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Auf das richtige Material zur Dämmung achten

Merzig. "Wenn ich mein Haus dämme, dann fackelt mir die Bude ab!": Diese Befürchtung ist weit verbreitet und wurde durch verschiedene Fernsehberichte auch geschürt", mahnt Reinhard Schneeweiß, Architekt der Verbraucherzentrale. Kaum Brandgefahr mtn

"Wenn ich mein Haus dämme, dann fackelt mir die Bude ab!": Diese Befürchtung ist weit verbreitet und wurde durch verschiedene Fernsehberichte auch geschürt", mahnt Reinhard Schneeweiß, Architekt der Verbraucherzentrale.

Kaum Brandgefahr


Doch Brände gedämmter Fassaden spielen laut Schneeweiß im Verhältnis zur gesamten Zahl an Wohnungs- und Hausbränden praktisch keine Rolle. Unsachlich sei zudem, dass alle Dämmstoff-Arten mit Hausbränden in Verbindung gebracht würden. "Bei den Medienberichten handelt es sich ausnahmslos um Dämmungen aus Polystyrol. Deren Brandpotenzial ist dabei nicht höher zu bewerten als das einer Holzfassade", sagt der Architekt, der bei der Verbraucherzentrale Tipps gibt.

Es gebe aber auch Dämmungen, die nicht brennbar seien. "Ein gutes Beispiel ist etwa Steinwolle, die wesentlich energieärmer und mit weniger schädlichen Nebenprodukten hergestellt wird. Zudem kann auch die Diffusions-Offenheit des Gebäudes erhalten und der Schallschutz verbessert werden", erläutert der Energieberater. Es gebe sogar mineralische Wärmedämm-Verbundsysteme, die mit dem Blauen Engel ausgezeichnet seien. "Diese kommen komplett ohne Gift aus und brennen nicht", ergänzt Schneeweiß.

In Merzig werden die Beratungen in der Verbraucherberatungsstelle, Am Gaswerk 10 (gegenüber Stadtwerke) angeboten. Anmeldung sind unter Tel. (0 68 61) 54 44 oder unter Tel. (06 81) 5 00 89 15 möglich.

www.vz-saar.de