Alarmstufe rot in Brotdorf

Fußballer des FCB trudeln der Abstiegszone entgegen. Wahlen mit toller Aufholjagd.

Für Fußball-Verbandsligist FC Brotdorf wird die Lage im Abstiegskampf immer prekärer: Nach der 0:2 (0:1)-Heimpleite am Ostermontag gegen den 1. FC Reimsbach schrillten bei Spielertrainer Klaus-Peter Schröder mehr denn je die Alarmglocken: "Ich habe im Moment das Gefühl, dass die Jungs mit der Situation nicht klarkommen."

Brotdorf fand vor 150 Zuschauern ganz gut ins Spiel, handelte sich nach 15 Minuten und einem Reimsbacher Gegenzug, den Ozono Kazusa nach Vorarbeit von Sebastian Pecka abschloss, aber früh einen Rückstand ein - und lief diesem vergeblich hinterher.

Die beste Ausgleichschance vergab Julian Brandt, als er nach Freistoß des Ex-Reimsbachers Tayfun Külekci per Kopf die Unterkante der Latte traf (35.). Nach der Pause hatte der FCB bei einem Kopfball von Andrej Rupps - erneut nach einem Külekci-Freistoß - abermals Pech mit einem Aluminium-Treffer (80.), zuvor hatte Osman Gök für die Gäste aber schon auf 2:0 erhöht (67.). Durch den Sieg liegt Reimsbach fünf Zähler hinter dem Relegationsplatz auf Rang vier. Brotdorf bleibt auf dem unsicheren 13. Platz, zwei Punkte hinter dem SV Wahlen-Niederlosheim, dem beim Ligadritten FC Rastpfuhl ein Wahnsinns-Comeback gelang. Nach 0:3-Pausenrückstand blies Spielertrainer Nico Portz mit einem fulminanten Volley-Hammer aus 25 Metern zur Aufholjagd (50.), die der eingewechselte Stephan Fandel mit zwei Toren zum 3:3 krönte (60. und 87.). Dennoch war Portz nicht restlos glücklich: "Ich ärgere mich, dass wir in der ersten Hälfte nicht konkurrenzfähig waren. Aufgrund der zweiten Hälfte muss Rastpfuhl mit dem Punkt sogar zufrieden sein", so Portz. Fandel hätte locker auch vier Tore erzielen können, denn er traf vor dem 2:3 per Kopf die Latte und köpfte in der Endphase aus fünf Metern Rastpfuhls Torwart an die Schulter (80.). Die SG Perl-Besch musste sich dem designierten Meister FV Schwalbach 1:3 (1:3) beugen. Mathias Palmer traf nach Vorarbeit von Fabian Boes zum zwischenzeitlichen 1:2 (34.).