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Merzig
Rehlinger möchte Ganztagsschule

 Bürgermeisterkandidat Christoph Rehlinger (SPD)
Bürgermeisterkandidat Christoph Rehlinger (SPD) FOTO: Christoph Rehlinger / Eva Hartmann
Merzig. Der Bürgermeister-Kandidat will Merzig als Bildungsstandort stärken.

Mit einem Drei-Punkte-Plan will SPD-Bürgermeisterkandidat Christoph Rehlinger der Kreisstadt Merzig eine neue bildungspolitische Ausrichtung geben. „Wir brauchen eine Bildungsoffensive, um unsere Bedeutung als Bildungsstandort deutlicher zu profilieren. Handeln wir nicht, verlieren wir den Anschluss“, warnt Rehlinger.


Der Grundstein der Bildungsoffensive soll die Einrichtung einer echten Ganztagsschule in der Kreisstadt Merzig sein. „Der echte Ganztag entwickelt sich im ganzen Saarland zu einer der gefragtesten Schulformen. Wo es eine echte Ganztagsschule gibt, die weit über die freiwillige Nachmittagsbetreuung hinausgeht, sprechen die Anmeldezahlen klar für sich“, betont Rehlinger.

Die Vorteile dieser Schulform will er auch für Merzig nutzen. Dies würde seinen Worten nach nicht nur das Profil als Bildungsstandort stärken, sondern die Kreisstadt auch für Familien mit Kindern attraktiver machen.



In der Halbierung der Kita-Beiträge bis 2022 über den Saarlandpakt sieht Rehlinger einen ersten Schritt auf dem Weg zur Verwirklichung der sozialdemokratischen Forderung, dass Bildung nicht vom Einkommen der Eltern abhängig sein darf. Die SPD dürfe nach Ansicht von Rehlinger aber nicht da stehen bleiben. „Die Halbierung darf nur ein Zwischenziel sein“, führt der Bürgermeisterkandidat weiter aus. „Wo sich weitere Spielräume im städtischen Haushalt ergeben, werden wir sie als SPD nutzen und uns auf landespolitischer Ebene weiter für die Beitragsfreiheit einsetzen.“

Die derzeitige Entlastungswirkung durch die Merziger Familienkarte soll dabei fortgeschrieben werden. Außerdem müssen, wie Rehlinger betont, die Bildungseinrichtungen auf Vordermann gebracht werden und zwar sowohl in der Kernstadt als auch in den Stadtteilen. Alle Stadtteile hätten seinen Worten nach mehr Geld für dringende Reparaturen nötig. Die dafür notwendigen Finanzmittel sollen nach Vorstellung von Rehlinger aus dem Saarlandpakt aufgebracht werden.

Die bildungspolitische Offensive wollen Rehlinger und die SPD mit dem Ziel verbinden, in Merzig mehr Aufmerksamkeit den Familien zu widmen. Künftige Entscheidungen im Rat sollen ihrer Meinung nach immer unter dem Aspekt der Familienfreundlichkeit diskutiert und entschieden werden. „Wir müssen schließlich immer mitbedenken, was unsere Entscheidungen für die Familien bedeuten“, so Rehlinger abschließend.

(tth)