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Beim „Selbstbestimmten Wohnen“ sind helfende Hände nicht fern

Beim „Selbstbestimmten Wohnen“ sind helfende Hände nicht fern

Über alternative Wohnformen für Menschen mit Behinderung informierte die Lebenshilfe Merzig-Wadern vor kurzem im Pumpenhaus am Naturbad Heilborn in Merzig .

Zuerst stellten Daniel Reinert und Sibylle Totzauer den Fachdienst "Selbstbestimmtes Wohnen" der Lebenshilfe Merzig und St. Wendel vor: "Mit dem Selbstbestimmte Wohnen können erwachsene Menschen mit Behinderungen in ihrer eigenen Wohnung weitgehend selbstständig leben", erläuterte Reinert. "Die Betreuer helfen beim Einrichten der Wohnung, beim Einkaufen, beim Kochen, beim Waschen und Bügeln", ergänzte Totzauer. Danach berichteten Ralph Schneider, Geschäftsführer der Lebenshilfe Völklingen, und seine Mitarbeiterin Juliane Kästner über ihre Wohngemeinschaften für mehrfach schwerstbehinderte Menschen in Völklingen und Püttlingen.

Höhepunkt der Veranstaltung waren die Erfahrungsberichte der Bewohner: Thomas und Michael, die eine gemeinsame Wohnung in Merzig bewohnen, sowie Dennis aus einer Wohngemeinschaft in St. Wendel berichteten den Gästen aus ihrem Alltag in den eigenen vier Wänden. Schnell fiel den Zuhörern auf: Die Beschreibungen des Alltags der Bewohner war kaum von dem Alltag nichtbehinderter Menschen zu unterscheidenden.

Die Vorsitzende Rosi Gruhn sah das Ziel der Veranstaltung erreicht: "Wir wollten aufzeigen, wie behinderte Menschen selbstständig durch den Alltag kommen können."