Beckingen: Wasser und Abwasser werden teurer

Beckingen: Wasser und Abwasser werden teurer

Beckingen. Ab Neujahr müssen die Bürger der Gemeinde Beckingen für Wasser und Abwasser tiefer in die Tasche greifen. Diese Gebühren-Erhöhung hat der Beckinger Gemeinderat in seiner Sitzung am Mittwochabend einstimmig beschlossen. Statt einer monatlichen Grundgebühr von 3,50 Euro müssen ab Januar vier Euro gezahlt werden

Beckingen. Ab Neujahr müssen die Bürger der Gemeinde Beckingen für Wasser und Abwasser tiefer in die Tasche greifen. Diese Gebühren-Erhöhung hat der Beckinger Gemeinderat in seiner Sitzung am Mittwochabend einstimmig beschlossen. Statt einer monatlichen Grundgebühr von 3,50 Euro müssen ab Januar vier Euro gezahlt werden. Der Preis für einen Kubikmeter Wasser erhöht sich von 1,25 Euro auf 1,35 Euro. "Für einen Haushalt mit vier Personen bedeutet dies bei einem Durchschnittsverbrauch von 30 Kubikmeter Wasser pro Person pro Jahr Mehrausgaben von insgesamt 18 Euro - zwölf Euro beim Wasserpreis und sechs Euro bei der Grundgebühr", rechnete Beckingens Bürgermeister Erhard Seger vor. Für den Verwaltungschef steht fest: "Ohne eine Gebührenanpassung ergibt sich auf der Grundlage der Erträge und Aufwendungen in 2011 schon ein Defizit von 79 000 Euro für 2012." In der Summe sind nach seinen Worten Kosten-Erhöhungen für Energie, Waren, Löhne und Weiteres noch nicht berücksichtigt. Nach seiner Berechnung bringt diese Gebühren-Erhöhung bei der Grundgebühr Mehreinnahmen von 35 430 Euro und beim Wasser Mehreinnahmen von 59 800 Euro. Auch die Gebühren für Abwasser steigen - nach einstimmigem Beschluss der Fraktionen. Statt fünf Euro sind künftig monatlich sechs Euro an Grundgebühren zu zahlen, die Gebühr für Schmutzwasser steigt um elf Cent - von 2,94 auf 3,05 Euro. Von der Erhöhung erhofft sich Seger Mehreinnahmen von 70 000 Euro bei der Grundgebühr und 63 000 Euro bei der Schmutzwassergebühr. "Für einen Vier-Personen-Haushalt macht dies bei einem Durchschnittsverbrauch von 30 Kubikmeter eine Preissteigerung von 25,20 Euro im Jahr aus", ergänzte er. Als Grund für die Erhöhung nannte er einen Verlust des Eigenbetriebes von rund 124 356 Euro aus 2009 und die Erhöhung des EVS-Verbandsbeitrages. Axel Jungmann (CDU) und Josef Bernardy (SPD) konstatierten: Eine moderate Erhöhung ist besser als die Gebühren lange stabil zu halten, um sie dann explodieren zu lassen. Im Falle der Abwasser-Gebühren sei die Gemeinde durch den EVS zudem "fremdbestimmt", so Bernardy.

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