Merzig-Wadern: Süßes oder Saures? Polizei gibt Tipps zu Halloween

Ordnungshüter raten zu Vorsicht : Polizei gibt Tipps für ein sicheres Halloween

Am 31. Oktober wird auch in Deutschland Halloween gefeiert: Verkleidete Kinder ziehen von Haus zu Haus und bitten um Süßigkeiten. Wer nichts geben will oder kann, dem wird ein Streich gespielt. „Sicher ist, ein Spaß geht immer dann zu weit, wenn andere zu Schaden kommen“, sagt Armin Stengel, Polizeiinspektion Nordsaarland.

Die Polizei sei grundsätzlich kein Spielverderber, jedoch dafür da, andere vor Schäden zu bewahren. Daher geben die Ordnungshüter einige Hinweise, was erlaubt ist und was nicht.

Die Straßenverkehrsordnung verbietet, Gegenstände in den öffentlichen Verkehrsraum zu bringen, wenn dadurch der Verkehr gefährdet oder erschwert werden kann. Außerdem: „Wenn fremdes Eigentum beschädigt, beispielsweise ein Auto beim Einwickeln mit Toilettenpapier zerkratzt wird, ist das eine Sachbeschädigung“, erklärt Stengel. Dasselbe gelte, wenn die Hausfassade oder Autos mit Eiern beworfen werden oder brennende Gegenstände im Briefkasten landen. Unter Umständen drohen hohe Strafen: Sachbeschädigungen werden mit einer Geldstrafe und sogar mit bis zu zwei Jahren Gefängnis geahndet.

Stengel appelliert an die Erziehungsberechtigten: „Eltern sollten den Kindern und Jugendlichen vor allen Dingen den Unterschied zwischen Streich und Straftat vor Augen halten. Denn das Beschmieren von Fahrzeugen, Hauswänden und dergleichen kann sich schnell zu einem Halloween-Schreck entwickeln, der unter Umständen überaus teuer werden kann.“

Neben der Sicherheit für den fließenden Verkehr sollten die Halloween-Geister selbst auch an ihre Sicherheit denken. „Wenn Kinder oder Jugendliche durch die Straßen ziehen, werden sie von Autofahrern besser erkannt, wenn reflektierende Accessoires an der Kleidung angebracht sind“, sagt Stengel. Stark befahrende Straßen sollte man für Beutezüge meiden. Die Eltern sollten mit ihren Kindern besprechen, wo sie gefahrloses spuken können

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