Armin "Min" Becker aus Brotdorf hat das Spiel "Takelshin" entwickelt

Kostenpflichtiger Inhalt: Spieleentwickler aus Brotdorf : Auf den Spuren von Super Mario und Co.

Armin Becker aus Brotdorf hat ein Smartphone-Spiel entwickelt. Die Inspiration brachte ein Geschenk seiner Frau.

Das kleine grüne Oktopusmädchen mit der rosa Schleife entkommt der riesigen Eule um Haaresbreite. Takelshin – so der Name der Krake – kann die Suche nach ihren sechs jüngeren Geschwistern also fortsetzen. Sie springt auf und ab in einer bunten Welt, in der es nur so von merkwürdigen Gestalten wimmelt. Da wäre beispielsweise der Frosch mit der Sonnenbrille. Oder die Paprikaschote, nach deren Verzehr Takelshin mehrere Igel und Krabben regelrecht überrollt. Mit Sprüngen auf Äffchen und Krabben sammelt sie weitere Punkte.

Takelshin ist Hauptfigur und Namensgeberin für ein von Armin Becker – bei Youtube besser bekannt als „MinBekker“ – entwickeltes Videospiel. Die Spieler bewegen sich in der Unterwasserwelt durch Springen und Laufen fort. Ein Geburtstagsgeschenk seiner Frau Jasmina brachte den gebürtigen Brotdorfer auf die Idee: „Vor drei Jahren bekam ich von meiner Ehefrau Mina ein gehäkeltes Oktopus-Püppchen zum Geburtstag. Dieses inspirierte mich dazu, einen quietschbunten, kindgerechten 2D-Platformer im Stil von Spielklassikern wie Super Mario Land für Smartphones zu entwickeln.“

Seine Leidenschaft für das Entwickeln von Spielen wurde nach seinen Worten schon als Teenager geweckt. Becker erzählt, dass er sich viele Programmierkenntnisse autodidaktisch angeeignet habe. Beim Entwickeln von Takelshin trug diese Fleißarbeit nun Früchte.

Armin „Min“ Becker, hier mit seiner Ehefrau Jasmina, hat das Spiel Takelshin entwickelt . Foto: Ludwigshafen24.de/Daniel Hagen

Zwischen Inspiration und fertigem Spiel vergingen insgesamt drei Jahre. In dieser Zeit hat Becker nach eigenen Worten „im Alleingang“ alle Grafiken selbst entworfen sowie „eine auf das Spiel abgestimmte Touch-Steuerung“ entwickelt. Damit verfolgte er das Ziel, „das Spiel auf Touchscreens so intuitiv spielbar zu machen wie seine berühmten Vorbilder auf den Spielekonsolen von damals“. Am 5. Dezember wurde das Spiel schließlich online gestellt. Mit der bisherigen Resonanz zeigt sich Becker sehr zufrieden und freut sich über „eine wachsende Fangemeinde“.

Becker wollte nach seinen Worten ein Spiel erschaffen, dass sowohl für Anfänger als auch für alte Hasen reizvoll ist: „Die drei Schwierigkeitsgrade machen das Spiel sowohl für jüngere als auch für ältere Spielbegeisterte interessant. Auf dem schwersten Schwierigkeitsgrad, den man erst freispielen muss, ist das Spiel eine echte Kopfnuss für erfahrene Spieler.“ Der Spieler muss Takelshin durch eine farbenfrohe Welt geleiten, in der zum Beispiel putzige Äffchen mit Bananen nach ihr werfen und wuselige Krabben ihr das Fortkommen erschweren möchten. Eine besondere Herausforderung stellen die sogenannten Bossgegner am Ende eines Spielabschnitts dar.

Takelshin ist in einer Unterwasserwelt auf der Suche nach ihren Geschwistern. Foto: Armin und Jasmina Becker

Wenn der Spieler schließlich alle Hindernisse überwunden hat, dann ist Takel­shin mit ihren Geschwistern wiedervereint. Letztere wurden von der Piratin Scallywag Sally entführt und bei deren Flucht überall im Meer verstreut. Auf der Suche nach den kleinen Oktupussen begleitet den Spieler ein Sound, der an japanische Anime-Musik erinnert. Zu den Musikern, die den Soundtrack zum Spiel beigesteuert haben, zählen neben Jon King und Platinenpanik auch der Merziger Achim Reiter – Takelshin ist also ein Stück weit auch ein Spiel made in Merzig.

Dieses gehäkelte Oktopus-Püppchen hat Armin Becker zur Entwicklung des Smartphone-Spiels Takelshin inspiriert. Foto: Armin und Jasmina Becker
In einer bunten Welt warten Gefahren und Herausforderungen auf die Hauptfigur Takelshin. Foto: Armin und Jasmina Becker

Das Smartphone-Spiel Takelshin ist im Google Play Store für 5,49 Euro erhältlich. Armin Becker plant zudem eine Umsetzung des Spiels für PC und Nintendo Switch. Es gibt keine Altersbeschränkung.