| 20:40 Uhr

Aktion 3. Welt Saar
Aktion 3. Welt lobt Gräberfeld für Moslems in Merzig

Merzig. () Als „wichtigen Schritt zur Anerkennung von Muslimen als gleichberechtigte Bürger“ bezeichnet die Aktion 3. Welt Saar die Schaffung eines islamischen Gräberfelds auf dem Waldfriedhof in Merzig. „Wir begrüßen, dass die Stadt dieses Gräberfeld eingerichtet hat“, sagt Klaus Blees vom Kompetenzzentrum Islamismus der Aktion 3. Welt Saar. Damit spielt Merzig nach seinen Worten im Saarland eine Vorreiterrolle. Vor kurzem wurde dieser Teil des Friedhofs von Bürgermeister Marcus Hoffeld und dem Imam der Türkisch-Islamischen Gemeinde, Kemal Karacar, eingeweit. Bisher gibt es an der Saar ein solches Gräberfeld nur auf dem Hauptfriedhof Saarbrücken.

() Als „wichtigen Schritt zur Anerkennung von Muslimen als gleichberechtigte Bürger“ bezeichnet die Aktion 3. Welt Saar die Schaffung eines islamischen Gräberfelds auf dem Waldfriedhof in Merzig. „Wir begrüßen, dass die Stadt dieses Gräberfeld eingerichtet hat“, sagt Klaus Blees vom Kompetenzzentrum Islamismus der Aktion 3. Welt Saar. Damit spielt Merzig nach seinen Worten im Saarland eine Vorreiterrolle. Vor kurzem wurde dieser Teil des Friedhofs von Bürgermeister Marcus Hoffeld und dem Imam der Türkisch-Islamischen Gemeinde, Kemal Karacar, eingeweit. Bisher gibt es an der Saar ein solches Gräberfeld nur auf dem Hauptfriedhof Saarbrücken.


„Ein wichtiger Schritt zur Anerkennung von Muslimen als gleichberechtigte Bürger ist auch, dass in Merzig die nach islamischem Ritus erforderliche Tuchbestattung erlaubt ist und die Sargpflicht entfällt“, betont Blees. „Wer muslimische Gräberfelder ablehnt, übt keine Islamkritik, sondern greift die private Religionsausübung von Muslimen an“, argumentiert er. Mit der notwendigen Kritik an islamisch begründeten Menschenrechtsverletzungen habe das nichts zu tun, sondern sei selbst ein Angriff auf Menschenrechte. „Wir hoffen, dass das Beispiel Merzig Schule macht und andere Gemeinden im Saarland nachziehen“, sagt Blees. Dies entspreche auch der grundgesetzlich garantierten Religionsfreiheit: „Angehörige aller Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften müssen die Möglichkeit haben, ihre Toten gemäß den eigenen Regeln zu bestatten. Muslime erhalten dadurch keine Sonderrechte, sondern gleiche Rechte.“