Bald gibt es am BBZ Merzig eine Ausbildung für Erzieherinnen

Merzig : Erzieher werden am BBZ Merzig ausgebildet

Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich: Es gibt einen hohen Bedarf im Kreis an der Ausbildung.

Kurz nach Weihnachten wurde bekannt, dass der saarländische Bildungsminister Ulrich Commerçon eine Entscheidung zu Gunsten einer Ausbildung für Erzieherinnen und Erzieher an der Jean-François-Boch-Schule (BBZ) in Merzig ab dem kommenden Schuljahr gefällt hat. Dieses Ergebnis freut Landrätin Daniela-Schlegel-Friedrich ausdrücklich, wie sie jetzt in einer Presseerklärung mitteilt.

„Im September habe ich in einem Gespräch zum Thema Schulentwicklung diese Idee Vertretern des Bildungsministeriums vorgetragen und unsere Forderung nach einem noch breiteren Angebot an unserem Berufsbildungszentrum klar kommuniziert. Gerade die vorhandene Kompetenz des BBZ im sozialpflegerischen Bereich sollte nach Meinung des Landkreises unbedingt dazu genutzt werden, einen sehr nachgefragten und attraktiven Ausbildungsberuf wohnortnah im Landkreis anzubieten“, erklärt Daniela Schlegel-Friedrich.

Es gebe einen hohen Bedarf an Erzieherinnen und Erziehern im Kreis Merzig-Wadern, vor allem durch stabile und in manchen Kommunen sogar steigende Geburtenzahlen und den weiteren Ausbau der Kindertageseinrichtungen. Dadurch sind zusätzliche Kapazitäten wichtig, betont die Landrätin.

Bisher war die Fahrt zur Schule nach Saarlouis eine zusätzliche Hürde für die Jugendlichen, die sich für eine Ausbildung als Erzieher entschieden hatten. Es bedeutete ein Mehr an Zeit und an Kosten, die Anbindung ist zudem nicht optimal. Dass der schulische Teil der Ausbildung nun in Merzig möglich ist, ist nach Überzeugung der Landrätin nicht nur eine deutliche Verbesserung für die Azubis, sondern auch ein Schritt nach vorne auf dem Weg nach gleichen Lebensverhältnissen in Städten und in ländlicheren Regionen.

Zusätzlich führt der Landkreis nach den Worten von Schlegel-Friedrich seit Sommer bereits Gespräche mit Vertretern Luxemburgs und dem Deutsch-Luxemburgischen Schengen-Lyzeum in Perl, in denen es darum geht, eine Ausbildung beziehungsweise Weiterbildung so anzubieten, dass sie in beiden Ländern, Luxemburg und Deutschland, zur Berufsausübung befähigt.

Der Landkreis wird als Schulträger die Umsetzung sowohl an der Jean-François-Boch-Schule als auch am Schengen-Lyzeum in Perl bestmöglich unterstützen, heißt es abschließend in der Erklärung aus dem Landratsamt.

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