihrem Schulbus zu gelangen, erklärt Kurt Robinius, der Vorsitzende und Sprecher der BI, gegenüber der SZ. Dies sei bei den Verkehrsverhältnissen, wie sie seit der unvermittelten und kurzfristigen Vollsperrung am Mittwoch herrschen, ein lebensgefährliches bis unmögliches Unterfangen.

Denn nur in den wenigsten dieser Ortschaften gebe es einen Zebrastreifen, geschweige denn eine Fußgängerampel, die Passanten das weniger riskante Überqueren der Straße ermöglichen. Auch für ältere Menschen, die auf die andere Straßenseite wollen, stelle sich die Situation aktuell sehr gefährlich dar, sagt Robinius. „Muss denn erst ein Fußgänger angefahren werden, ehe etwas geschieht?“, kritisiert der BI-Vorsitzende. Aus Sicht der BI müssten in den Ortschaften entlang der L 170 fest installierte Fußgängerampeln errichtet werden, auch stationäre Blitzer gehören zum Forderungskatalog der BI. Er sieht Verkehrsministerin Anke Rehlinger in der Pflicht, denn die habe 2015 der BI zugesagt, dass es künftig bei Baustellen oder sonstigen Problemen auf der A8-Strecke durch den Tunnel dort einen gegenläufigen Verkehr in einer der beiden Tunnelröhren geben solle und eine länger dauernde Vollsperrung, so wie sie jetzt vollzogen worden sei, nach Möglichkeit nicht mehr praktiziert werden solle.

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