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Auch Konstantin Wecker demonstrierte mit

Auch Konstantin Wecker demonstrierte mit

Ein Bündnis aus Jusos und Linksjugend zeigte am Donnerstag vor der Merziger Stadthalle Flagge gegen rechte Ideologien: Die Vereinigung Sagesa hatte eine Demonstration gegen den Auftritt von Konstantin Wecker angekündigt. Angesichts des Gegenprotests wurde die Sagesa-Demo jedoch abgesagt.

Am Donnerstagabend demonstrierten in Merzig etwa 100 Menschen für eine offene und vielfältige Gesellschaft. Unter dem Motto "Sagesa geht uns auf den Wecker! Nazis entgegentreten!" hatte ein Bündnis aus Jusos und Linksjugend Merzig-Wadern zum Protest gegen die rechte Vereinigung "Saarländer gegen Salafisten ", kurz Sagesa, aufgerufen. Auch Konstantin Wecker , der an dem Abend in der Stadthalle auftrat, unterstützte das Bündnis und erschien zusammen mit seiner Band. Seine Mitmusikerin Cynthia Nikscha sang für die Demonstranten, die sich trotz der niedrigen Temperaturen am Abend vor der Stadthalle versammelten.

Wecker hielt eine kurze Rede für mehr gesellschaftlichen Zusammenhalt, in der er sich auch persönlich bei den Teilnehmern bedankte. Sagesa hatte im Vorfeld eine Demonstration gegen den Liedermacher angekündigt, diese jedoch kurzfristig abgesagt, nachdem sich der große Gegenprotest abzeichnete.

Christian Freichel, der Vorsitzende der Jusos Merzig-Wadern, sagt dazu: "Wir freuen uns über die starke Unterstützung, die Demonstration war ein voller Erfolg! Wir haben deutlich gezeigt, dass für die rechte Ideologie von Sagesa und Co. bei uns kein Platz ist!"

Das Bündnis aus Jusos und Linksjugend hatte nur wenig Zeit die Veranstaltung zu bewerben, weil der Gegenprotest kurzfristig innerhalb weniger Tage organisiert werden musste. "Der Landkreis Merzig-Wadern hat mit seiner Lage im Herzen von Europa, direkt am Dreiländereck und in unmittelbarer Nähe zu Schengen, eine historische Verantwortung was den Europäischen Gedanken angeht. Es ist unsere Pflicht hier für Vielfalt, Gastfreundlichkeit und Gleichberechtigung zu demonstrieren", sagte Philipp Engel, Sprecher der Linksjugend Merzig-Wadern. Sagesa hat bereits weitere Aktionen in Merzig angekündigt, zu denen Linksjugend und Jusos weiteren Gegenprotest planen: "Sobald die Neonazis wieder bei uns demonstrieren wollen, werden wir wieder gegen sie und ihre Hetze auf die Straße gehen - mit einem noch breiteren Bündnis und noch mehr Menschen!", sagte Freichel abschließend.