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3155 Menschen ohne Beschäftigung

3155 Menschen ohne Beschäftigung

Die Arbeitslosigkeit ist im Kreis Merzig-Wadern saisonbedingt gestiegen und liegt über dem Vorjahreswert. Die Zahl der neu gemeldeten Stellen verzeichnet einen Rückgang im Vergleich zum Vorjahr.

Die Arbeitslosigkeit ist im Kreis Merzig-Wadern saisonbedingt gestiegen und liegt über dem Vorjahreswert. Die Zahl der neu gemeldeten Stellen verzeichnet einen Rückgang im Vergleich zum Vorjahr. Im Januar waren 3155 Menschen im Landkreis arbeitslos gemeldet, 369 mehr als im Dezember 2015 und 177 mehr als vor einem Jahr (plus 5,9 Prozent). Die Arbeitslosenquote ist im vergangenen Monat um 0,7 Prozentpunkte auf 5,8 Prozent gestiegen.

Zum Vergleich die Arbeitslosenquoten aller Kreise im Saarland: St. Wendel 4,1 Prozent, Merzig-Wadern 5,8 Prozent, Saarpfalz-Kreis 5,7 Prozent, Kreis Saarlouis 5,6 Prozent, Kreis Neunkirchen 8,5 Prozent, Regionalverband Saarbrücken 10,8 Prozent.

Mehr Jugendliche ohne Job

Im Januar waren 346 Jugendliche unter 25 Jahren ohne Arbeit gemeldet, 32 mehr als im Dezember und 48 mehr als vor einem Jahr (plus 16,1 Prozent). Bei den Älteren ab 50 Jahren hat sich die Arbeitslosigkeit im Jahresvergleich kaum geändert.

Mit 1011 Personen waren 0,4 Prozent mehr gemeldet als vor einem Jahr. Die Zahl der arbeitslosen Ausländer ist gegenüber dem Vorjahresmonat um 41,9 Prozent auf 637 gestiegen.

"Der Arbeitsmarkt ist stabil und unsere Region wirtschaftlich gut aufgestellt. Wir können optimistisch in die Zukunft blicken, wissen aber auch, wie wichtig es ist, den aktuellen Entwicklungen mit den Möglichkeiten der Arbeitsmarktpolitik Rechnung zu tragen. Zweifellos wird die Personengruppe der Flüchtlinge im neuen Jahr eine Herausforderung für den Arbeitsmarkt sein", sagt Jürgen Haßdenteufel, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Saarland. "Die Fachkräftesicherung, der weitere Abbau der Arbeitslosigkeit und Qualifizierungsmaßnahmen bleiben 2016 wesentliche Themen der Arbeitsagentur und der Jobcenter . Ein operativer Schwerpunkt liegt darin, Ungelernte zu qualifizieren, immer mit Blick auf die Bedürfnisse des Marktes. Wer Fachwissen besitzt, hat deutlich höhere Chancen auf Integration und auch langfristig wesentlich bessere Perspektiven als jemand, der nur auf Helferniveau arbeiten kann."

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung - hier werden neben den registrierten Arbeitslosen auch die Personen einbezogen, die an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen teilnehmen oder aus anderen Gründen nicht mehr als Arbeitslose gezählt werden - lag im Januar bei rund 3.768 Personen, das waren 4,5 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Die Agentur für Arbeit verzeichnete im aktuellen Monat einen Anstieg der Arbeitslosigkeit um 189 auf 1.160 Personen (minus 6,9 Prozent zum Vorjahr). Beim Jobcenter im Kreis ist die Zahl der Arbeitslosen um 180 auf 1.995 gestiegen. Das waren 15,2 Prozent mehr Arbeitslose als vor einem Jahr.

Die Arbeitgeber haben im Januar laut Arbeitsagentur 152 neue Stellen gemeldet, 7,9 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Aktuell stehen 511 freie Jobs zur Verfügung. Besonders gesucht waren Arbeitskräfte im Dienstleistungsbereich, im Gesundheits- und Sozialwesen, im Verarbeitenden Gewerbe und im Handel. Außerdem bestand hoher Bedarf im Gastgewerbe, im Wirtschaftsabschnitt Verkehr und Lagerei sowie im Baugewerbe.

Zum Thema:

Auf einen Blick Regionale Arbeitsmarktentwicklung: Geschäftsstelle Merzig (Kreisstadt Merzig, Mettlach, Perl, Beckingen): 2008 Arbeitslose (plus 248 zum Vormonat), Arbeitslosenquote : 6,0 Prozent.Geschäftsstelle Wadern: (Stadt Wadern, Losheim, Weiskirchen): 1147 Arbeitslose (plus 121 zum Vormonat), Arbeitslosenquote : 5,5 Prozent. red