Hesse Austausch von Vater und Sohn

Merzig · Die Schauspieler Kirchhoff und Bertholet lesen Hesse und Hesse.

() Aus den Briefen von Hermann Hesse und seinem Sohn Bruno Hesse lesen die Schauspieler Jürgen Kirchhoff und Nicolas Bertholet an diesem Sonntag, 15. Oktober, um 17 Uhr im Museum Schloss Fellenberg in Merzig. Die Lesung gehört zur Ausstellung „Zwischen Sommer und Herbst – Aquarelle aus dem Tessin“ mit Bildern von Hermann und Bruno Hesse. Die Ausstellung ist noch bis 17. November zu sehen.

Tausende Briefe schrieb der Schriftsteller Herrmann Hesse, über regen Briefwechsel tauschte er sich auch regelmäßig mit seinem Sohn Bruno aus. Die beiden Schauspieler Jürgen Kirchhoff und Nicolas Bertholet lesen an diesem Nachmittag die Briefe von Vater und Sohn vor. Musikalisch wird die Veranstaltung begleitet von: Ji Young Kim und Hwan-hee Yoo von der Musikschule im Landkreis Merzig-Wadern.

Hermann Hesse kam erst als 40-Jähriger zur Malerei. Er überwand damit eine schwere Lebenskrise, ausgelöst durch die Erlebnisse des Ersten Weltkrieges und den Tod seines Vaters. Malen in der Natur gab ihm Geborgenheit und seelische Freiheit. Malen war für ihn Entspannung und Erholung.

Beeindruckend ist die Anzahl der Briefe, die Hermann Hesse erhielt. 35 000 sind es an der Zahl, Angaben des Hesse-Editionsarchiv in Offenbach zufolge. Davon soll der Dichter einen großen Teil persönlich beantwortet haben. 17 000 Antwortbriefe sind ermittelt. Ein Sekretariat lehnte der Schriftsteller ab. Auch mit seinem ältesten Sohn Bruno, den er in seinen Briefen mit „Buzi“ oder „Buzelius“ anspricht,stand er über einen regen Austausch von Briefen in engem Kontakt. Ausführlich tauschten sich Vater und Sohn über Kunst aus und planten Malausflüge. Briefe von beiden sind auch in der Ausstellung zu sehen.

Eintritt: 15 Euro, Anmeldung: Tel. (0 68 61) 79 30 30, E-Mail empfang@museum-schloss-fellenberg.de.