Angela Biesel von "Lupine" in Merzig macht bei Foodsharing mit

Kostenpflichtiger Inhalt: Angela Biesel im Interview : „Lebensmittelmüll“ soll es bei ihr keinen geben

Die Besitzerin von „Lupine – Natur- und Feinkost“ in der Merziger Innenstadt spricht über ihre Erfahrungen mit Foodsharing – früher in Saarbrücken und jetzt in Merzig.

Angela Biesel betreibt seit einigen Monaten das Geschäft „Lupine – Natur- und Feinkost“ in der Merziger Innenstadt. Bei Foodsharing ist sie seit Eröffnung ihres Ladens dabei. Im Interview sprach sie über ihre Motivation, bei der Initiative mitzuwirken.

Frau Biesel, Sie sind eine von wenigen Geschäftsinhaberinnen, die sich in Merzig an Foodsharing beteiligen. Wie haben Sie davon gehört, dass es das in Merzig gibt?

BIESEL Ich war in Saarbrücken selbst etwa eineinhalb Jahre bei Foodsharing gewesen. Das hat mir sehr viel Spaß gemacht und das war ein tolles Konzept. Als ich hier den Laden eröffnet habe, war es für mich selbstverständlich, dass es keinen Lebensmittelmüll geben soll – es sollte nichts verschwendet werden. Also habe ich wieder den Kontakt zu meiner alten Gruppe gesucht und erfahren, dass es hier in Merzig auch etwas gibt. Dann habe ich direkt die Kooperation angefangen.

Wie oft fällt in Ihrem Laden etwas an Resten an?

BIESEL Sehr selten, weil ich gut kalkuliere. Wenn etwas übrig bleibt, versuche ich auch, es privat zu verarbeiten. Wenn doch mal etwas übrig ist, habe ich eine sehr zuverlässige Mitarbeiterin von Foodsharing, die es direkt abholen kommt.

Das Ziel von Foodsharing ist es, Reste zu vermeiden – so dass Foodsharing eigentlich wegfällt. Haben Sie den Eindruck, dass es in den Monaten, die Sie das Geschäft schon haben, Veränderung gegeben hat? Fallen weniger Reste an?

BIESEL Am Anfang hatte ich ein breites Sortiment, weil ich nicht genau wusste, was die Kundschaft gern hätte. Einfach deswegen fiel am Anfang mehr an, weil ich herausfinden musste, was ich brauche. Seitdem ich diese Erfahrung habe, ist es ohnehin weniger. Dadurch, dass ich bei Foodsharing schon lange dabei war, habe ich dieses Gefühl für Lebensmittelkalkulation sowieso schon gehabt. Der Lernprozess begann also schon vor einiger Zeit.

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