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3680 Stunden im Einsatz für die Merziger

3680 Stunden im Einsatz für die Merziger

352 Alarmierungen haben im Jahr 2015 die Feuerwehren der Kreisstadt Merzig in den Einsatz gerufen – eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr, als es 274 Alarmierungen gab. Diese Zahlen nannte der Merziger Wehrführer Ralf Bernardy bei der Jahresdienstbesprechung, auf der die Feuerwehr Bilanz des abgelaufenen Jahres zog. Dort wurde auch deutlich, dass die Feuerwehr nach wie vor aus dem gesellschaftlichen Leben nicht wegzudenken ist. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die Ehrungen für langgediente Feuerwehrleute.

 Bürgermeister Marcus Hoffeld (rechts) gratulierte den Jubilaren.
Bürgermeister Marcus Hoffeld (rechts) gratulierte den Jubilaren.

Wie in den Jahren zuvor oblag es Wehrführer Ralf Bernardy, die Bilanz des zurückliegenden Jahres aus Sicht der Feuerwehr Merzig vorzustellen. "Insgesamt gab es 352 Alarmierungen. Gegenüber dem Vorjahr war das eine deutliche Steigerung, als es noch 274 waren", resümierte Bernardy. Diese Zahlen bezogen sich auf die einzelnen Löschbezirke, die zu Einsätzen gerufen wurden. Da des Öfteren mehrere Löschbezirke zu ein und derselben Einsatzstelle geschickt werden, liegt die Zahl der tatsächlichen Einsätze allerdings niedriger: Aus all diesen Alarmierungen seien 191 effektive Einsätze erwachsen, so Bernardy. Schlagzeilen machte vor allem ein Einsatz gleich zu Beginn des Jahres: Ende Januar brannte eine Wohnung in Brotdorf , dabei verlor eine Frau ihr Leben. Trotz des schnellen und effektiven Eingreifens der Feuerwehr kam für die Bewohnerin jede Hilfe zu spät.

Auch die Einsatzstunden haben sich im Jahr 2015 erhört. Insgesamt waren es nach Bernardys Worten 3680 Stunden, 306 mehr als im Vorjahr. Bernardy betonte, dass 65 Prozent der Einsätze während der Hauptarbeitszeit, zwischen 6 Uhr und 17 Uhr angefallen seien. Die Bilanz von Bernardy war aber auch ein Rückblick auf Geschehnisse, die das Leben der Betroffenen verändert haben. Sei es, weil sie durch Unfälle gezeichnet wurden, oder aber weil sie nahestehende Menschen verloren haben. Doch zeigten die Zahlen für den Wehrführer noch etwas anderes: "Jeder einzelne Feuerwehrmann, jede einzelne Feuerwehrfrau leistet einen unersetzbaren Einsatz für die Gesellschaft."

Darauf ging auch der Chef der Feuerwehr Merzig , Bürgermeister Marcus Hoffeld , ein. In seiner Ansprache dankte er den Männern und Frauen der einzelnen Löschbezirke für ihren Dienst an der Gesellschaft. "Die freiwillige Feuerwehr ist eine vielseitige Organisation und bewältigt nicht nur ihren Hauptzweck als Pflichtaufgabe der Kommune, sondern übernimmt auch in vielen Stadtteilen wichtige gesellschaftliche und soziale Aufgaben", sagte Hoffeld und machte deutlich, dass die Feuerwehr Merzig in der Stadt und in den Dörfern eine feste Größe sei, die hilfsbereit zu Seite stehe, während andere Vereine um ihr Existenz bangten.

Mit etwas Sorge betrachtet Hoffeld jedoch die zurückgehenden Mitgliederzahlen. Wie im Bericht von Wehrführer Bernardy zu hören war, sind sie im vergangenen Jahr um zehn Feuerwehrleute auf nunmehr 478 Aktive zurückgegangen. Dafür gäbe es vielerlei Gründe. Vielleicht seien die Anforderungen des Feuerwehrdienstes zu hoch. "Deshalb ist mittelfristig der Beistand von hauptamtlichen Kräften bei der Feuerwehr erforderlich", ist sich Hoffeld sicher. Für 25 Jahre wurden folgende Feuerwehr-Mitglieder geehrt: Oliver Müller (Löschbezirk, Lbz, Merzig ), Hans-Werner Bies (Lbz Brotdorf ), Philipp Swidzinski (Lbz Mechern), Thomas Diwo (Lbz Wellingen).

Für 35 Jahre wurden geehrt: Jürgen Lamest (Lbz Besseringen), Heiko Becker (Lbz Bietzen), Thomas Heintz (Lbz Bietzen), Gerhard Balle (Lbz Büdingen), Stefan Ehl (Lbz Fitten), Uwe Weis (Lbz Fitten), Christian Braun (Lbz Menningen), Markus Glesius (Lbz Merzig ).

Für 40 Jahre wurden geehrt: Conrad Tiator (Lbz Brotdorf ), Klaus-Dieter Tiator (Lbz Brotdorf ), Hanno Hoff (Lbz Mechern), Jakob Dillschneider (Lbz Merchingen), Manfred Mutschler (Lbz Merchingen), Georg Dahl (Lbz Wellingen), Wolfgang Klose (Lbz Wellingen), Peter Streit (Lbz Wellingen).

Für 45 Jahre wurden geehrt: Klaus Pinter (Lbz Schwemlingen/Weiler), Werner Fournier (Lbz Schwemlingen/Weiler), Roland Emmerich (Lbz Brotdorf ), Peter Schmal (Lbz Fitten).

Für 50 Jahre wurden geehrt: Heinrich Huckert (Lbz Bietzen), Gerhard Schäfer (Lbz Brotdorf ), Alfred Mautes (Lbz Hilbringen), Dieter Lamberti (Lbz Merzig ), Edgar Neusius (Lbz Merzig ), Siegfried Michel (Lbz Schwemlingen /Weiler), Helmut Remmel (Lbz Schwemlingen/Weiler).

Für 60 Jahre Dienst in der Feuerwehr wurden geehrt: Karl-Heinz Graf (Lbz Ballern), Alois Heiser (Lbz Besseringen), Aloysius Weis (Lbz Fitten), Alois Etringer (Lbz Wellingen). Der Stadtjugendbeauftragte Markus Tritz trug den Jahresbericht der Jugendfeuerwehr vor. Insgesamt seien 200 Jungen und Mädchen Mitglied der Feuerwehr gewesen. Das bedeute einen Rückgang von insgesamt zehn Jugendlichen. "Viele Aktivitäten wurden den Jugendlichen angeboten", blickte Tritz zurück. Auch die Jüngsten würden hier ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bereits gerecht. So hätten sie an verschieden Sammelaktionen, wie Picobello, teilgenommen.

Die Teilnahme am Tag der Jugend sei dabei eine besondere Herausforderung gewesen. Hier konnten sich die Löschbezirke untereinander messen. Die Jugendfeuerwehr Bietzen habe hier den ersten Platz belegt. Ein besonderes Ereignis für die Jugendlichen war die Teilnahme am Landesjugendfeuerwehrtag in Schmelz. Hier konnte beim landesweiten Leistungsvergleich die Gruppe Merzig den fünften Platz belegen. 37 Gruppen hatten insgesamt mitgemacht.