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26 Arbeitslose weniger als im Juli

Trotz aktueller Flaute präsentiert sich der Arbeitsmarkt im Land in „stabiler Grundverfassung“. Foto: Frank May/dpa
Trotz aktueller Flaute präsentiert sich der Arbeitsmarkt im Land in „stabiler Grundverfassung“. Foto: Frank May/dpa FOTO: Frank May/dpa
Merzig-Wadern. Die Ferienzeit bedeutet zumeist auch eine kurzzeitige Flaute auf dem Arbeitsmarkt , weshalb in den Sommermonaten die Arbeitslosenzahlen zeitlich begrenzt ansteigen. Zum Ende des Sommers schwächt sich diese Tendenz üblicherweise ab. Insgesamt zeigt sich der Arbeitsmarkt in einer guten Grundverfassung", so Jürgen Haßdenteufel, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Saarland. Die wenigsten Sorgen macht Haßdenteufel sich um den Personenkreis der Jugendlichen, die kürzlich ihre Ausbildung abgeschlossen haben. "Mit ihrer Qualifikation haben die jungen Fachkräfte die besten Chancen, rasch eine feste Stelle zu finden und in ein erfolgreiches Berufsleben zu starten. Schwieriger sind die Perspektiven für andere Personengruppen." 31,5 Prozent der Menschen, die ohne Job sind, sind langzeitarbeitslos, das heißt bereits länger als ein Jahr ohne Beschäftigung. 31,7 Prozent der Arbeitslosen sind über 50 Jahre alt. "Auf diese Entwicklungen adäquat zu reagieren stellt eine große Herausforderung dar", sagt Haßdenteufel. red

Die Ferienzeit bedeutet zumeist auch eine kurzzeitige Flaute auf dem Arbeitsmarkt , weshalb in den Sommermonaten die Arbeitslosenzahlen zeitlich begrenzt ansteigen. Zum Ende des Sommers schwächt sich diese Tendenz üblicherweise ab. Insgesamt zeigt sich der Arbeitsmarkt in einer guten Grundverfassung", so Jürgen Haßdenteufel, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Saarland. Die wenigsten Sorgen macht Haßdenteufel sich um den Personenkreis der Jugendlichen, die kürzlich ihre Ausbildung abgeschlossen haben. "Mit ihrer Qualifikation haben die jungen Fachkräfte die besten Chancen, rasch eine feste Stelle zu finden und in ein erfolgreiches Berufsleben zu starten. Schwieriger sind die Perspektiven für andere Personengruppen." 31,5 Prozent der Menschen, die ohne Job sind, sind langzeitarbeitslos, das heißt bereits länger als ein Jahr ohne Beschäftigung. 31,7 Prozent der Arbeitslosen sind über 50 Jahre alt. "Auf diese Entwicklungen adäquat zu reagieren stellt eine große Herausforderung dar", sagt Haßdenteufel.


Bei der Agentur für Arbeit ist die Zahl der Arbeitslosen in August um 50 auf 1005 gestiegen und blieb damit um 46 unter dem Vorjahreswert (minus 4,4 Prozent). Bei den bei der Arbeitsagentur gemeldeten Frauen ist die Arbeitslosigkeit im August gestiegen.



August unter Vorjahresniveau

Hier waren 439 Personen gemeldet (plus 26 gegenüber Juli), bei den Männern 566 (plus 24 gegenüber Juli). Bei den Jüngeren ist die Arbeitslosigkeit um 14 auf 166 gestiegen. Das waren 43 weniger als im Vorjahr (minus 20,6 Prozent). Die Arbeitslosigkeit beim Jobcenter des Kreises ist im August um 76 auf 2043 Personen gesunken und lag damit deutlich über dem Vorjahreswert (plus 235 bzw. 13,0 Prozent). Im August waren 1139 Männer (minus 59 gegenüber Juli) und 904 Frauen (minus 17 gegenüber Juli) beim Jobcenter gemeldet. Die Zahl der Jüngeren unter 25 Jahren ist um 10 auf 252 gesunken, das waren 37 mehr als vor einem Jahr (plus 17,2 Prozent). 40,7 Prozent (832 Personen) aller beim Jobcenter registrierten Arbeitslosen waren bereits ein Jahr und länger arbeitslos, 9,8 Prozent mehr als vor einem Jahr. Der Ausländeranteil an den Arbeitslosen betrug im August 31,2 Prozent. Insgesamt waren 638 Ausländer im Bereich der Grundsicherung gemeldet. Die Arbeitgeber haben laut Agentur für Arbeit im August 229 neue Stellen gemeldet, 16,8 Prozent mehr als vor einem Jahr. Aktuell stehen 665 freie Jobs zur Besetzung zur Verfügung.

Besonders gesucht sind weiterhin Arbeitskräfte im Dienstleistungsbereich, in der Zeitarbeit, im Gesundheits- und Sozialwesen, im Handel, im Verarbeitenden Gewerbe, im Gastgewerbe, im Bereich Erziehung und Unterricht sowie im Bereich der freiberuflichen/wissenschaftlichen/technischen Dienstleistungen.

Ausbildungsmarkt

Im Kreis Merzig-Wadern wurden seit Beginn des Ausbildungsjahres im vergangenen Oktober 570 Berufsausbildungsstellen gemeldet, 2,4 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig suchten laut Agentur für Arbeit 381 junge Menschen eine Ausbildungsstelle über die Arbeitsagentur, 7,7 Prozent weniger als vor einem Jahr. Im August waren noch 119 Stellen unbesetzt und 80 Jugendliche ohne Ausbildungsplatz oder sonstige Alternative. Die Agentur für Arbeit Saarland lädt Jugendliche, die aktuell noch auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind, am Donnerstag, 8. September zum Aktionstag "Jetzt aber los! Chance nutzen" ein.

Von 13 bis 17 Uhr stehen in den Berufsinformationszentren (BiZen) Saarbrücken, Saarlouis und Neunkirchen Beratungs- und Vermittlungsfachkräfte für persönliche Gespräche bereit und informieren über jeweils passende Ausbildungsmöglichkeiten und deren Anforderungen. Ergänzt wird das Angebot um einen Marktplatz mit vielen ausgewählten Ausbildungsstellen. "Auch nach dem offiziellen Ausbildungsbeginn haben Ausbildungssuchende und Unternehmen noch reichlich Chancen zueinander zu finden", betont Jürgen Haßdenteufel, Leiter der Agentur für Arbeit Saarland. "Wer sich jetzt erst bewirbt, hat noch eine große Auswahl. Jugendliche, die bisher nicht bei der Berufsberatung der Arbeitsagentur waren, sollten schnell die Gelegenheit nutzen und zum Aktionstag kommen. Wichtig ist, sich nicht auf einen Beruf festzulegen und auch mal über die Kreisgrenzen hinauszusehen. Es gibt immer Alternativen, an die man zunächst nicht gedacht hat."

Die Jugendlichen können am Aktionstag ohne vorherige Terminvereinbarung vorbeikommen. Sie sollten die letzten Zeugnisse und ihre Bewerbungsmappe mitbringen. Interessierte können den Bewerbungsmappen-Check nutzen, um ihre Unterlagen von Profis unter die Lupe nehmen zu lassen und hilfreiche Tipps zu Formulierungen und Gestaltung zu erhalten. Der Aktionstag wird in Kooperation mit IHK und HWK im Rahmen der Allianz für Aus- und Weiterbildung durchgeführt.

Zum Thema:

Auf einen Blick Regionale Arbeitsmarktentwicklung: Geschäftsstelle Merzig (Kreisstadt Merzig, Mettlach, Perl, Beckingen): 1924 Arbeitslose (plus 3 zum Vormonat), Arbeitslosenquote : 5,8 Prozent. Geschäftsstelle Wadern (Stadt Wadern, Losheim, Weiskirchen):1124 Arbeitslose (minus 29 zum Vormonat), Arbeitslosenquote : 5,4 Prozent Die Arbeitslosenquoten aller saarländischen Landkreise zu den oben genannten Daten im Vergleich: St. Wendel 4,2 Prozent, Kreis Saarlouis 5,4 Prozent, Merzig-Wadern 5,6 Prozent, Saarpfalz-Kreis 6,0 Prozent, Kreis Neunkirchen 8,7 Prozent, Regionalverband Saarbrücken 9,9 Prozent. red