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Büdinger Kirmes
Am Samstagt startetet die Biddinger Kiischenkermes

Büdingen. () Ihre traditionelle Biddinger Kiischenkermes feiern die Büdinger am Samstag, 30. Juni, und Sonntag, 1. Juli. Das teilt Ortsvorsteherin Maria Kleber mit. Die freiwillige Feuerwehr lädt außerdem am Sonntag zum Tag der offenen Tür ein.

Am Samstag beginnt das Fest mit dem Dämmerschoppen um 19 Uhr mit musikalischer Unterhaltung durch „Wollys Disco“. Seit Jahren ist die Kermes bekannt dafür, dass viele Büdinger, die seit Jahren nicht mehr dort wohnen, sich auf dem Dorfplatz beim Dämmerschoppen am Kirmessamstag treffen und zusammen feiern. Der Sonntag beginnt um 9 Uhr mit einem Festhochamt, gestaltet vom Männergesangverein Weiten/Meurich unter der Leitung vom Büdinger Organisten Michael Kleber. Nach der Messe freuen sich alle auf das Frühschoppenkonzert mit dem Musikverein Büdingen, ebenfalls unter der Leitung von Michael Kleber.


Die Frauen der Feuerwehrmänner sind bereits bekannt für ihre Backkünste. Es gibt wieder die kleinen, feinen, süßen oder herzhaften Häppchen zum Sekt, Wein oder Bier. Wer an diesem Sonntag nicht selbst zum Kochlöffel greifen möchte, kann auch zum Mittagessen bleiben. Nachmittags gibt es frischen selbst gebackenen Kuchen aus Büdinger Küchen. Für die Kinder gibt es ein buntes Programm, von der Jugendwehr organisiert und durchgeführt, so dass keine Langeweile aufkommen kann.

Der Name „Kiischenkermes“ nach Darstellung von Ortsvorsteherin Mari Kleber ist vor langer Zeit entstanden. „Da die Kirmes in die Zeit der Kirschenreife fällt, bot es sich an, an diesem Festtag einen (oder auch mehrere) Kirschkuchen zu backen“, erläutert Kleber. In früheren Jahren, als die Haushalte normalerweise noch Selbstversorger waren, hatte auch fast jede Familie einen Kirschbaum im Garten stehen. „An der Kirmes kamen traditionell alle Verwandten zu Besuch und man servierte nach dem festlichen Mittagsmahl mit Rindfleischsuppe mit Markklöschen, Schweinebraten und Kartoffeln, zum Nachmittagskaffee einen ‚Spauzkoochen’. Das war ein Hefeteigboden mit einem Belag aus frisch gepflückten (nicht entsteinten) Kirschen und einem Eier-Sahne-Guss darüber. „Die Kerne wurden natürlich ausgespuckt , was auf Büdinger Dialekt ‚spauzen’ heißt“, führt die Ortsvorsteherin weiter aus.