Apfel-Parade in der Baumschule

Wer Fragen zu Äpfeln hatte, der bekam in der Baumschule Leick in Ballern Antworten. Die hatte zu ihrem achten Apfeltag mit Ausstellung eingeladen. Groß war der Andrang beim Apfelexperten Werner Nussbaum.

Um das Thema Apfel drehte sich alles am vergangenen Samstag in der Baumschule Leick in Ballern . Die hatte zum Apfeltag eingeladen - mit einer Apfelausstellung, die bereits zum achten Mal durchgeführt wurde, gemeinsam mit ihren Partnern, dem Verband der Gartenbauvereine Saarland/Rheinland-Pfalz, dem Pomologenverein und der Nabu-Ortsgruppe Merzig. Alle konnten den Besuchern viel Wissenswertes über das Kulturgut Apfel erzählen.

So war der Andrang groß beim Pomologen Werner Nussbaum. Viele Besucher nahmen das Angebot an, sich vom Fachmann die Apfelsorte bestimmen zu lassen. Schließlich gibt es weit über 1000 Apfelsorten in Deutschland. "Zu wissen, welcher Apfel im Garten wächst, ist nicht ganz unerheblich", erläuterte Nussbaum. Denn danach entscheidet sich Pflege, Pflück- und Genusszeitpunkt. So muss zum Beispiel die Sorte Ontario erst noch drei bis vier Monate lagern, bevor der Apfel schmeckt. Nach der Ernte im Oktober kann er dann aber auch noch bis Mai des darauffolgenden Jahres gelagert und verzehrt werden.

Nussbaum konnte die mitgebrachten Äpfel der Besucher meist sicher identifizieren. Wusste er es nicht auf Anhieb, suchte er in seinem Apfelratgeber nach Merkmalen, nach denen sich die Sorte zweifelsfrei bestimmen ließ. Eher selten kam es vor, dass Nussbaum passen musste. Die Besucher dankten es ihm, wissen sie nun, welche Äpfel sie in ihrem Garten haben und wie sie damit umgehen. Somit ist der Apfeltag in der Baumschule Leick ein wichtiger Beitrag für den Erhalt der alten Apfelsorten in der Region.

So sah es auch Monika Lambert-Debong. Sie ist Geschäftsführerin der Gartenbauvereine . Ihr Verband hat es geschafft, mit örtlichen Helfern, über 100 Apfelsorten in der Baumschule Leick auszustellen. "Das war schon eine Anstrengung, diese Vielzahl von Äpfeln in die Ausstellung zu bekommen", zeigte sie auf die lange Apfeltafel. Die Arbeit jedoch hat sich ihrer Auffassung nach gelohnt - attraktiv das Angebot und für die Besucher eine Augenweide. Nirgendwo sonst sei es möglich, die Apfelvielfalt unserer Region in dieser Kompaktheit zu bewundern.

Das ist mit ein Grund, warum die Baumschule Leick, den Apfeltag Jahr für Jahr organisiert. Zum einen möchten sie sensibilisieren, den Apfel als Kulturgut zu begreifen, das es zu erhalten gilt. Zum anderen startete mit diesem Tag die Herbstgartensaison. "Wir möchten erreichen, dass unsere Kunden im Herbst wieder in den Garten gehen", lieferte Karin Erdmann, Gartenmeisterin bei Baumschule Leick, den Grund für ihr Engagement. Viele scheuten sich davor, im Herbst bei widrigem Wetter im Garten zu arbeiten.

Dieses Bewusstsein soll sich nach Erdmanns Auffassung verändern.

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