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Lehrer
An Grundschulen fehlen Lehrer

Die geehrten Jubilare mit der SLLV-Landesvorsitzenden Lisa Brausch (Zweite von rechts) und dem  Kreisvorsitzenden Jürgen Ehl (links). Viktor Heck (rechts) gehört bereits seit 70 Jahren dem saarländischen Lehrerverband an.
Die geehrten Jubilare mit der SLLV-Landesvorsitzenden Lisa Brausch (Zweite von rechts) und dem  Kreisvorsitzenden Jürgen Ehl (links). Viktor Heck (rechts) gehört bereits seit 70 Jahren dem saarländischen Lehrerverband an. FOTO: Norbert Becker
Merzig. Aktuelles und Ehrungen: Der Kreisverband Merzig-Wadern des SLLV hielt seine Jahresversammlung ab. Von Norbert Becker

Traditionell trafen sich die Mitglieder des Kreisverbandes Merzig-Wadern des Saarländischen Lehrerinnen- und Lehrerverbandes (SLLV) zur Jahresversammlung im Hotel Römer. Der Kreisvorsitzende Jürgen Ehl zeigte sich erfreut über den guten Besuch  und begrüßte als Gast besonders die SLLV-Landesvorsitzende Lisa Brausch. Nach einem stillen Gedenken an ein verstorbenes Mitglied berichtete die kürzlich wiedergewählte Landesvorsitzende Brausch über das, was seit der letzten Versammlung im SLLV-Landesverband gelaufen ist. „Ich komme besonders gerne hier her, denn hier ist mein Heimatkreisverband“, bekannte sie und berichtete: „2017 war nicht nur ein Wahljahr für den Landtag und Bundestag, sondern auch für die Hauptpersonalräte. In allen drei Schulbereichen konnten wir gute Ergebnisse einfahren, so sieben von neun Sitzen bei den Grundschulen, fünf von sieben Sitzen bei den Förderschulen und auch bei den Gemeinschaftsschulen einen dritten von neun Sitzen hinzugewinnen.“


Viele junge Lehrerinnen und Lehrer sind dem Verband, dem auch viele Pensionäre angehören, beigetreten. Anwärter laufen beitragsfrei mit. „Wir versuchen, weiterhin unseren Mitgliedern attraktive Angebote zu machen“, unterstrich Brausch.  Im Bereich der Grundschulen bestehe ein massiver Lehrermangel, was für die vorhandenen Lehrerinnen und Lehrer Mehrarbeit bedeute. Der SLLV fordere endlich verbindliche Zusagen einer zeitlich unbefristeten, vollen Eingangsbesoldung, die Anpassung der Besoldung und  die Aufstockung der Studienplätze für Lehrer. Außerdem sind nach den Ausführungen der Landesvorsitzenden dringend bessere Arbeitsbedingungen erforderlich, um den Beruf des Grundschullehrers attraktiver zu machen. Weitere Forderungen  gelten   der Verbesserung der Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Inklusion und der He-
rausnahme  der Lehrer aus der Hausaufgabenbetreuung, da die Lehrkräfte morgens gebraucht werden.

Die Schülerzahlen in den Förderschulen sind nach dem Bericht der Landesvorsitzenden  im Schuljahr 2017/18 weitgehend konstant geblieben. Förderschulen geistige Entwicklung verzeichneten einen starken Schülerzuwachs. Die Stimmung habe sich insgesamt etwas verändert. Von der  politisch angestrebten Abschaffung von Förderschulen sei nun weniger die Rede und der Koalitionsvertrag stärke die Förderschulen ausdrücklich. Zum kommenden Schuljahr sollen wieder Sprachförderklassen eingeführt werden. Im Bereich Förderschulen/Inklusion, wo ein Lehrkräftemangel bestehe, ist auch die fehlende mobile Lehrerreserve als ein Problem anzusehen. Brausch ging unter anderem auch noch auf die Themen Umsetzung der Inklusion und Gemeinschaftsschule ein, die sich immer mehr als zweite Säule neben dem Gymnasium etabliere.



Der Kreisvorsitzende Ehl bedankte sich bei der Landesvorsitzenden Brausch für ihre Ausführungen. Gemeinsam nahmen sie dann die Ehrung  langjähriger  Mitglieder (siehe Info) mit Urkunden und Präsenten vor. Es folgten Berichte des Kreisvorsitzenden (siehe nachstehend) zu den Aktivitäten des Kreisverbandes und des Schatzmeisters Christian Mannese über die Finanzen des KV. Die beiden Prüfer Christoph Breinig und Hermann-Josef Dorbach bescheinigtem ihm eine korrekte Führung der Kassengeschäfte. Da beide eine Auszeit wünschten, wurden Josef Schmitt und Horst Theil zu ihren Nachfolgern gewählt.