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Kolumne
Meine Fastenzeit beginnt nach Ostern

FOTO: Robby Lorenz / SZ
Nun ist es ja nur noch eine knappe Woche, und die Fastenzeit ist vorbei. Wobei ich ganz ehrlich sein will: Bei mir ist sie dieses Jahr ausgefallen. Zu zahlreich und mannigfaltig waren die Anlässe, die dazu verleiteten, gute Vorsätze in Sachen Verzicht und Enthaltsamkeit dann doch nicht einzuhalten. Und natürlich war es auch der eigene Wille, der zu schwach war, um den Verlockungen zu widerstehen.

Das Fatale an der Sache ist, dass die Spuren der kleinen und größeren Genuss-Sünden aus der Zeit um Weihnachten nun nicht nur nicht verschwunden sind, sondern sogar noch „Zuwachs“ bekommen haben – das ist jetzt ganz wörtlich zu verstehen. Und die Chancen, dass sich das über die Osterfeiertage entscheidend zum Positiven ändern wird, schätze ich auch als relativ gering ein. So bleibt mir nur eine Hoffnung respektive ein guter Vorsatz: Nach Ostern wird jetzt aber endgültig mal langsam gemacht mit Futtern. Und gleichzeitig dem Körper mehr Gutes getan. Sport zum Beispiel. Vielleicht haben wir dieser Tage tatsächlich das letzte Aufbäumen des Winters erlebt, und das Wetter macht den Aufenthalt draußen an der frischen Luft wieder etwas erträglicher. Das könnte mein Ansinnen positiv befördern und unterstützen. Und in sechs Wochen schauen wir mal, ob das mit den guten Vorsätzen diesmal geklappt hat.