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Beim DRK Schwemlingen standen die Leute zum Blutspenden Schlange

Kostenpflichtiger Inhalt: Schwemlingen : Lange Schlangen vor der Saargauhalle

Blutspenden ist auch in gerade in Zeiten von Corona extrem wichtig. Und viele Erst- und Mehrfachspender folgen den Aufrufen des Roten Kreuzes – so auch kürzlich in Schwemlingen.

Wer kürzlich beim Blutspendetermin des Ortsvereins Schwemlingen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in der Saargauhalle Blut spenden wollte, musste etwas Geduld mitbringen. Je nach Andrang mussten die Blutspender knapp eine halbe Stunde draußen warten, wobei nicht jeder rein durfte: „Leider mussten wir eine große Anzahl von Leuten aufgrund der Sicherheits- und Hygienevorschriften abweisen“, sagt Thomas Streit, Vorsitzender der DRK-Ortsgruppe Schwemlingen, und betont: „Dafür bitten wir bei allen um Verständnis. Auch für die Unannehmlichkeit, draußen in der Kälte warten zu müssen.“

Ungefähr 35 Personen konnten laut Streit an diesem Tag nicht spenden, weil sie entweder in den letzten vier Wochen in Frankreich oder Luxemburg waren, nicht in der Kälte warten konnten oder eine erhöhte Körpertemperatur hatten. „Die Gesamtumstände lassen aber keine andere Vorgehensweise zu“, sagt er weiter.

Insgesamt 107 Menschen hätten am Montag ihr Blut gespendet, erzählt er, „davon 23 Erstspender. Ein schöner Erfolg der Bemühungen und Aufrufe.“ Insbesondere die Zahl der Erstspender sei hoch. Einer von ihnen ist auch Marc Georg. Der Fußballer vom SV Schwemlingen-Ballern wollte eigentlich mit zehn weiteren Kickern zusammen spenden kommen. Weil die aber vorher noch in Luxemburg waren, durften sie an diesem Montag kein Blut geben. Stattdessen überreichten sie Thomas Streit noch eine Spende in Höhe von 270 Euro. Stellvertretend für den Verein hält Georg die Stellung und will spenden – zum ersten Mal: „Weil ich Gutes tun und helfen will“, sagt er, für ihn sei das „selbstverständlich“.

Zum ersten Mal dabei war auch Nina Meißner. Ihr war es wichtig, nach dem Aufruf und wegen Corona spenden zu gehen, „weil man damit Leben retten kann“. Wie es für sie war? „Ich habe es mir schlimmer vorgestellt“, erzählt Meißner, „aber es war nur ein kleiner Piks. Auch hören sich 500 Milliliter im ersten Moment viel an, aber man merkt nichts. Ich fühle mich gut“, berichtet Nina Meißner, sie gehe sicher noch einmal. Auch in Zeiten von Corona sei die Blutspende wichtig, sagt Sabine Böhme, Referentin des Blutspendedienstes West, „weil der normale Betrieb im Krankenhaus weiterläuft und dort Patienten auf Spenden warten.“

Weitere Infos zum Thema Blutspende und eine Übersicht über die Termine gibt es im Internet.

Marc Georg vom SV Schwemlingen-Ballern hat zum ersten Mal Blut gespendet. Foto: leis/Tina Leistenschneider

www.blutspendedienst-west.de